Die Strompreise steigen wieder, rollt demnächst die nächste Inflationswelle?

Warnsignale deuten auf hohe Tarife
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Deutschland investiert Unsummen in seine Energiewende und doch stiegen die Strompreise zuletzt wieder deutlich.

Was ist das los? Obwohl die Stromproduktion aus erneuerbarer Energie im Hochsommer auf Hochtouren läuft und die Preise sogar ins Minus rutschen, scheinen die Strompreise davon unbeeindruckt zu sein.

Negative Verkaufspreise vs. Risiken

Russlands Angriff auf die Ukraine hat viele Länder umdenken lassen. Sie haben ihre Energieproduktion neu geordnet und ihre Lieferanten diversifiziert. Doch obwohl der erneuerbare Strom zu Zeiten, in denen er nicht mehr benötigt wird zu negativen Preisen an den Börsen „verkauft“ wird, steigt der Preis für die Neukunden immer weiter.

Er hat aktuell den höchsten Stand seit Winter 2024 erreicht. Das gilt sinngemäß auch für das Gas. Doch während Gas in den vergangenen Jahren oftmals der Treiber für den Strompreis war, hat sich diese Entwicklung zuletzt voneinander abgekoppelt.

Mögliche Entwicklungen eingepreist

Doch die Anbieter scheinen bereits möglich neue Krisenszenarien in ihre Preise für Neukunden einzupreisen, daher steigen die Preise wieder. Der Nahe Osten und die Ukraine bleiben hohe Risikofaktoren für die europäische Energieversorgung. Solange es hier nicht zu einer Befriedung kommt, bleibt die Situation unübersichtlich.

Das ist auch ein Problem für die Bitcoin-Miner. Sie sind direkt von den Stromkosten abhängig, auch wenn manche von ihnen immer wieder auf kreative Lösungen zurückzugreifen und beispielsweise auf die Überproduktion setzen. Neue Coins wie Green Bitcoin machen sich das Thema zur Aufgabe und versuchen so Investoren von sich zu überzeugen.

Die Speicherung von Strom bleibt ein Flaschenhals

Entsprechend ist es schwierig, die Preise für einen längeren Zeitraum zu kalkulieren. Dazu kommt noch, dass der Strom aus erneuerbarer Energie nicht dazu taugt, Flauten zu überstehen oder für einen Krisenwinter vorzusorgen. Solange das Problem einer langfristigen Speicherung von Strom nicht gelöst ist, wird dies auch so bleiben.

Schließlich wird erneuerbarer Strom vorwiegend dann produziert, wenn ohnehin ausreichend Energie vorhanden ist. Das gilt hauptsächlich tagsüber im Sommer. Das führt dann dazu, dass dieser Strom zu negativen Preisen an den Börsen gehandelt wird. Die Produzenten müssen im schlimmsten Fall also sogar Geld dafür bezahlen, dass jemand den Strom abnimmt.

Die verstärkte Produktion von erneuerbarer Energie aus Sonne und Wind kann also nicht dabei helfen, die Schwankungen bei den Einkaufspreisen langfristig zu kalkulieren und die Preise stabiler zu halten.

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