Krypto-Krise als Einstiegschance? Bitcoin mit 45 Prozent Rabatt: MicroStrategy kauft nach
Der Bitcoin-Kurs rutschte zuletzt zeitweise unter 65.000 US-Dollar – doch für Michael Saylor ist das offenbar kein Warnsignal, sondern eine Gelegenheit. Sein Unternehmen, inzwischen unter dem Namen Strategy firmierend, hat erneut zugeschlagen und 592 BTC für rund 39,8 Millionen US-Dollar erworben.
Saylor bleibt seiner Linie treu
Laut einem Post von Michael Saylor auf X erfolgte der Kauf zu einem Durchschnittspreis von 67.286 US-Dollar pro Bitcoin. Verglichen mit dem Allzeithoch entspricht das einem Abschlag von rund 45 Prozent.
Mit dem jüngsten Zukauf hält Strategy nun insgesamt 717.722 BTC – und bleibt damit der weltweit größte börsennotierte Corporate-Hodler von Bitcoin. Der durchschnittliche Einstandspreis aller gehaltenen Coins liegt bei 76.020 US-Dollar.
Während geopolitische Spannungen und makroökonomische Unsicherheiten den Markt belasten, setzt Saylor weiter auf seine langfristige Bitcoin-These.
MSTR-Aktie unter Druck
Ganz anders sieht es bei der Aktie des Unternehmens aus. Die MSTR-Papiere notieren aktuell bei rund 131 US-Dollar – ein Minus von 19 Prozent im Monatsvergleich und sogar 54 Prozent auf Jahressicht. Damit entwickelt sich die Aktie schwächer als Bitcoin selbst.
Die Diskrepanz verdeutlicht ein zentrales Risiko: Strategy ist stark gehebelt auf Bitcoin positioniert. Sinkt der BTC-Kurs, leidet die Aktie überproportional – insbesondere angesichts der Finanzierungskonstruktionen, mit denen die Käufe gestemmt wurden.
In einem Interview mit CNBC wurde Saylor kürzlich gefragt, was bei einem 90-prozentigen Bitcoin-Crash passieren würde. Seine Antwort fiel nüchtern aus: Man würde refinanzieren und die Schulden weiterrollen.
Chance oder Klumpenrisiko?
Für Anleger stellt sich damit die klassische Frage: Ist der Rücksetzer eine strategische Einstiegschance – oder wächst das Klumpenrisiko?
Solange Bitcoin langfristig steigt, könnte Saylors aggressive Akkumulationsstrategie aufgehen. Bleibt der Markt jedoch länger schwach oder fällt deutlich tiefer, gerät nicht nur der Kurs, sondern auch die Kapitalstruktur von Strategy weiter unter Druck.
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