US-Senatorin Warren warnt vor Krypto: Trump kontert mit Executive Order

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Die USA arbeiten aktuell an gleich mehreren Weichenstellungen für den Kryptomarkt. Im Mittelpunkt stand zuletzt der CLARITY Act, der im Senate Banking Committee beim Markup angenommen wurde. Der Ausschuss brachte den Gesetzentwurf am 14. Mai 2026 mit parteiübergreifender Unterstützung voran; er soll klarer regeln, wann digitale Assets als Wertpapiere, Rohstoffe oder andere Token-Kategorien gelten. Damit würde die Aufsicht zwischen SEC und CFTC präziser abgegrenzt. Für die Branche wäre das ein wichtiger Schritt, weil jahrelange Rechtsunsicherheit Investitionen und Produktentwicklung belastete. Allerdings ist das Gesetz noch nicht final.

Es braucht weiterhin eine Abstimmung im gesamten Senat, Verhandlungen mit dem Repräsentantenhaus und am Ende die Unterschrift des Präsidenten. Streitpunkte bleiben unter anderem Geldwäsche-Regeln, Stablecoin-Anreize und mögliche Interessenkonflikte rund um politische Akteure.

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Elizabeth Warren bleibt scharfe Krypto-Kritikerin

Elizabeth Warren gehört seit Jahren zu den prominentesten Krypto-Gegnerinnen in Washington. Bereits früher stellte sie sich offen gegen die Branche und machte das Thema sogar politisch sichtbar, etwa mit ihrer bekannten Anti-Crypto-Linie im Wahlkampf. Ihre Kritik richtet sich weniger gegen Blockchain-Technologie als Idee, sondern gegen Risiken für Verbraucher, Finanzstabilität und nationale Sicherheit.

Warren warnt regelmäßig, dass Krypto ohne strenge Regeln Geldwäsche, Terrorfinanzierung, Betrug und spekulative Exzesse erleichtern könne. Auch beim CLARITY Act blieb sie auf dieser Linie: Vor dem Markup brachte sie zahlreiche Änderungsanträge ein und kritisierte den Entwurf als zu industriefreundlich. Aus ihrer Sicht dürfe der Kongress keinen Rechtsrahmen schaffen, der Krypto legitimiere, ohne gleichzeitig harte Schutzmechanismen einzubauen.

Master Accounts: Was Warren jetzt kritisiert

Aktuell richtet sich Warrens Kritik vor allem gegen den einfacheren Zugang von Krypto- und Fintech-Unternehmen zur Infrastruktur der Federal Reserve. Konkret geht es um sogenannte Master Accounts. Diese Konten ermöglichen Finanzinstituten direkten Zugang zu den Zahlungssystemen der Fed. Wer einen solchen Zugang erhält, kann Transaktionen direkter abwickeln und Guthaben bei der Zentralbank halten. Für Krypto-Firmen wäre das ein enormer Vorteil, weil sie weniger abhängig von Partnerbanken wären und näher an das traditionelle Finanzsystem heranrücken würden.

Genau darin sieht Warren jedoch Risiken. Aus ihrer Sicht könnten Krypto-Unternehmen dadurch faktisch eine Art staatliche Legitimation erhalten, obwohl viele Geschäftsmodelle aus ihrer Sicht weiterhin volatil, schwer kontrollierbar und anfällig für Missbrauch sind. Besonders kritisch ist dabei, dass Master Accounts traditionell Banken vorbehalten sind, die eng reguliert und beaufsichtigt werden. Wenn nun auch Nichtbanken oder kryptonahe Anbieter Zugang erhalten, stellt sich die Frage, ob dieselben Standards gelten. Die Debatte ist nicht theoretisch: Kraken erhielt im März einen Master Account, während auch Firmen wie Ripple, Anchorage Digital und Wise entsprechende Zugänge anstreben.

Trump will Krypto-Firmen den Zugang erleichtern

Donald Trump hat nun genau zu diesem Thema eine Executive Order unterzeichnet. Diese weist die Federal Reserve und weitere Finanzaufsichtsbehörden an, Regeln zu überprüfen, die Innovation im Zahlungsverkehr behindern könnten. Im Zentrum steht die Frage, ob Fintechs und Nichtbanken leichter Zugang zu Fed-Zahlungssystemen und Master Accounts erhalten sollen. Wichtig ist: Die Order zwingt die Fed nicht automatisch, jedem Krypto-Unternehmen ein Konto zu geben. Sie erhöht aber den politischen Druck, Verfahren transparenter, schneller und innovationsfreundlicher zu gestalten.

Für die Krypto-Branche wäre das ein potenzieller Durchbruch. Direkter Zugang zu Fed-Zahlungsschienen würde Stablecoin-Emittenten, Börsen und Zahlungsdienstleistern helfen, effizienter mit Dollar-Liquidität zu arbeiten. Zugleich würde Krypto damit noch stärker in die klassische Finanzarchitektur integriert. Genau deshalb ist die Debatte so brisant: Befürworter sehen darin einen Modernisierungsschub für den Finanzplatz USA.

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