Sui plant Mainnet-Upgrade gegen künftige Quantenbedrohungen

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Sui treibt die kryptografische Aufrüstung des eigenen Ökosystems voran. Die Blockchain-Initiative hat die schrittweise Integration quantensicherer Signaturschemata angekündigt, um Nutzerkonten und Smart-Contract-Tresore gegen zukünftige Quantenbedrohungen abzusichern. Das vollständige Mainnet-Upgrade für die Kontenauthentifizierung ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Während etablierte Netzwerke die Debatte um Post-Quanten-Kryptografie oft noch auf theoretischer Ebene führen, setzt Sui auf eine direkte Implementierung. Die Umstellung erfolgt für Anwender auf freiwilliger Basis und erfordert weder den Wechsel von Einzahlungsadressen noch den kostspieligen Transfer bestehender Guthaben.

Zwei-Säulen-Strategie für maximale Sicherheit

Für die technische Umsetzung setzt das Projekt laut einer offiziellen Mitteilung im Sui-Blog auf zwei vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) genehmigte Verfahren. Bei gewöhnlichen Nutzerkonten kommt das gitterbasierte Verfahren ML-DSA-65 der Sicherheitsstufe 3 zum Einsatz, das bereits von Technologiekonzernen zur Absicherung von Webverkehr genutzt wird.

Für hochdotierte Smart-Contract-Vaults nutzt Sui hingegen das hashbasierte Verfahren SLH-DSA-SHA2-128s. Diese Trennung soll die Kompatibilität mit den von anderen Finanznetzwerken übernommenen Post-Quanten-Standards gewährleisten.

Der Schlüssel für die nahtlose Umstellung liegt in der Nutzung sogenannter Adress-Aliase. Nutzer behalten ihre gewohnten Seed-Phrasen über einen neuen Ableitungspfad bei, während die Autorisierungsschlüssel im Hintergrund auf den postquantenfesten Standard aktualisiert werden.

NIST-Zeitplan und industrielle Relevanz

Adeniyi Abiodun, Mitbegründer und Chief Product Officer des Sui-Entwicklers Mysten Labs, hob den Nutzerkomfort dieser Architektur hervor. Die schrittweise Umstellung ermöglicht quantensichere Tresore und Konten, ohne dass bestehende Adressen angepasst werden müssen.

Sui reagiert damit auf die Vorgaben des NIST, das ein schrittweises Auslaufen traditioneller Kryptografie bis zum Jahr 2030 empfiehlt. Die Diskussion darüber, wie stark Quantencomputer die Sicherheit von Blockchain-Signaturen gefährden, gewinnt auch in der breiteren Industrie an Dynamik.

Auch Coinbase arbeitet an der Anpassung seines Schlüsselverwaltungssystems CoreKMS bis 2027. Während unvorhergesehene Sicherheitsrisiken bei Konten- und Signatursystemen die Branche regelmäßig belasten, setzt Sui auf Prävention.

Fahrplan bis zur Mainnet-Aktivierung

Der Zeitplan sieht vor, dass die quantensicheren Vaults bereits vor Jahresende auf dem Sui-Mainnet starten. Die Testnet-Phase für ML-DSA-65-Konten soll ebenfalls noch im laufenden Jahr beginnen.

Die vollständige Authentifizierung mit diesen Signaturen könnte im ersten Quartal 2027 im Mainnet verfügbar sein. Damit verfolgt Sui einen Upgrade-Pfad, der bestehende Adressen, Seed-Phrasen und Vermögenswerte beibehalten soll.

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