FBI durchsucht New Yorker Wohnung des CEOs von Polymarket
Unerwarteter Besuch bei Shayne Coplan: Am Morgen des 13. November durchsuchte des FBI die Wohnung des Polymarket-CEOs und beschlagnahmte seine elektronischen Geräte.
„Offensichtliche politische Vergeltungsmaßnahme“: Polymarket-Sprecher kritisiert Razzia
Gegen sechs Uhr morgens am 13. Novembers durchsuchten FBI-Agenten die New Yorker Wohnung des Polymarket-CEOs Shayne Coplan und forderten die Herausgabe seiner elektronischen Geräte – darunter auch sein Smartphone. Ein Sprecher der dezentralen Wettplattform Polymarket bestätigte den Vorfall und bezeichnete die Razzia als „offensichtliche politische Vergeltungsmaßnahme“ der Biden-Administration. Der Grund: Polymarket hatte zuvor den Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl, bei der Donald Trump das Rennen machte, korrekt vorhergesagt.
Einer anonymen Quelle zufolge hätten die Behörden die Informationen auch einfach auf „legalem Wege“ anfordern können. Stattdessen sei die Durchsuchung absichtlich inszeniert worden, um Polymarket medial in ein schlechtes Licht zu rücken. Die Quelle geht sogar so weit und behauptet, die Regierung wolle „einen Fall aufbauen, in dem der Wettplattform Marktmanipulation und Verzerrung von Umfragen“ vorgeworfen werden. Zu einer Verhaftung von Coplan kam es jedoch nicht.
Ermittlungen gegen Polymarket: US-Bürger konnten angeblich an Wetten teilnehmen
Das Nachrichtenunternehmen Bloomberg berichtete einige Stunden nach der Durchsuchung, dass das US-Justizministerium nun gegen Polymarket ermittle. Der Vorwurf: Die Plattform hätte US-amerikanischen Bürgern Zugriff auf die Website und damit eine Teilnahme an den Wetten ermöglicht. Zwar ist das in den USA verboten, allerdings hätten sich die Bürger mit einem VPN Zugang verschaffen können. Im Vorfeld überprüfte Polymarket allerdings, in welchem Land sich die wichtigsten Wettkunden aufhielten – um verbotene Wetteinsätze zu vermeiden.
Während der US-Präsidentschaftswahl verzeichnete Polymarket Wetten in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar. Damit geriet das Unternehmen in Kritik. Die Behörden wollen nun prüfen, wie groß der Einfluss der Wettplattform auf den Wahlprozess wirklich war. Das ist nicht die erste Begegnung von Polymarket mit dem Gesetz. Bereits im Januar 2022 zahlte die Plattform eine Geldstrafe in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar an die US Commodity Futures Trading Commission (kurz: CFTC). Damals bot Polymarket über 900 ereignisbasierte Märkte für binäre Optionen ohne die erforderliche Registrierung an.
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