Bitcoin-Kapitulation erreicht historische Ausmaße: Jetzt kaufen?

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Der Bitcoin-Markt erlebt aktuell eine der schwierigsten Phasen seit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Der Kurs fiel zeitweise unter die Marke von 60.000 US-Dollar, Milliarden flossen aus den Spot-Bitcoin-ETFs ab und zahlreiche Anleger verkauften ihre Bestände mit Verlust. Dennoch sehen einige Analysten gerade in dieser extrem negativen Stimmung erste Anzeichen für eine mögliche Bodenbildung.

Bitcoin-ETFs beenden historische Abflussserie

Ein zentraler Belastungsfaktor der vergangenen Wochen waren die massiven Kapitalabflüsse aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs. Seit Mitte Mai verzeichneten die Produkte insgesamt rund 4,4 Milliarden US-Dollar an Nettoabflüssen.

Nun gibt es jedoch erstmals ein kleines positives Signal. Nach 13 Handelstagen in Folge mit Abflüssen konnten die ETFs wieder einen grünen Tag verbuchen. Zwar flossen lediglich rund 3 Millionen US-Dollar netto in die Produkte, doch damit endete zumindest die längste Verlustserie seit Monaten.

Auffällig ist dabei, dass vor allem der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock weiterhin Zuflüsse verzeichnete. Allein an diesem Tag flossen rund 47,7 Millionen US-Dollar in den Fonds, während andere Anbieter wie Fidelity, Bitwise und Ark weiterhin Abflüsse meldeten.

Auch wenn das Volumen der Zuflüsse im Vergleich zu den vorherigen Abflüssen gering ausfällt, werten Marktbeobachter das Ende der Serie als ersten möglichen Stimmungsumschwung.

Kurzfristige Anleger verkaufen mit Rekordverlusten

Noch deutlicher zeigt sich die Panik am Markt in den On-Chain-Daten.

Laut dem bekannten Analysten Scott Melker, besser bekannt als „The Wolf Of All Streets“, haben kurzfristige Bitcoin-Halter aktuell die größten realisierten Verluste in der Geschichte des Netzwerks erreicht. Das Verhältnis von realisierten Gewinnen zu Verlusten sei auf ein neues Allzeittief gefallen und liege sogar unter den Werten früherer Bärenmärkte.

Gleichzeitig befinden sich laut den Daten rund 5,3 Millionen Bitcoin langfristiger Investoren aktuell im Verlustbereich. Das sei mehr als während der Zeit unmittelbar nach dem FTX-Zusammenbruch und markiere den höchsten Wert seit der Corona-Krise.

Historisch betrachtet traten derartige Extremsituationen häufig in Phasen auf, in denen viele Marktteilnehmer kapitulierten und ihre Bestände aus Angst vor weiteren Verlusten verkauften.

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VanEck sieht Chancen für das vierte Quartal

Trotz der aktuellen Schwäche bleibt nicht jeder Marktbeobachter pessimistisch.

Der Leiter der Research-Abteilung von VanEck erklärte kürzlich, dass Kapital seiner Einschätzung nach innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate wieder verstärkt in Kryptowährungen mit realem Nutzen fließen dürfte.

Besonders interessant sei dabei der Blick auf das vierte Quartal. Aus Sicht des Analysten könnte dies die Phase sein, in der Anleger vollständig positioniert sein möchten, bevor neues Kapital in den Markt zurückkehrt.

Diese Einschätzung steht im Kontrast zur aktuellen Stimmungslage. Prognosemärkte wie Kalshi rechnen derzeit nur mit einer relativ geringen Wahrscheinlichkeit dafür, dass Bitcoin kurzfristig wieder die Marke von 100.000 US-Dollar erreicht. Genau solche Situationen hätten in der Vergangenheit jedoch häufig den Nährboden für überraschende Trendwechsel geschaffen.

Extrem negative Stimmung könnte Kontraindikator sein

Besonders bemerkenswert ist, wie stark sich die Stimmung innerhalb weniger Wochen verändert hat. Noch im Mai dominierten Optimismus und neue Kursziele jenseits der bisherigen Höchststände. Nach dem jüngsten Rückgang hat sich das Sentiment nahezu vollständig gedreht.

Genau dieser Umschwung lässt einige Analysten aufhorchen. Historisch entstanden größere Tiefpunkte oft dann, wenn Anleger ihre Hoffnungen aufgaben, ETF-Abflüsse Schlagzeilen bestimmten und kurzfristige Investoren ihre Positionen mit hohen Verlusten auflösten.

Ob sich dieses Muster erneut wiederholt, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass zahlreiche Indikatoren inzwischen Niveaus erreicht haben, die zuletzt während der größten Panikphasen des aktuellen Bitcoin-Zyklus beobachtet wurden. Für Anleger dürfte daher insbesondere die Entwicklung der ETF-Zuflüsse und der On-Chain-Daten in den kommenden Wochen von besonderer Bedeutung sein.

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