Bereichern sich die Besitzer von Bitcoin auf Kosten anderer?
Jede Form von Investment birgt Risiken. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihr eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren. Der Zugang zu dieser Plattform ist auf Personen beschränkt, die sich in Ländern oder Regionen befinden, wo die angebotenen Handels- und Anlageformen gesetzlich erlaubt sind. Die Nutzung unserer Dienste ist ausschließlich für Individuen vorgesehen, die nach den geltenden Gesetzen und Vorschriften dazu berechtigt sind.
Bitte prüfen Sie sorgfältig, ob die hier angebotenen Investmentmöglichkeiten in Ihrem Land oder Ihrer Region dem Anlegerschutz unterliegen. Es liegt in Ihrer Verantwortung, eine gründliche Prüfung (Due Diligence) durchzuführen. Bitte beachten Sie, dass wir möglicherweise Provisionen von den auf dieser Website präsentierten Unternehmen erhalten.
Wenn es um mögliche Konkurrenz zum staatlichen Geld der Europäischen Zentralbank (EZB) geht, dann kennen deren Ökonomen keinen Pardon. Ulrich Bindseil und Jürgen Schaaf erlegen sich auch in ihrer neuesten Arbeit keinerlei Rücksicht auf.
Die beiden Ökonomen bezeichneten Bitcoin bereits vor Monaten als wertlos, teuer und langsam. Jetzt legen sie nach. In einem neuen wissenschaftlichen Papier kommen sie zu dem Schluss, dass der Besitz von Bitcoin lediglich auf Kosten anderer erfolgen könne. Auf 23 Seiten möchten sie nachweisen, dass ihre Analyse den Fakten entspricht.
Eine Blase, die unweigerlich platzen wird?
Dabei verweisen sie auf das immer wieder vorgebrachte Argument, dass Bitcoin lediglich eine Spekulationsblase sei, die unweigerlich platzen wird. Diese würde erhebliche soziale Kosten anhäufen. Dazu zählen nicht nur die verbrauchten Energiemengen beim Mining von Bitcoin, sondern auch die Möglichkeit, illegale Zahlungen zu tätigen.
Doch das ist nicht der wesentliche Punkt in der Argumentation der Autoren. Sie sehen Bitcoin aus sozialer Sicht problematisch, weil die Early Adopters Vorteile genießen würden, die auf Kosten der Nachzügler oder Nichtbesitzer gehen würden, so ihre Argumentation.
Ein Nullsummenspiel?
Bindseil und Schaaf legen dar, dass Bitcoin das Produktionspotenzial der Wirtschaft nicht verändert. Die damit verbundenen Vermögenseffekte seien lediglich ein Nullsummenspiel. Der Wohlstand der frühen Bitcoin-Besitzer würde durch den abnehmenden Konsum und Wohlstand derjenigen finanziert, die zu Beginn keine Bitcoin besessen hätten.
Sie vergleichen die Entwicklung mit einem Eimer Wasser, den man füllt, indem man Wasser aus einem anderen Eimer ablässt. Doch dieses Beispiel lässt sich auch auf jedes andere Assets wie Aktien anwenden. Das gilt auch für den Hinweis der Autoren auf die zunehmende Abhängigkeit von Bitcoin von staatlicher Regulierung. Auch diese gilt für jede andere Form von Vermögensbildung durch unterschiedliche Assets.
Gefahr Politik?
Gleichzeitig warnen sie davor, dass die Einstellung von Politikern zu Bitcoin die Wahlergebnisse beeinflussen könnte. Dabei verweisen sie auf den laufenden US-Wahlkampf, in dem sich beide Kandidaten grundsätzlich positiv zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen wie Pepe Unchained geäußert haben.
Daher argumentieren die Autoren, dass sich Bitcoin-Nichtbesitzer für eine Gesetzgebung gegen Bitcoin einsetzen sollten, um dessen Aufstieg zu verhindern oder es ganz zu verbieten. Schließlich würde die Kryptowährung eine Umverteilung auf ihre Kosten bewirken.
Die EZB war selbst der größte Umverteiler von Vermögen
Dass diese Argumentation von einer Institution kommt, die durch ihre 15 Jahre anhaltende Niedrigzinspolitik den Verbrauchern und deren Ersparnisse massiv geschadet hat, ist erstaunlich. Die Umverteilung, die durch diese Beeinflussung von Marktgesetzen entstanden ist, traf alle Schichten der Bevölkerung und hatte eine massive Umverteilung von Vermögen zur Folge. Schließlich war bereits lange Zeit vor den letzten Preissteigerungen eine massive Inflation bei Assets wie Aktien und Immobilien sichtbar. Die von den Autoren befürchtete Spaltung der Gesellschaft durch Bitcoin ist also auch durch die Finanzpolitik der EZB entstanden.