17 Milliarden Dollar weg: Die wahren Ursachen hinter den Krypto-Hacks

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

In den vergangenen Wochen ist das Thema Sicherheit im Kryptomarkt wieder brutal in den Vordergrund gerückt. Allein im April erschütterten mit Drift Protocol und Kelp DAO gleich zwei besonders schwere Vorfälle den DeFi-Sektor. Bei Drift wurde Anfang April ein Schaden von rund 285 Millionen US-Dollar gemeldet.

Nach bisherigen Erkenntnissen ging es dabei nicht um einen klassischen Smart-Contract-Bug, sondern um einen komplexen Angriff auf Governance- und Signaturprozesse. Nur wenige Wochen später folgte dann der nächste Schock: Beim Restaking-Projekt Kelp DAO wurden am 19. April rund 292 bis 294 Millionen US-Dollar in rsETH entwendet.

Der Vorfall soll mit verdächtigen Cross-Chain-Aktivitäten rund um die Bridge-Infrastruktur zusammenhängen. Beide Fälle zeigen eindrucksvoll, dass DeFi-Risiken heute weit über simplen fehlerhaften Code hinausgehen. Angreifer attackieren inzwischen immer häufiger operative Prozesse, Schlüsselverwaltung, Brücken und menschliche Schwachstellen. Genau das untergräbt das Vertrauen vieler Anleger aktuell massiv.

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17 Milliarden US-Dollar verloren: Das zeigen die Daten von DefiLlama

Ein Blick auf die Daten von DefiLlama macht deutlich, wie groß das Problem inzwischen geworden ist. Auf der Hacks-Seite weist die Plattform derzeit einen kumulierten Schaden von 16,493 Milliarden US-Dollar aus. Davon entfallen 7,721 Milliarden US-Dollar auf DeFi selbst, weitere 2,907 Milliarden US-Dollar auf Bridges.

Cointelegraph verweist unter Berufung auf DefiLlama zudem auf mehr als 17 Milliarden US-Dollar Verlust über 518 dokumentierte Krypto-Hacks in den vergangenen zehn Jahren. Damit ist klar: Es handelt sich längst nicht mehr um vereinzelte Ausreißer, sondern um ein strukturelles Problem des gesamten Sektors.

Besonders auffällig ist dabei, dass einige der größten Einzelfälle der vergangenen Jahre bis heute die Statistik dominieren. In den von DefiLlama gelisteten Top-Fällen finden sich unter anderem LuBian mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Bybit mit 1,4 Milliarden US-Dollar, Ronin Bridge mit 624 Millionen US-Dollar, Poly Network mit 611 Millionen US-Dollar sowie Binance Bridge mit 570 Millionen US-Dollar.

hacks

Das zeigt, wie stark wenige Mega-Hacks die Gesamtbilanz nach oben treiben. Gleichzeitig macht die Monatsübersicht klar, dass es keine lineare Entspannung gibt. Stattdessen treten immer wieder einzelne extreme Ausschläge auf, die ganze Jahre prägen. Genau das war nun auch im April 2026 wieder zu beobachten, als die Vorfälle bei Drift und Kelp DAO innerhalb kurzer Zeit einen neuen Belastungstest für den Markt auslösten.

Private Keys am teuersten, Logikfehler am häufigsten

Besonders spannend ist die Einordnung der häufigsten Ursachen. Laut den von DefiLlama ausgewerteten Daten, die auch von dem Analysten Poopman hervorgehoben wurden, sind kompromittierte Private Keys der mit Abstand teuerste Angriffsvektor im Kryptomarkt.

Sie sollen für 8,46 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 48,5 Prozent aller erfassten Verluste verantwortlich sein. Smart-Contract-Logikfehler sind dagegen laut dieser Auswertung der häufigste Angriffsweg nach Anzahl der Fälle: 125 Angriffe mit zusammen rund 1,3 Milliarden US-Dollar Schaden, im Schnitt also etwa 10 Millionen US-Dollar pro Fall.

Die Aussage dahinter ist wichtig: Nicht jede häufige Schwachstelle ist automatisch auch die teuerste. Logikfehler treten öfter auf, doch wenn Schlüssel, Signaturrechte oder zentrale Zugänge kompromittiert werden, steigt das Schadenspotenzial massiv.

Genau deshalb verschiebt sich die Debatte in der Branche zunehmend weg von der reinen Code-Prüfung hin zu Themen wie Wallet-Sicherheit, Multisig-Prozessen, Infrastruktur, Bridge-Design und operativer Disziplin. Die jüngsten Fälle bei Drift und Kelp DAO passen genau in dieses Bild.

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