Bitcoin-Kurs zeigt „Anzeichen einer Besserung“, da die Angst vor einem Iran-Konflikt nachlässt
Der Preis von Bitcoin (BTC) zeigt erste Anzeichen einer Stabilisierung um die Marke von 70.000 USD, da die Befürchtungen eines eskalierenden Konflikts unter Beteiligung des Iran allmählich nachlassen.
Die Markterholung bleibt nach einem drastischen mehrwöchigen Ausverkauf, der stark mit einem massiven Anstieg der weltweiten Ölpreise und einer sich verschlechternden makroökonomischen Stimmung korrelierte, vorerst vorläufig.
Trader beobachten nun genau, ob die zurückkehrende Dynamik der institutionellen ETFs und sich verschiebende On-Chain-Angebotsmetriken den Vermögenswert über den starken strukturellen Widerstand hievon können.
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Deeskalations-Rhetorik im Iran-Konflikt mindert Druck auf Bitcoin-Kurs
Erst vor zwei Wochen trieben die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten den Bitcoin-Kurs rapide nach unten durch die Druckzone von 66.000 USD und schließlich in Richtung 63.000 USD, als eine geopolitische Panik die traditionellen Märkte erfasste.
Die Sorte Brent Crude stieg kurzzeitig auf 119,50 USD pro Barrel, da man Versorgungsunterbrechungen in der Straße von Hormus befürchtete.
Dieser alles überlagernde makroökonomische Druck zieht sich nun rasch zurück. Der Ölpreis fiel am Montag erneut, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, dass der Krieg unter Beteiligung des Iran bald deeskalieren könnte.
Risikoanlagen reagierten sofort auf die milder werdende Kriegs-Rhetorik. Der S&P 500 schloss 0,83 % im Plus, während sich Bitcoin energisch von den schwächelnden Indizes entkoppelte und auf dem Tageschart über Nacht um rund 4 % zulegte.
Investoren bewerten nun die Faktoren neu, die die Krypto-Preise treiben, während die globalen Stressmetriken nachlassen und die geldpolitische Dynamik wieder in den Vordergrund rückt.
Technische Preisanalyse: Die Bitcoin-Kursniveaus, die alles verändern
Bitcoin notiert derzeit bei etwa 68.800 USD und kämpft weiterhin mit einer starken bärischen Dominanz in den kurzfristigen Strukturen.
Der Vermögenswert liegt weiterhin rund 42 % unter seinem Allzeithoch vom Oktober (126.080 USD), was die aktuelle lokale Konsolidierung für jede Fortsetzung des Trends hochgradig kritisch macht.

Von hier aus liegt das nächste Aufwärtsziel bei rund 75.000 USD. Um diese Schwelle zu erreichen, bedarf es eines anhaltenden Volumens und einer deutlichen Verschiebung im Fear & Greed Index, der derzeit bei einem Wert von 13 („Extreme Fear“) feststeckt.
Trader, die jüngste Marktstrukturböden analysieren, haben die Marke von 65.000 USD als primäre Verteidigungslinie im Blick. Sollte dieses Unterstützungsniveau kurzfristig fallen, werden die Bären wahrscheinlich den Boden vom Februar bei 63.000 USD erneut anvisieren.
Ein tieferer Durchbruch unter die Marke von 60.000 USD würde eine massive Liquidation auf institutioneller Ebene signalisieren. Alles darüber hält die These einer zaghaften Erholung aufrecht.
Bestätigt die Spot- und Derivatenachfrage die Erholung?
On-Chain-interne Metriken deuten darauf hin, dass der schlimmste Teil des jüngsten Marktstresses tatsächlich nachlassen könnte.
Laut einer neuen Marktanalyse von Glassnode stabilisieren sich die Gesamtsignale, da sich Momentum, ETF-Nachfrage und Rentabilitätskennzahlen verbessern.
Das Analyseunternehmen stellt fest, dass sich das Preismomentum zwar leicht gefestigt hat, ihm aber noch die nötige Kraft fehlt, um einen entscheidenden bullischen Pivot zu bestätigen. Die Aufrechterhaltung des aktuellen Aufschwungs hängt stark von kontinuierlichen ETF-Zuflüssen ab, um festsitzende Verkäufer zu absorbieren.
Der Makroökonom Henrik Zeberg bleibt optimistisch und prognostiziert, dass eine starke institutionelle ETF-Nachfrage schließlich eine massive Risk-On-Rallye zwischen 110.000 USD und 120.000 USD auslösen könnte, sobald der geopolitische Gegenwind vollständig verschwindet.
Kurzfristige Derivaten-Daten zeichnen jedoch ein nüchterneres Bild. Analysten warnen davor, dass negative Funding-Raten und kaskadierende Short-Liquidationen den heftigen Anstieg auf 73.247 USD am 4. März vorangetrieben haben, und nicht reine Spot-Akkumulation. Dies impliziert, dass der aktuelle Boden mehr auf Futures-Positionierungen als auf echtem Kaufdruck durch Privatanleger beruht.
Worauf Trader als Nächstes achten
Letztlich ebnet das Halten der psychologischen Marke von 70.000 USD über einen längeren Zeitraum für Bitcoin den Weg zu oberen Breakout-Zielen bis zur Mitte des Monats.
Die Abwärtsunterstützung bei 65.000 USD muss von den Spot-Käufern zu Beginn der US-Handelssitzung konsequent verteidigt werden.
Der wahre makroökonomische Auslöser, der diese Preisbewegung verändern könnte, bleiben die Rohöl-Futures und weitere Nachrichten über Waffenruhen im Nahen Osten.
Sollte die institutionelle Dynamik trotz des jüngsten makroökonomischen Schocks stabil bleiben, könnte Bitcoin die Woche beenden, indem die Narrative eines Kurses unter 60.000 USD endgültig zurückgewiesen wird.
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