Bitcoin-Miner warnt: Bärenmarkt bis Ende 2026, BTC auf 42.000 Dollar?

Bitcoin zeigt auch heute keine echte Erholung. Stattdessen fällt die wichtigste Kryptowährung erneut in Richtung 60.000 US-Dollar und bestätigt damit die anhaltende Schwäche im Markt. Der Crash geht weiter, während FUD, Angst und Zweifel unter Anlegern wieder deutlich zunehmen.
Besonders problematisch ist, dass wichtige Unterstützungszonen zuletzt verloren gingen und der übergeordnete Abwärtstrend damit intakt bleibt. Viele Marktteilnehmer hoffen zwar auf eine baldige Bodenbildung, doch nun warnt ein bekannter Bitcoin-Miner aus China vor einem deutlich tieferen Tief. Nach seiner Einschätzung könnte der finale Boden erst Ende 2026 erreicht werden – und deutlich unter dem aktuellen Kurs liegen.
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Bitcoin-Boden erst bei 42.000 US-Dollar? Miner warnt vor weiterem Crash
Der chinesische Bitcoin-Miner Jiang Zhuoer, Gründer des bekannten Mining-Pools BTC.TOP beziehungsweise eine bekannte Stimme aus der chinesischen Mining-Szene, sieht den aktuellen Bitcoin-Bärenmarkt offenbar noch nicht am Ende. Laut seiner Einschätzung könnte Bitcoin erst zwischen Oktober und Dezember 2026 seinen finalen Boden ausbilden. Besonders brisant: Die von ihm genannte Zielzone liegt bei nur rund 42.000 bis 44.000 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau um 60.000 US-Dollar würde dies noch einmal erhebliches Abwärtspotenzial bedeuten.
Seine Argumentation basiert vor allem auf dem sogenannten mNAV von Strategy. Dieses Verhältnis beschreibt vereinfacht den Aktienkurs von Strategy im Verhältnis zum Wert der pro Aktie gehaltenen Bitcoin-Bestände. Ein Wert über 1 signalisiert, dass der Markt Strategy mit einem Aufschlag bewertet. Ein Wert unter 1 deutet dagegen auf Pessimismus und eine Bewertung unterhalb des Bitcoin-Nettovermögens hin. Aktuell sei dieser mNAV laut Jiang auf rund 0,72 gefallen und damit nahe am Tief von 0,7 aus dem Mai 2022.
Spannend ist dabei sein Vergleich mit dem letzten Zyklus. Damals erreichte der mNAV von Strategy bereits im Mai 2022 sein Tief, während Bitcoin selbst erst rund sechs Monate später im November 2022 bei etwa 15.476 US-Dollar seinen finalen Boden markierte. Daraus leitet Jiang ab, dass ein Tief bei Strategy nicht automatisch ein sofortiges Tief bei Bitcoin bedeutet. Vielmehr könne der mNAV eine Art Frühindikator sein, dem der Bitcoin-Kurs erst mit Verzögerung folgt.
Zusätzlich verweist er auf sein Vier-Jahres-Zyklusmodell. Danach könnte Bitcoin am 31. Oktober 2026 rechnerisch bei rund 44.016 US-Dollar seinen Boden finden. Zugleich betont er jedoch, dass solche Modelle bei der zeitlichen Einordnung oft besser funktionieren als bei der exakten Preisprognose. Dennoch bleibt die Botschaft klar: Trotz der bereits massiven Korrektur könnte der Bärenmarkt nach dieser Lesart noch Monate andauern. Für Anleger bedeutet das, dass Vorsicht weiterhin angebracht bleibt. Eine schnelle V-förmige Erholung ist keineswegs garantiert.
Bitcoin-Miner unter Druck: JPMorgan warnt vor steigender Sensibilität
Natürlich geraten in einem solchen Marktumfeld auch die Bitcoin-Miner zunehmend unter Druck. Wenn Bitcoin fällt, sinken die Einnahmen der Miner unmittelbar, während viele Kosten relativ stabil bleiben. Strom, Infrastruktur, Hardware, Wartung und Finanzierung laufen weiter.
Genau deshalb wird der Mining-Sektor in einem Bärenmarkt oft zu einem wichtigen Stressindikator. Laut einem neuen JPMorgan-Bericht arbeitet inzwischen eine wachsende Zahl von Minern nahe an den eigenen Produktionskosten. Das bedeutet: Schon kleinere Kursverluste können entscheiden, ob Mining noch profitabel ist oder nicht.
Besonders kritisch ist, dass JPMorgan schätzt, dass rund 20 Prozent der Miner aktuell unprofitabel arbeiten. Damit steigt die Gefahr, dass schwächere Marktteilnehmer ihre Bitcoin-Bestände verkaufen müssen, um laufende Kosten zu decken. Genau solche Verkäufe können den Druck auf den Markt kurzfristig zusätzlich erhöhen. Mehrere börsennotierte Mining-Unternehmen hätten demnach bereits im ersten Quartal ihre Bitcoin-Verkäufe ausgeweitet, weil die Margen enger wurden.
Zugleich macht der Bericht deutlich, dass der Mining-Markt heute sensibler auf Preisbewegungen reagiert. Wenn mehr Miner nahe an der Profitabilitätsgrenze operieren, können Hashrate und Mining-Difficulty stärker auf Marktbedingungen reagieren. Sinkt der Bitcoin-Kurs weiter, könnten ineffiziente Miner abschalten. Das würde langfristig zwar die Schwierigkeit senken und stärkere Miner entlasten, kurzfristig aber bleibt der Sektor fragil.
Interessant ist auch, dass immer mehr Mining-Unternehmen nach neuen Einnahmequellen suchen. Besonders KI und High-Performance-Computing werden als Alternativen geprüft. Dies zeigt: Viele Miner wollen unabhängiger vom reinen Bitcoin-Mining werden. Der Druck im Kerngeschäft ist also real – und passt zur aktuellen Sorge, dass der Bitcoin-Bärenmarkt noch nicht ausgestanden ist.
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