Ethereum ist jetzt massiv überverkauft 

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Patrick KraussVerified
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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Der Kryptomarkt stabilisiert sich am Samstag leicht, nachdem die vergangenen Wochen von starkem Verkaufsdruck geprägt waren. Ethereum bewegt sich dabei weiterhin im Bereich zwischen 1.600 und 1.800 US-Dollar und bleibt damit tief im übergeordneten Bärenmarkt. Vom bisherigen Allzeithoch hat die zweitgrößte Kryptowährung deutlich mehr als 60 Prozent verloren.

Während der schwache Chart kurzfristig weiterhin zur Vorsicht mahnt, entsteht auf fundamentaler Ebene ein anderes Bild. Eine wichtige On-Chain-Kennzahl deutet darauf hin, dass Ethereum inzwischen außergewöhnlich günstig bewertet sein könnte. