Bitcoin Halving 2028: Warum das Stock-to-Flow-Modell Kurse über 250.000 € sieht

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Steffen BösweichVerified
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Apr 2026
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Steffen Bösweich ist Redakteur und Hauptautor bei Cryptonews DE. Seit mehreren Jahren schreibt er über Kryptowährungen und berichtet täglich über aktuelle Entwicklungen im Kryptomarkt. Er legt...

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Das Bitcoin Halving 2028 ist noch über zwei Jahre entfernt – und dominiert bereits die Langfristdiskussion unter institutionellen Krypto-Analysten. Das Modell, das dabei am häufigsten zitiert wird, ist das Stock-to-Flow-Modell des anonymen Analysten PlanB, das einen BTC-Durchschnittskurs von 500.000 USD für den gesamten 2024–2028-Zyklus projiziert – was bei einem EUR/USD-Kurs von aktuell 1,1722 einer Euro-Entsprechung von rund 426.500 € entspricht.

Die analytische Leitfrage lautet nicht: Erreicht Bitcoin 250.000 Euro? Sondern: Unter welchen strukturellen Bedingungen wäre dieses Kursniveau mathematisch plausibel – und wo beginnt das Modell zu versagen?

Das ist keine rhetorische Übung. Das ist die einzige seriöse Art, mit Zyklusmodellen umzugehen.

Das Stock-to-Flow-Modell: Knappheit als Preisformel, nicht als Garantie

Das Stock-to-Flow-Modell misst das Verhältnis von bestehendem Bestand (stock) zu jährlich neu produzierter Menge (flow). Für Gold beträgt dieser Wert etwa 60 – es dauert 60 Jahre Produktion, um den aktuellen Bestand zu replizieren. Nach dem Halving 2028 – erwartet rund um Block 1.050.000, voraussichtlich Mitte April 2028 – wird Bitcoins S2F-Wert auf über 200 steigen, da die Blockreward auf 1,5625 BTC sinkt und die jährliche Neuemission auf unter 0,4 % des Gesamtbestands fällt.

PlanB formalisierte diesen Zusammenhang 2019 in einer log-linearen Regressionsgleichung: Je höher der S2F-Wert, desto höher der modellierte Marktpreis. Die Gleichung lieferte für frühere Zyklen erstaunlich präzise Zielzonen.

Wichtig: Das Modell beschreibt eine Korrelation, keine Kausalität. Es setzt voraus, dass Nachfrage nicht kollabiert – ein Punkt, auf den Kritiker zu Recht hinweisen.

Historische Zyklen: Was die vier bisherigen Halvings zeigen

Die Krypto Kursanalyse vergangener Halving-Zyklen ergibt ein klares Muster – mit abnehmenden, aber weiterhin massiven Renditen. Das Halving 2012 löste einen Kursanstieg von rund 9.000 % aus; 2016 folgten 2.700 %; nach dem Halving im Mai 2020 stieg Bitcoin um rund 700 % vom Halving-Preis auf das Allzeithoch von 69.000 USD im November 2021.

Das laufende Epoch Five startete im April 2024 bei einem Kurs von rund 64.000 USD. Bitcoin befindet sich damit bereits in der zweiten Hälfte dieses Zyklus – die historische Konsolidierungsphase zwischen Halving und parabolischer Aufwärtsbewegung.

Der Trend zeigt: Mit jeder Halbierung schrumpft der prozentuale Gewinn, aber der absolute Dollargewinn steigt. Das ist strukturell, nicht zufällig.

Weiterlesen: Bitcoin MVRV Golden Cross signalisiert Trendwende – steht der große Ausbruch bevor?

Das 2028-Szenario: Modellprognose und strukturelle Treiber

Zum Zeitpunkt des Halving 2028 werden rund 19,875 Millionen BTC geschürft sein – das entspricht 94,9 % der maximalen Gesamtmenge von 21 Millionen. Die verbleibende Neuemission kollabiert auf ein statistisches Rauschen. Für das S2F-Modell bedeutet das: Der modellierte Gleichgewichtspreis klettert nach PlanBs aktuellen Berechnungen in Richtung 500.000 USD als Zyklusdurchschnitt.

Die €250.000-Schwelle – der Fokus dieses Artikels – entspricht bei aktuellem EUR/USD von 1,1722 einem USD-Äquivalent von rund 293.000 USD. Diesen Wert würde das S2F-Modell nach seiner eigenen Logik bereits im Aufwärtstrend ab 2027 durchlaufen, bevor der Zykluspeak deutlich darüber liegt.

Entscheidend sind dabei drei strukturelle Treiber, die 2020 noch nicht in dieser Form existierten: erstens die institutionelle Adoption durch Spot-ETFs in den USA – allein BlackRocks iShares Bitcoin Trust verwaltet inzwischen Milliarden USD an BTC-Exposure; zweitens die MiCA-Regulierung der EU, die deutschen institutionellen Investoren Rechtssicherheit gibt und bislang gebundenes Kapital freisetzt; drittens die zunehmende Unternehmens-Treasury-Strategie nach dem Vorbild von Strategy (ehemals MicroStrategy).

Close-up of gold Bitcoin coins showcasing intricate designs.
Photo by Bastian Riccardi on Pexels

Das ist keine Spekulation – das ist strukturelle Nachfrage, die sich in On-Chain-Daten abbildet. Die Akkumulation durch Großadressen (sogenannte Whales) hat sich im laufenden Zyklus trotz Kurskonsolidierung kontinuierlich fortgesetzt.

