Japans Megabanken planen Yen-Stablecoin bis März 2027

Die MUFG Bank, die Mizuho Bank und die Sumitomo Mitsui Banking Corporation (SMBC) haben einen formellen gemeinsamen Rat gegründet, um bis zum Ende des japanischen Geschäftsjahres 2026 (März 2027) einen Yen-basierten Krypto-Stablecoin zu entwickeln und gemeinsam auszugeben.
Der Stablecoin wird im Rahmen eines Treuhandvertrags ausgegeben, wobei alle drei Banken als gemeinsame Stifter fungieren und eine Treuhandbank oder eine ähnliche Institution als Treuhänder dient. Dies ist kein Pilotprojekt – drei systemrelevante Institutionen haben sich auf eine gemeinsame Infrastruktur verpflichtet.
Japan’s largest banks are moving closer to stablecoin adoption.
— Pay3 (@pay3money) June 11, 2026
The three biggest financial groups in Japan, @mufgcr_official , Sumitomo Mitsui Financial Group, and @MizuhoAmericas, are planning to jointly issue stablecoins by March 2027. pic.twitter.com/LK4JzNTOgV
Die Initiative operiert unter dem Payment Innovation Project der Finanzaufsicht FSA und folgt auf ein Pilotprojekt Ende 2025. In diesem wurde untersucht, ob eine bankenübergreifende Stablecoin-Emission, wie es die Banken formulierten, „rechtlich und angemessen“ durchgeführt werden könne.
Die Antwort lautete offensichtlich Ja. Zusammen verwalten MUFG, Mizuho und SMBC ein Vermögen von mehr als 7 Billionen US-Dollar, was dies zur bisher größten institutionellen Stablecoin-Initiative Japans in Asien macht.
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Japanisches Zahlungsdienstleistungsgesetz: Die regulatorische Architektur hinter der Emission
Japans Stablecoin-Regulierung nahm im Juni 2023 Gestalt an, als Änderungen am Zahlungsdienstleistungsgesetz (Payment Services Act, PSA) ein formelles Lizenzierungssystem für Fiat-gekoppelte Stablecoins einführten und diese als elektronische Zahlungsinstrumente klassifizierten.
Das Gesetz beschränkt die inländische Emission auf drei Kategorien von Unternehmen: lizenzierte Banken, Treuhandgesellschaften oder Treuhandbanken sowie registrierte Geldtransferdienstleister. Diese Beschränkung bildet den strukturellen Schutzwall, den die Megabanken nun überschreiten.
Das Payment Innovation Project der FSA, das im seit 2017 operativen FinTech Proof-of-Concept Hub angesiedelt ist, bot den offiziellen Rahmen für den Pilotversuch Ende 2025.
➥ Japan's 3 megabanks just agreed to issue ONE shared yen stablecoin. This is the most underrated stablecoin story of the year
— Capy Research (@Capy_Research) June 11, 2026
Announced today: MUFG, SMBC and Mizuho will run live commercial transactions of a jointly issued stablecoin within fiscal 2026 (ends March 2027).
The… pic.twitter.com/Sfgp0dqtph
Aktualisierte PSA-Änderungen für 2026 traten am 13. Juni 2026 vollständig in Kraft. Sie verschärften die Travel-Rule-Verpflichtungen für grenzüberschreitende Transaktionen und stärkten die Durchsetzungsbefugnisse der FSA. Seit dem 1. Juni 2026 können auch ausländische Stablecoins vom Treuhand-Typ in Japan als elektronische Zahlungsinstrumente betrieben werden, sofern sie die FSA-Lizenzierung, das Sicherheitenmanagement und die Audit-Standards erfüllen.
Die Reservevorschriften sind spezifisch: Emittenten von Treuhand-Stablecoins dürfen bis zu 50 % der Reserven in kurzfristige japanische Staatsanleihen (JGBs) investieren. Es wird erwartet, dass der Yen-Stablecoin der Megabanken vollständig besichert ist – gedeckt durch Bargeld und JGBs, die treuhänderisch verwaltet werden. Dies steht im Einklang mit den Anforderungen der FSA zur Trennung von Vermögenswerten und zur Rückzahlung zum Nennwert.
Das Feld der Yen-Stablecoins: JPYC, JPYSC, EJPY und nun die Megabanken
Die Megabanken betreten einen Markt für Yen-Stablecoins, der sich seit der regulatorischen Klarheit von 2023 schnell entwickelt hat. JPYC Inc. brachte im Oktober 2025 mit JPYC den ersten rechtlich anerkannten, auf Yen lautenden Stablecoin Japans auf den Markt.
Die FSA stufte diesen im April 2026 unter denselben regulierten Rahmen für Zahlungsdienste ein wie PayPay und Rakuten Pay – ein Zeichen dafür, wie sehr das Produkt bereits im Mainstream angekommen ist.
SBI Holdings und die Startale Group folgten im Februar 2026 mit JPYSC, einem von der SBI Shinsei Trust Bank ausgegebenen und treuhandgesicherten Yen-Stablecoin, der auf institutionelle und grenzüberschreitende Anwendungsfälle abzielt. Die Japan Blockchain Foundation kündigte im Mai 2026 EJPY an, der auf der Japan Open Chain und Ethereum ausgegeben werden soll.

Auf der Dollar-Seite kämpfen große Finanzinstitute ebenfalls um eine Krypto-Basis. USDC wurde im März 2025 als erster an den Dollar gekoppelter Stablecoin in Japan zugelassen (ausgegeben von SBI), und auch Ripple hat gemeinsam mit SBI Holdings Pläne zur Einführung von RLUSD in Japan angekündigt.
Was das Co-Issuance-Modell der Megabanken unterscheidet, ist nicht die Technologie, sondern das regulatorische Gewicht. Während JPYC und JPYSC konforme Produkte sind, genießt ein gemeinsamer Yen-Stablecoin der drei dominanten Bankengruppen Japans eine völlig andere institutionelle Glaubwürdigkeit und ermöglicht ein weitaus größeres potenzielles Abwicklungsvolumen.
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