Monad zeigt Stärke: Hat diese Layer-1 Potenzial?

Monad ist eine leistungsorientierte Layer-1-Blockchain, die vollständig mit der Ethereum Virtual Machine kompatibel ist. Entwickler können bestehende Solidity-Anwendungen und Ethereum-Werkzeuge weitgehend unverändert nutzen. Durch parallele und asynchrone Transaktionsverarbeitung soll das Netzwerk dennoch bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde erreichen. Das Mainnet ging im November 2025 an den Start.
Beim nativen Token MON hat sich diese technologische Erzählung zuletzt jedoch kaum im Kurs widergespiegelt. Der Coin ist aus den 100 größten Kryptowährungen herausgefallen und rangiert aktuell nur noch um Platz 133. Zugleich notiert MON rund 55 Prozent unter seinem Allzeithoch von 0,04883 US-Dollar. Kurzfristig fehlt weiterhin Momentum. Fundamental entwickelt sich das Ökosystem dagegen deutlich dynamischer.
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Monad-TVL steigt kräftig – Aave bringt neues Kapital ins Netzwerk
Besonders deutlich zeigt sich die jüngste Stärke beim Total Value Locked. Dieser Wert beschreibt das Kapital, das in Smart Contracts und DeFi-Anwendungen eines Netzwerks gebunden ist. Nach aktuellen Daten von DefiLlama liegt Monads TVL inzwischen bei rund 547 Millionen US-Dollar. Damit hat sich das Netzwerk im Ranking der größten DeFi-Chains bis auf Rang zwölf vorgearbeitet und unter anderem Avalanche sowie Sui überholt. Allein innerhalb einer Woche legte der TVL zuletzt prozentual zweistellig zu.
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der Start von Aave V3 auf Monad. Das etablierte Lending-Protokoll ermöglicht Nutzern, Kryptowährungen zu hinterlegen, Kredite aufzunehmen und Renditen auf bereitgestellte Liquidität zu erzielen. Bereits kurz nach dem Start überschritten die Einlagen im neuen Monad-Markt die Marke von 100 Millionen US-Dollar. Die im Screenshot ausgewiesene Marktgröße ist mittlerweile sogar auf rund 263 Millionen US-Dollar gestiegen, während sich die aufgenommenen Kredite der Marke von 100 Millionen US-Dollar nähern.
Besonders stark nachgefragt wird syrupUSDC von Maple Finance. Aufgrund der hohen Auslastung wurde der zugehörige Supply-Cap bereits von 40 auf 80 Millionen US-Dollar angehoben. Parallel wurden die Obergrenzen bei anderen Vermögenswerten reduziert, um das Risiko des jungen Marktes kontrolliert zu steuern.
Der TVL-Anstieg ist dennoch nicht automatisch mit nachhaltiger Adoption gleichzusetzen. Ein Teil der Liquidität dürfte durch die für den Aave-Start vorgesehenen Anreize angelockt worden sein. Entscheidend wird daher sein, ob Kapital, Kreditnachfrage und Handelsaktivität auch nach dem Auslaufen anfänglicher Incentives im Ökosystem bleiben.
MIP-12: Monad beschleunigt seine Blockproduktion
Zusätzliche Impulse könnte das bevorstehende Netzwerk-Upgrade MIP-12 liefern. Die Aktualisierung wurde am 9. Juli bereits erfolgreich im Monad-Testnet aktiviert. Dort sank die durchschnittliche Blockzeit von bislang 400 auf rund 300 Millisekunden. Nach Angaben von Monad-Mitgründer Keone Hon soll die Umstellung kurze Zeit später auch auf dem Mainnet erfolgen. Ein endgültiges Aktivierungsdatum wurde in den offiziellen Release-Unterlagen bislang allerdings noch nicht eingetragen.
Technisch wird bei MIP-12 das sogenannte Vote Pacing des MonadBFT-Konsensmechanismus angepasst. Validatoren können ihre Abstimmungsrunden künftig in kürzeren Intervallen durchführen, wodurch neue Blöcke etwa 25 Prozent schneller entstehen. Gleichzeitig sinkt die Blockbelohnung proportional von 25 auf 18 MON je Block. Damit soll verhindert werden, dass die höhere Anzahl produzierter Blöcke zu einer deutlich stärkeren Token-Emission führt.
Für Nutzer bedeutet die Änderung vor allem kürzere Wartezeiten. Besonders relevant ist dies für dezentrale Börsen, Kreditprotokolle, Blockchain-Games und andere Anwendungen, bei denen geringe Latenz einen wichtigen Wettbewerbsvorteil darstellt. Die bereits hohe theoretische Kapazität des Netzwerks wird durch MIP-12 also nicht nur auf mehr Transaktionen, sondern stärker auf eine schnellere Reaktionsfähigkeit ausgerichtet.
Das Release enthält darüber hinaus neue Funktionen für die Simulation mehrerer Transaktionen über verschiedene Blöcke sowie Schutzmechanismen gegen übermäßige RPC-Anfragen. Zudem müssen Node-Betreiber eine einmalige Datenbankmigration durchführen. Das Upgrade ist somit mehr als eine reine Geschwindigkeitsanpassung: Monad verbessert parallel Entwicklerwerkzeuge, Stabilität und Netzwerkinfrastruktur.
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