Krypto News: Neue Vorwürfe rund um Terra-Crash! Hat Jane Street vom Zusammenbruch profitiert?

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Mehr als vier Jahre nach dem spektakulären Zusammenbruch des Terra-Ökosystems sorgen neue Gerichtsunterlagen erneut für massive Diskussionen in der Kryptoszene. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht diesmal das bekannte Trading-Unternehmen Jane Street, das laut neu veröffentlichten Dokumenten kurz vor dem Kollaps von TerraUSD (UST) und LUNA gezielt auf fallende Kurse gesetzt und damit rund 134 Millionen US-Dollar verdient haben soll.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte es sich laut einigen Marktbeobachtern um einen der größten möglichen Insider-Trading-Skandale der Krypto-Geschichte handeln.

Neue Gerichtsunterlagen belasten Jane Street

Laut den nun entsiegelten Unterlagen soll Jane Street bereits vor dem Zusammenbruch Zugang zu nicht öffentlichen Informationen über die Probleme innerhalb des Terra-Ökosystems gehabt haben.

Besonders brisant: Die Informationen sollen über einen privaten Telegram-Chat mit dem Namen „Bryce’s Secret“ weitergegeben worden sein. Dieser Chat wurde laut den Dokumenten von Bryce Pratt betrieben, einem ehemaligen Terraform-Mitarbeiter, der später zu Jane Street gewechselt sein soll.

Den Vorwürfen zufolge nutzte Jane Street diese Informationen zunächst, um eigene UST-Positionen rechtzeitig zu schließen. Anschließend sollen zusätzlich Short-Positionen auf LUNA eröffnet worden sein, um direkt vom Zusammenbruch des Systems zu profitieren.

Verdächtige Trades kurz vor dem Zusammenbruch

Ein besonders auffälliger Vorgang betrifft eine große UST-Transaktion auf Curve Finance. Laut den Unterlagen soll Jane Street rund 85 Millionen US-Dollar an UST verkauft haben – nur neun Minuten nachdem Terraform Labs intern 150 Millionen Dollar Liquidität aus demselben Pool entfernt hatte.

Öffentlich bekannt war dieser Schritt zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht.

Viele Analysten sehen genau diesen Zeitpunkt als entscheidenden Moment, der die spätere Destabilisierung des UST-Stablecoins massiv beschleunigt haben könnte. Durch den Abzug der Liquidität wurde das System deutlich anfälliger für größere Verkäufe.

Zusätzlich sollen interne Nachrichten zeigen, dass Beteiligte später darüber diskutierten, wie Wallets „decommissioned“ oder verschleiert werden könnten, nachdem On-Chain-Analysten verdächtige Aktivitäten entdeckt hatten.

Lies auch: Neue Kryptowährungen mit Potenzial

Terra-Crash zählt weiterhin zu den größten Krypto-Katastrophen

Der Zusammenbruch von TerraUSD und LUNA im Jahr 2022 gilt bis heute als einer der größten Schocks der Krypto-Geschichte. Innerhalb weniger Tage wurden damals über 40 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet.

UST verlor seine Bindung an den US-Dollar vollständig, während der LUNA-Token praktisch auf null abstürzte. Zahlreiche Anleger verloren dabei enorme Summen, viele Unternehmen aus dem Kryptosektor gerieten anschließend selbst in finanzielle Schwierigkeiten.

Der Terra-Crash löste zudem eine Kettenreaktion aus, die später unter anderem zum Zusammenbruch von Celsius, Three Arrows Capital und weiteren bekannten Kryptofirmen beitrug.

Folgen für den Kryptomarkt könnten erheblich sein

Sollten sich die Vorwürfe gegen Jane Street bestätigen, dürfte dies erneut eine Diskussion über Regulierung, Transparenz und Insiderhandel im Kryptosektor auslösen.

Gerade institutionelle Akteure stehen seit Jahren unter besonderer Beobachtung, da der Kryptomarkt im Vergleich zu klassischen Finanzmärkten deutlich weniger reguliert ist. Kritiker argumentieren deshalb immer wieder, dass große Handelsfirmen durch Informationsvorteile massive Gewinne auf Kosten normaler Anleger erzielen könnten.

Ob die Vorwürfe letztlich gerichtsfest bewiesen werden können, bleibt aktuell jedoch offen. Klar ist allerdings schon jetzt: Der Terra-Zusammenbruch beschäftigt die Kryptobranche auch Jahre später weiterhin – und könnte noch deutlich größere Folgen nach sich ziehen als bislang angenommen.

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