STRC-Crash: Strategy-Aktie unter Druck – Saylor reagiert

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

STRC ist die „Stretch“-Vorzugsaktie von Strategy, also dem Bitcoin-Unternehmen rund um Michael Saylor. Das Papier wurde so konstruiert, dass es möglichst nahe am Nennwert von 100 US-Dollar handelt. Dafür gibt es eine variable Dividende, die monatlich angepasst werden kann; im Juni lag die annualisierte Rate laut Strategy bei 11,5 Prozent auf den Nennbetrag.

Doch genau dieses Modell steht nun unter Stress: STRC fiel zeitweise bis in den Bereich von 73 bis 75 US-Dollar und notiert damit rund 25 Prozent unter dem Zielwert. Streng genommen ist das kein Stablecoin-De-Peg, sondern ein Bruch mit dem Par-Ziel. Für Anleger ist es dennoch ein Warnsignal: Der Markt verlangt deutlich mehr Risikoaufschlag für Saylors Kapitalstruktur.

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Was in den letzten Tagen bei STRC passierte

In den vergangenen Tagen beschleunigte sich der Abverkauf deutlich. STRC war bereits zuvor unter Druck geraten, nachdem das Papier unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen war. Zuletzt verschärfte sich die Bewegung weiter: Am Donnerstag wurde STRC laut aktuellen Berichten bis etwa 75 US-Dollar durchgereicht, während MSTR selbst ebenfalls stark verlor und auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024 fiel.

Der Kern des Problems liegt in Strategys Finanzierungsmodell. Das Unternehmen nutzt Vorzugsaktien und Aktienemissionen, um Kapital zu beschaffen, Cash-Reserven aufzubauen und Bitcoin-Käufe zu finanzieren.

Wenn STRC jedoch weit unter 100 US-Dollar fällt, wird dieses Instrument unattraktiver: Neue Emissionen würden teurer, die effektive Rendite steigt, und der Markt zweifelt stärker an der Tragfähigkeit der Struktur. So wurde STRC stark von Retail-Investoren gehalten und Verkaufsdruck, Margin Calls sowie der schwache Bitcoin-Kurs könnten die Bewegung verstärkt haben.

Was Michael Saylor jetzt sagt

Michael Saylor reagierte betont ruhig. In seinem Post schrieb er sinngemäß, Volatilität teste jede Kapitalstruktur. Strategy bleibe auf Bitcoin, disziplinierte Kapitalallokation, Kreditqualität und langfristige Wertschöpfung fokussiert. Zudem betonte er Transparenz und Entschlossenheit gegenüber Investoren.

Damit versucht Saylor, die aktuelle Krise als Stresstest und nicht als Strukturbruch einzuordnen. Inhaltlich ist das wichtig, weil der Markt gerade genau diese Frage stellt: Ist Strategy nur temporär durch Bitcoin-Schwäche, Liquiditätsdruck und Risikoaversion belastet – oder zeigt STRC, dass die komplexe Kapitalstruktur selbst zum Problem wird?

Für Saylor ist die Antwort klar: Bitcoin bleibt der Kern, die Finanzierung soll weiter diszipliniert gemanagt werden. Für Anleger bleibt dagegen entscheidend, ob STRC wieder näher an 100 US-Dollar zurückkehrt oder dauerhaft mit hohem Abschlag gehandelt wird.

Bitcoin-Schock: Das könnte passieren

Der Analyst Michaël van de Poppe sieht den STRC-Abverkauf als kurzfristigen Belastungsfaktor für den gesamten Bitcoin-Markt. Seine These: Rund um die US-Eröffnung könnte der Druck zunächst noch einmal zunehmen, weil STRC im vorbörslichen Handel bereits bei rund 73 US-Dollar notierte und damit ein neues Tief markierte.

Für ihn ist das wichtig, weil STRC eng mit Strategy, Michael Saylor und dem Bitcoin-Narrativ verbunden ist. Wenn diese Kapitalstruktur sichtbar unter Stress steht, kann das kurzfristig auch Bitcoin belasten. Gleichzeitig erwartet van de Poppe offenbar kein dauerhaftes Durchrutschen ohne Gegenbewegung. Er verweist darauf, dass sich das Muster der vergangenen Tage wiederholen könnte: zunächst ein Abverkauf in den ersten Handelsstunden, danach eine Erholung.

Damit ordnet er den Crash eher als akuten Liquiditäts- und Sentiment-Schock ein, nicht zwingend als endgültigen Bruch. Dennoch bleibt klar: Solange STRC unter Druck steht, bleibt der Markt nervös.

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