Bitcoin-Fonds verzeichnen größten Abfluss des Jahres – 1,67 Milliarden Dollar in einer Woche
Drei Wochen in Folge Nettoabflüsse, das verwaltete Vermögen auf dem tiefsten Stand seit April – der Krypto-Investmentmarkt steht unter erheblichem Druck. Bitcoin trägt die Hauptlast.
Laut dem aktuellen CoinShares-Wochenbericht flossen in der vergangenen Handelswoche rund 1,67 Milliarden US-Dollar aus digitalen Krypto-Anlageprodukten ab. Den Löwenanteil davon trug Bitcoin mit Abflüssen von knapp 1,44 Milliarden US-Dollar – der größte wöchentliche Outflow aus Bitcoin-Produkten seit Jahresbeginn. Das Gesamtbild ist nüchtern: Hatten Krypto-ETFs und ETNs weltweit noch vor zwei Wochen Nettozuflüsse von 3,9 Milliarden US-Dollar seit Januar verbucht, ist dieser Wert inzwischen auf 1,2 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Das verwaltete Vermögen aller Anbieter sank von 148 auf 141 Milliarden US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Anfang April.
USA verantwortlich für fast alle Abflüsse
Die geographische Konzentration der Abflüsse ist eindeutig: Nahezu 98 Prozent der Nettoabflüsse entfielen auf die USA – der Markt, in dem die finanzstärksten Krypto-Anlageprodukte wie Bitcoin- und Ethereum-ETFs gehandelt werden. Auch Ethereum blieb nicht verschont: Aus entsprechenden Produkten flossen 257 Millionen US-Dollar ab. CoinShares macht den anhaltenden Iran-Krieg als Haupttreiber der Risk-off-Bewegungen aus. Kurzfristige Hoffnungszeichen wie der Fortschritt beim Clarity Act seien vollständig egalisiert worden.
Altcoins: Breite Beteiligung schwindet – wenige Ausnahmen glänzen
Auch im Altcoin-Segment lässt die institutionelle Beteiligung nach. Während vor drei Wochen noch elf verschiedene Altcoins positive Kapitalzuflüsse verzeichneten, waren es zuletzt nur noch fünf. Zu den wenigen Gewinnern gehören XRP mit Zuflüssen von 20,3 Millionen US-Dollar, Hyperliquid mit 10,8 Millionen US-Dollar sowie NEAR mit 7,6 Millionen US-Dollar. Diese drei Ausnahmen unterstreichen, dass selektives institutionelles Interesse weiterhin besteht – der breite Markt jedoch vorerst gemieden wird.
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