Bitcoin News: Bitwise sieht Bodenbildung, CZ erwartet 1 Mio. Dollar

Bitcoin ist zuletzt erneut unter die Marke von 60.000 US-Dollar gerutscht und hat damit die ohnehin fragile Stimmung am Kryptomarkt weiter belastet. Doch der direkte Rebound über 61.000 US-Dollar zeigt zugleich: Die Bullen sind noch nicht verschwunden. Vielmehr spekulieren einige Marktteilnehmer nun darauf, dass Bitcoin im Bereich der jüngsten Tiefs einen Doppelboden ausbilden könnte.
Ein solcher Doppelboden wäre charttechnisch ein mögliches Signal dafür, dass der Verkaufsdruck nachlässt und Käufer wieder aggressiver auftreten. Sicher ist das allerdings nicht. Denn kurzfristig bleibt Bitcoin angeschlagen, während langfristige Bullen bereits wieder über Bodenbildung, neue Zyklen und deutlich höhere Kurse sprechen.
Neue Kryptowährungen in 2026 – hier mehr erfahren
Bitwise-CIO Matt Hougan sieht Bitcoin nahe am Boden
Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung von Matt Hougan, CIO des Vermögensverwalters Bitwise. Hougan argumentiert, dass Bitcoin dem Boden näherkommt und dass die jüngste Schwäche nicht zwangsläufig als Warnsignal verstanden werden müsse. Konkret verweist er darauf, dass der aktuelle Ausverkauf Teil eines schmerzhaften, aber normalen Marktzyklus sei. Laut Berichten bezeichnete Hougan auch den Abverkauf bei Strategys STRC auf rund 75 US-Dollar als „painful but necessary“ – also als schmerzhaft, aber notwendig. Für ihn ist dies eher ein Bereinigungsprozess als ein strukturelles Alarmsignal.
Der Gedanke dahinter: In späten Korrekturphasen werden häufig überhebelte Marktteilnehmer, schwache Hände und spekulative Übertreibungen aus dem Markt gespült. Genau diese Kapitulation kann später die Basis für eine nachhaltigere Erholung bilden. Hougan hatte bereits zuvor betont, dass sich große Marktakteure zwar uneinig über das exakte Tief sind, aber viele weiterhin von einem neuen Bitcoin-Bullenzyklus ausgehen. Galaxy Digital, NYDIG und Standard Chartered kamen laut Hougan zu unterschiedlichen Boden-Szenarien, doch der entscheidende Punkt sei weniger, ob das absolute Tief bereits erreicht wurde, sondern ob Bitcoin langfristig noch einen neuen Zyklus nach oben starten kann.
Für Anleger bedeutet das: Die Zone um 60.000 US-Dollar bleibt psychologisch extrem wichtig. Hält Bitcoin diesen Bereich und bestätigt sich ein Doppelboden, könnte dies kurzfristig neues Momentum bringen. Scheitert die Stabilisierung jedoch, bleiben weitere Rücksetzer möglich. Hougans These ist damit nicht blind bullisch, sondern zyklisch: Der Markt leidet, aber genau diese Schwäche könnte Teil der Bodenbildung sein.
CZ hält Bitcoin bei 1 Million US-Dollar für möglich
Noch deutlich bullischer klingt die langfristige Einschätzung von Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ. Der Binance-Gründer hält einen Bitcoin-Kurs von 1 Million US-Dollar bis 2033 für „totally possible“. Seine Argumentation basiert weniger auf kurzfristigen Chartmustern, sondern auf Adoption, Knappheit und Marktzyklen. Laut CZ besitzen weltweit gemessen am Vermögen wahrscheinlich noch weniger als ein Prozent der Menschen Bitcoin. Daraus leitet er ab, dass die potenzielle Nachfrage weiterhin massiv steigen könnte, wenn mehr Privatanleger, Unternehmen, Vermögensverwalter und institutionelle Investoren in den Markt eintreten.
CZ rechnet dabei in Zyklen. Sollte Bitcoin im nächsten großen Zyklus etwa um den Faktor fünf steigen, wäre ein Kurs im Bereich von 600.000 US-Dollar denkbar. Danach bräuchte es aus seiner Sicht in einem weiteren Zyklus nur noch ungefähr eine Verdopplung, um die Marke von 1 Million US-Dollar zu erreichen. Das klingt ambitioniert, ist aber aus Sicht vieler Bitcoin-Bullen nicht völlig abwegig, wenn man die begrenzte Menge von 21 Millionen BTC, die zunehmende institutionelle Infrastruktur und die wachsende Rolle von Bitcoin als digitales Wertaufbewahrungsmittel berücksichtigt.
Wichtig bleibt jedoch: Zwischen 61.000 US-Dollar und 1 Million US-Dollar liegt ein enormer Weg. Dafür müsste Bitcoin nicht nur einen Boden ausbilden, sondern auch wieder Kapitalzuflüsse, makroökonomische Rückenwinde und neues Vertrauen gewinnen. Kurzfristig dominiert weiter der Kampf um Stabilisierung.
Langfristig setzen Bullen wie CZ darauf, dass Bitcoin noch immer in einer frühen Adoptionsphase steckt. Genau daraus entsteht die zentrale bullische These: Wenn Angebot knapp bleibt und die Nachfrage über Jahre wächst, könnten selbst heute extreme Kursziele irgendwann realistischer wirken.
Beste Memecoins – unsere Cryptonews-Rangliste
