XRP News: Ripple-Chef Garlinghouse fordert CLARITY Act


In den aktuellen XRP News hat sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse am 22. Juli öffentlich zu Wort gemeldet. Mit einem direkten Appell an den US-Kongress forderte er Fortschritte beim Digital Asset Market CLARITY Act. Dabei verstärkte er eine Botschaft von Ripples Chefjurist Stu Alderoty mit einem deutlichen Urteil: „Das Perfekte darf nicht der Feind des Guten sein.“
Dieser Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Gesetzentwurf in aktiven Verhandlungen im Senat befindet. Sieben demokratische Senatoren fordern derzeit strengere Schutzmaßnahmen für Verbraucher und eine Verschärfung der Durchsetzungsmechanismen, bevor es zu einer Abstimmung im Plenum kommt.
Alderoty hatte den CLARITY Act explizit als Verbraucherschutzmaßnahme dargestellt. Er verwies auf verstärkte Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, erweiterte Befugnisse für Strafverfolgungsbehörden und neue Kompetenzen für die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten. Garlinghouse schloss sich dieser Argumentation vollumfänglich an.
Lauren Belive, Ripples globale Co-Leiterin für öffentliche Ordnung, verdeutlichte die Brisanz der Lage. Sie warnte davor, dass eine Ablehnung des Gesetzes Nutzer digitaler Assets denselben strukturellen Lücken aussetzen könnte, die bereits den Kollaps von FTX ermöglichten.
Die institutionelle Dimension spielt in der Strategie von Ripple eine zentrale Rolle. Garlinghouse hat den CLARITY Act wiederholt als die letzte gesetzgeberische Hürde bezeichnet, die XRP daran hindert, echte institutionelle Größenordnungen zu erreichen. Eine Einstufung als Rohstoff durch die CFTC würde den Zugang für Institutionen massiv erleichtern.
XRP News: Lummis verteidigt das Rahmenwerk gegen Widerstand der Demokraten
Senatorin Cynthia Lummis führt weiterhin die Verteidigung des Entwurfs auf republikanischer Seite an. Sie beschreibt CLARITY als ein Rahmenwerk, das die Rechenschaftspflicht der Regulierungsbehörden schärft, die Marktüberwachung verbessert und rechtskonformen Unternehmen klare Spielregeln vorgibt.
Ihr Argument lautet, dass klare Bundesstandards sowohl legitimen Firmen als auch den Behörden zugutekommen, die Fehlverhalten ahnden müssen. Diese Position soll Stimmen der Demokraten gewinnen, indem das Gesetz als Infrastruktur zur Durchsetzung von Regeln und nicht als bloßes Entgegenkommen für die Branche positioniert wird.
Bisher konnte diese Argumentation die Zweifler im Senat jedoch noch nicht überzeugen. Da die Bedenken vor allem die Aufsichtsanforderungen und den finanziellen Verbraucherschutz betreffen, erhöht Garlinghouse nun öffentlich den Druck auf die Gesetzgeber, eine Lösung zu finden.
Finanzriesen und Tech-Firmen erweitern die Koalition
Die Unterstützung für den CLARITY Act geht längst über die Kernzielgruppe der Krypto-Regulierung hinaus. Fidelity hat den Senat direkt zum Handeln aufgefordert und verwies dabei auf Trends bei der institutionellen Beteiligung, die regulatorische Sicherheit dringend erforderlich machen.
Auch der Chef von Goldman Sachs hat seine Unterstützung für einen definierten Rahmen für digitale Vermögenswerte zum Ausdruck gebracht. Parallel dazu führt die Organisation „Stand With Crypto“ eine koordinierte Basiskampagne durch, um die Stimmung der Nutzer direkt an den Kongress zu übermitteln.
Mehr als 200 Organisationen haben sich dem offiziellen Aufruf für Fortschritte bei der Gesetzgebung angeschlossen, während über 1.200 Technologieunternehmen separat ein Bundesrahmenwerk für Kryptowährungen fordern.
Die Breite dieser Koalition ist das stärkste strukturelle Argument für Ripple: Wenn etablierte Wall-Street-Akteure und Silicon-Valley-Unternehmen an einem Strang ziehen, entstehen für moderate Senatoren reale politische Kosten, wenn sie den Prozess aus rein prozeduralen Gründen blockieren.
Für XRP sind die Auswirkungen konkret. Institutionelle Reibungsverluste rund um Ripples RLUSD und das breitere XRP-Ökosystem bestehen vor allem deshalb fort, weil die gesetzliche Einstufung ungeklärt bleibt. Klare regulatorische Standards unter dem CLARITY Act würden diese Unklarheit beseitigen und den Zugang zu Kapitalpools öffnen, die Anlagen in regulatorischen Grauzonen derzeit meiden.
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