Lies auch: Adam Back: 1,5-Milliarden-Bitcoin-Deal – institutionelles Kapital als Kurskatalysator

Drei Szenarien: Wo das Modell trägt – und wo es bricht

Eine seriöse Bitcoin Prognose 2028 kommt nicht ohne Szenario-Rahmen aus. Die folgende Dreigliederung gewichtet strukturelle Wahrscheinlichkeiten auf Basis historischer Muster und aktueller Marktdynamik – nicht als Anlageberatung, sondern als analytisches Orientierungssystem.

Bullisches Szenario (~30 % Wahrscheinlichkeit): Institutionelle ETF-Zuflüsse beschleunigen sich ab 2026–2027, gleichzeitig führt das gesunkene Angebot post-2028 zu einem Supply Shock. Bitcoin durchbricht die 250.000-€-Marke bereits vor dem Halving und erreicht zyklische Hochs jenseits von 400.000 €. Das S2F-Modell gilt als Untergrenze, nicht als Ziel.
Invalidierungsbedingung: Ausbleibendes institutionelles Kapital oder regulatorische Schocks in den USA/EU ab 2027.

Basisszenario (~45 % Wahrscheinlichkeit): Bitcoin folgt dem abgeschwächten Zyklusmuster. Das Allzeithoch liegt im Post-Halving-Fenster 2028–2029 zwischen 180.000 € und 280.000 €. Das S2F-Modell liefert eine valide Orientierung, aber kein präzises Kursziel. Makroökonomische Faktoren – insbesondere Fed-Zinspolitik und USD-Stärke – dämpfen die Übertreibungsphase.
Invalidierungsbedingung: Nachhaltige Überschreitung von 300.000 € würde ins bullische Szenario kippen; ein Versagen unter 100.000 € würde das Basismodell strukturell in Frage stellen.

Bitcoin trading chart displaying real-time market data and price movements.
Photo by AlphaTradeZone on Pexels

Bärisches Szenario (~25 % Wahrscheinlichkeit): Das Modell versagt, weil die Nachfrageseite einbricht – etwa durch eine globale Rezession, einen regulatorischen Totalangriff oder einen Black-Swan-Event im Mining-Sektor. Bitcoin konsolidiert unter 100.000 € und das S2F-Modell verliert seine empirische Stütze dauerhaft.
Invalidierungsbedingung: Erneute Akkumulation durch Institutionen über mehrere Quartale würde Szenario entwerten.

Kritische Einordnung: Was das Modell nicht sieht

Das Stock-to-Flow-Modell hat eine methodische Schwäche, die auch seine Befürworter einräumen: Es modelliert ausschließlich die Angebotsseite. Nachfragekollaps, Liquiditätsschocks oder strukturelle Marktveränderungen – wie etwa ein Bitcoin-ETF-Rückzug oder regulatorisches Kapitalverbot – sind in der Gleichung nicht enthalten.

Darüber hinaus hat das Modell im 2021er-Zyklus seinen ersten ernsthaften Ausreißer produziert: Das S2F-Preisziel von 100.000 USD bis Ende 2021 wurde nie erreicht – Bitcoin drehte bei 69.000 USD um und korrigierte anschließend auf unter 16.000 USD. PlanB selbst bezeichnet dies als temporäre Abweichung innerhalb langfristiger Trendvalidität. Skeptiker sehen darin ein Warnsignal.

Für deutsche Anleger kommt eine weitere Dimension hinzu: BaFin und MiCA definieren, welche Krypto-Produkte zugänglich sind. Während Spot-ETFs in Deutschland über EU-konforme ETP-Strukturen handelbar sind, bleibt direkter BTC-Kauf für regulierte Institutionen an Compliance-Vorgaben gebunden – was Zuflüsse verzögern, aber nicht verhindern kann.

A laptop displaying cryptocurrency charts and a book titled 'The Future of Cryptocurrency'.
Photo by Alesia Kozik on Pexels

Das Modell ist kein Orakel. Es ist ein strukturelles Argument für Knappheit – und Knappheit allein hat noch keinen Preis gemacht, ohne Nachfrage auf der anderen Seite der Kurve.

Mehr erfahren: Bitcoin Wochenausblick: Kurzfristige Kursziele im Kontext der Langfristprognosen

Bitcoin Hyper: Presale für den nächsten Bullenzyklus

Bitcoin Hyper ($HYPER) – Hebelwirkung auf den BTC-Zyklus im Frühphasen-Format

Wer die strukturellen Argumente des Stock-to-Flow-Modells und der institutionellen Adoption als überzeugend bewertet, sucht häufig nach Möglichkeiten, über direktes BTC-Exposure hinaus am kommenden Zyklus zu partizipieren. Bitcoin Hyper ($HYPER) positioniert sich in diesem Segment: ein Frühphasen-Token, der auf der Bitcoin-L2-Infrastruktur aufbaut und Staking-Renditen mit BTC-nahem Exposure kombiniert.

hyper

Der Presale läuft aktuell – Früheinsteiger sichern sich Token zu einem fixen Einstiegspreis, bevor der öffentliche Handel beginnt. Das Projekt adressiert explizit die Wachstumskurve institutioneller BTC-Adoption und positioniert sich als Infrastrukturkomponente für das nächste Zyklusmaximum.

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Risikohinweis: Dies ist keine Anlageberatung. Kryptowährungen und Token im Presale-Stadium unterliegen erheblichen Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust. Das Stock-to-Flow-Modell ist ein analytisches Werkzeug ohne Garantiecharakter. Anleger sollten sich über BaFin-regulierte Produkte informieren und ausschließlich Kapital einsetzen, dessen Verlust sie tragen können.

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