Altcoins zeigen erste Bodenbildung gegenüber Bitcoin: Jetzt kaufen?

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Der Kryptomarkt blickt auf mehr als ein Jahr voller Enttäuschungen zurück. Viele Altcoins haben massive Verluste erlitten, Charts wurden technisch zerstört und die Stimmung unter Anlegern erreichte zeitweise historische Tiefstände. Während der Fokus der meisten Marktbeobachter weiterhin auf der Schwäche von Bitcoin liegt, zeigen neue Daten nun ein anderes Bild: Altcoins könnten ihren Tiefpunkt gegenüber Bitcoin bereits erreicht haben.

Ein wichtiger Indikator dafür ist die sogenannte „Others Dominance“. Diese Kennzahl misst die Entwicklung der Altcoins im Vergleich zu Bitcoin und gilt unter Analysten als Frühindikator für Kapitalrotationen innerhalb des Kryptomarktes. Genau hier zeichnet sich aktuell eine bemerkenswerte Veränderung ab. Obwohl Bitcoin weiterhin deutlich unter früheren Hochs notiert, stabilisieren sich viele Altcoins zunehmend und gewinnen relativ an Stärke.

Divergenz zwischen Bitcoin und Altcoins sorgt für Aufmerksamkeit

Besonders auffällig ist, dass die Others-Dominance bereits wieder auf das Niveau zurückgekehrt ist, das vor dem starken Markteinbruch im Oktober erreicht wurde. Bitcoin hingegen liegt weiterhin rund 40 Prozent unter den damaligen Höchstständen. Eine solche Entwicklung deutet häufig auf eine nachlassende Verkaufsdynamik hin.

Wären Altcoins weiterhin in einer klaren Verteilungsphase, müsste ihre Dominanz im Markt weiter sinken. Stattdessen ist sie in den letzten zwei Monaten deutlich gestiegen. Das spricht dafür, dass der Großteil der Panikverkäufe bereits stattgefunden haben könnte und Verkäufer zunehmend aus dem Markt gedrängt wurden. Historisch waren solche Phasen oft der Beginn längerer Erholungsbewegungen.

Historische Parallelen verstärken das bullishe Szenario

Ein ähnliches Muster war bereits in den Jahren 2019 bis 2020 zu beobachten. Damals befand sich Bitcoin nach dem Ende der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank weiterhin im Rückgang, während Altcoins bereits einen stabilen Boden ausbildeten. Selbst während des massiven Markteinbruchs im März 2020 wurden diese Tiefpunkte nicht mehr unterschritten. Danach folgte eine mehrjährige Aufwärtsbewegung bei vielen Altcoins.

Auch technische Indikatoren unterstützen derzeit das Bild einer möglichen Trendwende. Der RSI der Others-Dominance hat erstmals seit Mitte 2023 seine gleitende Durchschnittslinie überschritten. In vergangenen Marktzyklen ging ein solcher technischer Umschwung häufig Phasen starker Altcoin-Performance voraus.

Makrodaten sprechen zunehmend für Risiko-Assets

Neben den charttechnischen Signalen verändert sich auch das makroökonomische Umfeld. Der US-Nebenwerteindex Russell 2000 hat zuletzt neue Hochs erreicht, was häufig als Hinweis auf steigende Risikobereitschaft interpretiert wird. Kleine Unternehmen profitieren in der Regel früh von zunehmender Liquidität – ein Muster, das sich in der Vergangenheit später auch bei Altcoins zeigte.

Zusätzlich kletterte der ISM-Index auf den höchsten Stand seit über drei Jahren. Werte über 55 gingen historisch oft mit einer starken Performance von High-Beta-Assets einher, zu denen auch kleinere Kryptowährungen zählen. Gleichzeitig fiel die Kerninflation auf ein Mehrjahrestief, was Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen stärkt. Selbst die zuletzt starken Edelmetallrallyes bei Gold und Silber verlieren an Dynamik – ein möglicher Hinweis darauf, dass Kapital wieder stärker in risikoreichere Anlagen fließen könnte.

Marktstruktur wirkt bereinigt

Der aktuelle Zustand des Marktes zeigt klare Zeichen eines Resets. Viele Altcoins notieren weiterhin 80 bis 90 Prozent unter ihren Höchstständen, gehebelte Positionen wurden weitgehend aus dem Markt gespült und die Stimmung bleibt trotz erster Stabilisierung extrem vorsichtig. Historisch betrachtet waren solche Phasen oft die Grundlage für langfristige Aufwärtstrends.

Allerdings mahnen einige Analysten zur Geduld. Midterm-Election-Jahre in den USA verliefen für Kryptowährungen in der Vergangenheit häufig seitwärts oder leicht bearish. Daher wäre auch eine längere Akkumulationsphase bis in das dritte oder vierte Quartal hinein denkbar, bevor eine stärkere Trendwende einsetzt.

Fazit: Frühe Signale statt klarer Bestätigung

Ob die Altcoins tatsächlich bereits ihren Boden gefunden haben, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Doch die Kombination aus relativer Stärke gegenüber Bitcoin, verbesserten Makrodaten und einer deutlich bereinigten Marktstruktur liefert erste Hoffnungsschimmer. Sollte sich die Kapitalrotation fortsetzen, könnte der Markt erneut eine Phase erleben, in der Altcoins schneller an Dynamik gewinnen als Bitcoin – oft ein typisches Muster zu Beginn neuer Marktzyklen.

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Marktübersicht

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