Krypto-Analyst warnt: Erst müssen tausende Junk Coins sterben – dann kommt der Bullenmarkt
Bitcoin steigt, die Stimmung hellt sich auf – doch Analyst Ben Cowen bremst den Optimismus. Seiner Einschätzung nach braucht der Markt erst eine schmerzhafte Bereinigung, bevor ein nachhaltiger Bullenmarkt möglich wird.
Der Krypto-Markt sendet gemischte Signale. Bitcoin hat erstmals seit Ende Januar wieder die Marke von 81.000 US-Dollar überschritten, institutionelle ETF-Zuflüsse kehren zurück, und die Stimmung dreht langsam von extremer Angst in Richtung Neutralität. Doch Ben Cowen, Gründer von Into The Cryptoverse, warnt vor verfrühtem Optimismus. Seiner Analyse zufolge läuft der Ausleseprozess im Altcoin-Markt zwar bereits seit 2021 – reicht aber noch längst nicht aus für einen echten, nachhaltigen Bullenmarkt. Was es brauche, sei eine schmerzhafte Kapitulation tausender spekulativer Projekte ohne realen Mehrwert.
Prominente Stimmen, unbequeme Botschaft
Cowen steht mit dieser These in guter Gesellschaft. Bereits während des ICO-Hypes prognostizierten Cardano-Gründer Charles Hoskinson und Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin, dass mehr als 90 Prozent der damaligen Projekte verschwinden würden. Ripple-CEO Brad Garlinghouse erhöhte 2019 sogar auf 99 Prozent. Zuletzt schlug auch Arthur Hayes auf der Consensus Miami 2026 denselben Ton an: 99 Prozent der Altcoins könnten auf null fallen – überleben würden nur jene Projekte, die von echten Liquiditätsströmen profitieren. Die Botschaft ist konsistent und unbequem: Der Markt ist noch immer übersättigt mit wertlosen Token, die früher oder später verschwinden müssen.
Bitcoin-Dominanz steigt – kein Zeichen für Altcoin Season
Für Cowen ist die steigende Bitcoin-Dominanz das deutlichste Signal dafür, dass der Markt noch nicht bereit für eine breite Altcoin-Rallye ist. Ohne Stablecoins liegt Bitcoins Marktanteil seiner Berechnung zufolge bereits bei über 67 Prozent – ein Zeichen, dass Kapital nicht in riskantere Altcoins rotiert, sondern sich in BTC konzentriert oder an die Seitenlinie wandert. Charttechnisch steht Bitcoin vor einer entscheidenden Probe: Der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 82.300 US-Dollar ist die nächste wichtige Hürde. Gelingt kein nachhaltiger Ausbruch darüber und kann die Zone um 88.880 US-Dollar nicht als Unterstützung etabliert werden, halten Analysten einen Rücksetzer in den Bereich von 58.000 bis 62.000 US-Dollar für wahrscheinlich. Bitcoins Rückkehr über 81.000 US-Dollar allein ist also noch kein Beweis für den Beginn eines neuen, breiten Krypto-Bullenmarktes.
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