Die Inflation in den USA steigt an, noch bevor Trump im Amt ist
Die Wall Street erwartet sich vom neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump wieder gute Geschäfte. Nicht umsonst reagierten die Börsen auf seine Wahl mit einem Kursfeuerwerk. Über dieses dürfen sich aktuell auch die Besitzer von Bitcoin freuen, dessen Kurs gestern mit knapp 93.000 Dollar neuerlich einen Rekordwert erreichte.

Doch während sich selbst neue Coins wie Flockerz über mehr Aufmerksamkeit freuen dürfen, verdüstert sich die Lage an der Inflationsfront. Trumps geplante Maßnahmen gelten als inflationsfördernd, doch schon jetzt ziehen die Preise in den USA bereits wieder an.
Zinssenkungen im nächsten Jahr fraglich
Lag die Inflationsrate im September noch bei 2,4 Prozent, stieg sie im Oktober wieder auf 2,6 Prozent. Das ist zwar grundsätzlich nicht überraschend, schließlich steigen die Preise in den letzten Monaten des Jahres traditionell stärker, doch die Ausgangsbasis für die amerikanische Notenbank und den neuen Präsidenten wird so schwieriger.
Nichtsdestoweniger erwarten Beobachter, dass die amerikanische Notenbank Fed ihren geldpolitischen Kurs vorerst nicht ändert und im Dezember die nächste Senkung der Leitzinsen verkünden wird. Die USA folgen damit dem Trend, der auch in Deutschland zu beobachten war. Auch hierzulande sind die Preise zuletzt wieder stärker gestiegen.
Geht es nach den Plänen der Währungshüter, dann soll die Inflation im nächsten Jahr unter dem Zielwert von zwei Prozent zu liegen kommen, um sich danach knapp über zwei Prozent einzupendeln.
Zölle, Steuersenkungen und weniger Einwanderer könnten die Preise antreiben
Doch noch liegt die Kerninflation in den USA bei 3,3 Prozent. Diese Messzahl berücksichtigt die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel. Daher ist derzeit nicht absehbar, wie die Fed im nächsten Jahre reagieren wird. Sie ist jetzt gefordert, die ersten Maßnahmen der neuen US-Regierung genau zu beobachten und für sich zu bewerten. Wenn Trump seine Ankündigungen wahrmacht, könnte die Notenbank zinspolitisch wieder auf die Bremse treten, um die Inflation nicht erneut ansteigen zu lassen.
Immerhin möchte der neue US-Präsident verstärkt Zölle einheben, die Steuern senken und die Einwanderung begrenzen. All diese Maßnahmen gelten als inflationsfördernd, daher ist Wachsamkeit angesagt.
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