Michael Burry warnt vor Bitcoin-Todesspirale: Das steckt dahinter
Der Bitcoin-Kurs steht aktuell massiv unter Druck und nähert sich kritischen Marken. In dieser prekären Lage warnt Star-Investor Michael Burry, bekannt für seinen “Big Short” gegen den US-Immobilienmarkt, vor einer gefährlichen Eigendynamik. Er sieht Anzeichen für eine drohende „Todesspirale“, die den gesamten Sektor mit in den Abgrund reißen könnte.
Star-Investor sieht „erschreckende Szenarien“ in Reichweite
Michael Burry, der schon früher skeptisch gegenüber Krypto-Assets war, äußerte sich jüngst auf seinem Substack-Kanal besorgt über die Stabilität großer Bitcoin-Halter. Er argumentiert, dass Bitcoin als Absicherung gegen Währungsverfall versagt habe und stattdessen rein spekulativ getrieben sei. Zusätzliche Kursverluste könnten nun eine Kaskade an Zwangsliquidierungen auslösen.
Konkret warnt Burry davor, dass bei einem weiteren Einbruch um etwa 10 % institutionelle Schwergewichte wie Strategy Inc. massiv unter Wasser geraten könnten. Dies würde den Zugang zu neuem Kapital abschneiden und das Risiko einer Implosion erhöhen, was wiederum weiteren Verkaufsdruck auf den Markt ausüben würde.
Charttechnischer Druck: Fällt die 72.000-Dollar-Marke?
Die charttechnische Lage unterstreicht die Warnungen des Experten. Der Bitcoin-Kurs kämpft aktuell verzweifelt um die Unterstützung im Bereich von 72.000 bis 74.000 US-Dollar. Sollte dieses Niveau, das seit der US-Wahl Ende 2024 als psychologische und technische Bastion galt, nachhaltig unterschritten werden, droht ein schneller Absturz in Richtung 60.000 US-Dollar.
Besonders kritisch wird die Situation durch die hohe Hebelwirkung auf den Märkten gesehen. Burry verwies darauf, dass Liquidierungen in tokenisierten Rohstoffen bereits zeitweise das Volumen von Bitcoin-Liquidationen überstiegen haben – ein Zeichen dafür, dass das Krypto-Ökosystem als “Kollateral-Quelle” für globale Makro-Trades dient und somit extrem anfällig für Schocks ist.
Anlegern wird in diesem hochvolatilen Umfeld äußerste Vorsicht geraten. Während langfristige Investoren in extremen Abverkäufen oft Kaufchancen sehen, warnt Burry davor, dass es derzeit „keinen organischen Grund“ gibt, der den Fall bremsen könnte. Ein Einstieg drängt sich daher erst nach einer deutlichen Stabilisierung oder einem finalen „Washout“ auf.
