Nigel Farage steigt bei „Stack BTC“ ein: Politisches Schwergewicht setzt auf britische Bitcoin-Reserve
Der Vorsitzende der Reform UK Party, Nigel Farage, hat am 9. März 2026 ein deutliches Zeichen für seine Krypto-Ambitionen gesetzt. Über sein Medienunternehmen „Thorn In The Side“ investierte er rund 286.000 US-Dollar (215.000 Pfund) in das Londoner Unternehmen Stack BTC. Mit diesem Schritt sichert sich Farage einen Anteil von 6,31 % an der an der Aquis-Börse gelisteten Bitcoin-Treasury-Gesellschaft.
Besonders brisant: Der Aufsichtsrat von Stack BTC wird vom ehemaligen britischen Finanzminister Kwasi Kwarteng geleitet, der zusammen mit seiner Frau ebenfalls knapp 6 % der Anteile hält. Das Unternehmen verfolgt eine ähnliche Strategie wie Michael Saylors MicroStrategy und wandelt seine Kapitalreserven systematisch in Bitcoin um.
Strategische Allianz mit Blockchain.com
Im Zuge einer Finanzierungsrunde, an der sich neben Farage auch der Branchenriese Blockchain.com beteiligte, sammelte Stack BTC frisches Kapital ein. Die Partnerschaft mit Blockchain.com soll dem Unternehmen dabei helfen, institutionelle Dienstleistungen für seine geplante Bitcoin-Reserve aufzubauen.
Aktuell hält Stack BTC etwa 21 Bitcoin im Wert von rund 1,4 Millionen US-Dollar, die erst vor wenigen Tagen in einer einzigen Tranche erworben wurden. Farage betonte bei seinem Einstieg, dass Großbritannien das Potenzial habe, ein globaler Hub für die Krypto-Industrie zu werden, und er die langfristigen Pläne des Unternehmens zur Übernahme britischer Firmen unterstütze.
Krypto-Spenden in der Kritik
Die Investition erfolgt inmitten einer hitzigen Debatte im britischen Unterhaus über die Rolle von Kryptowährungen in der Politik.
- Rekordspenden: Farages Partei Reform UK erhielt Ende 2025 weitere 4 Millionen Dollar vom Krypto-Investor Christopher Harborne, nachdem dieser bereits zuvor 12 Millionen Dollar gespendet hatte.
- Drohendes Verbot: Britische Sicherheitsbehörden und der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, Matt Western, fordern derzeit ein Moratorium oder gar ein vollständiges Verbot von Krypto-Spenden an politische Parteien, bis klare Richtlinien der Wahlkommission vorliegen.
Farage hingegen kündigte bereits an, im Falle eines Wahlsiegs (die nächste Wahl wird spätestens für August 2029 erwartet) einen umfassenden „Cryptoassets and Digital Finance Bill“ einzuführen, um den Sektor zu fördern.
Übrigens: Alles zu wirklich günstigen Kryptowährungen erfahren Sie hier.