Bereiten die USA den Kauf von Bitcoin für die strategische Reserve vor

Die Idee Donald Trumps, eine strategische Bitcoin Reserve zu schaffen, elektrisiert die Kryptobranche seit rund einem Jahr. Trumps Idee könnte Bitcoin und Co. in nie gekannte Sphären befördern, das war von Beginn an klar.
Auf den Freudentaumel folgte Ernüchterung
Als der US-Präsident mit der Umsetzung seiner Idee begann, folgte jedoch rasch Ernüchterung. Trump wandelte lediglich jene Bitcoins in eine Reserve um, die bereits im Besitz der USA waren.
Gleichzeitig schloss er jedoch nicht aus, dass die USA einen „budgetneutralen“ Weg finden könnten, um weitere Bitcoin kaufen zu können. Parallel gab es dazu immer wieder Gesetzesinitiativen, um den Zukauf doch noch gesetzlich möglich zu machen.
Gesetzesinitiative weiter offen
Vorreiterin ist die US-Senatorin Cynthia Lummis, die eine entsprechende Initiative im Senat vorantreibt. Doch gestern erregte der Tweet des CEO von Cleanspark Aufsehen. Der Geschäftsführer des Bitcoin-Miners berichtete über ein Treffen mit dem US-Finanzminister Scott Bessent.

Laut S Matthew Schultz ging es in dem Gespräch nicht nur um Bitcoin allgemein, sondern auch um die strategische Bitcoin Reserve. Schon jetzt halten die USA Bitcoin im Wert von $17 Milliarden und planen angeblich, ihrem Bestand weitere hinzuzufügen.
US-Finanzminister bietet Hilfe an
Schultz zeigte sich begeistert darüber, dass sich nicht nur der Finanzminister, sondern auch der Vorsitzende des Bankenausschusses Zeit genommen hatte, um über Bitcoin zu sprechen und ihre Hilfe anzubieten.
Just finished a small dinner with Secretary Bessent and Chairman Scott. We talked about the Market Structure bill. We talked about the economy. We talked about the 11 finalists for the Chair of the Fed, and we talked about the Strategic Bitcoin Reserve.
— S Matthew Schultz (@smatthewschultz) October 8, 2025
The US holds about…
Was bedeutet „akkumulieren“?
Zentraler Punkt der Aussage des US-Finanzministers ist das Wort „akkumulieren“. Dieses könnte man mehrfach interpretieren. Einerseits könnte es bedeuten, dass auch zukünftig beschlagnahmte Bitcoins in die strategische Reserve wandern und nicht verkauft werden.
Andererseits könnte man es aber auch so verstehen, dass die USA gewillt sind, Bitcoin zuzukaufen. Der US-Finanzminister hat erst vor wenigen Wochen betont, dass dies mithilfe budgetneutraler Maßnahmen möglich wäre. Der Verkauf von beschlagnahmten Währungen oder Gütern könnte dies bewerkstelligen.
