Krypto-Prominenz kehrt um – warum Mark Cuban, David Hoffman und Michael Saylor verkaufen

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Jahrelang predigten sie HODLn, Dezentralisierung und finanzielle Souveränität. Jetzt verkaufen einige der bekanntesten Krypto-Gesichter ihre Bestände – und ihre Begründungen sind so unterschiedlich wie ihre Portfolios.

Der Krypto-Markt erlebt gerade eine bemerkenswerte Welle prominenter Abkehr. Während sich der breite Markt im Abwärtstrend befindet, machen mehrere bekannte Investoren und Influencer öffentlich, dass sie Teile oder sogar ihren gesamten Krypto-Bestand verkauft haben. Die Gründe sind vielfältig – und werfen ein interessantes Licht auf die aktuelle Verfassung der Branche.

Mark Cuban: Hedge-These gescheitert

Mark Cuban hatte Bitcoin einst als großartigen Wertspeicher und Inflations-Hedge bezeichnet. Nun ist der Milliardär eigenen Aussagen zufolge enttäuscht. Seine Verkäufe begannen bei rund 120.000 US-Dollar und endeten bei etwa 88.000 US-Dollar. Der Iran-Krieg habe ihm gezeigt, dass Bitcoin in Krisenzeiten eben nicht als sicherer Hafen funktioniert – seine zentrale These habe sich schlicht nicht bewahrheitet. Cubans nüchternes Fazit: Bitcoin beziehe seinen Wert ausschließlich aus Angebot und Nachfrage, mit einer kleinen Prämie für Zahlungen. An seinem Ethereum-Bestand hält er hingegen weiterhin fest.

David Hoffman: Vom Ethereum-Evangelisten zum ETH-Verkäufer

Noch überraschender ist der Sinneswandel von David Hoffman, Co-Host des einflussreichen Krypto-Podcasts Bankless. Der 33-Jährige hat sämtliche Ethereum-Bestände veräußert – und begründet das mit dem Verlust an Narrativ-Stärke. Das Zahlungsmittel-Narrativ von Ethereum sei ins Stocken geraten, neue überzeugende Erzählungen fehlten. Zudem habe sich gezeigt, dass steigende institutionelle Nutzung der Blockchain nicht automatisch den Kurs treibt. Kritik übt Hoffman auch an Vitalik Buterin, dem er vorwirft, zu sehr an veralteten Werten festzuhalten statt zukunftsorientiert zu handeln. Nicht zuletzt nennt er persönliche Gründe: Ohne eigene ETH-Positionen könne er wieder als neutralerer Berichterstatter wahrgenommen werden.

Saylor bricht sein zentrales Versprechen

Am symbolträchtigsten ist der erste Bitcoin-Verkauf von Strategy. 32 Bitcoin für rund 2,5 Millionen US-Dollar – gemessen am Gesamtbestand von über 840.000 BTC eine Marginalie, symbolisch jedoch ein Einschnitt. Saylor hatte jahrelang kategorisch ausgeschlossen, auch nur einen Satoshi zu verkaufen. Nun hat er es getan – und schweigt zu den genauen Gründen. In früheren Äußerungen hatte er angedeutet, Verkäufe könnten zur Erfüllung finanzieller Verpflichtungen und Dividendenzahlungen dienen. Marktbeobachter vermuten, es könnte sich um eine Testtransaktion handeln, der weitere folgen könnten.

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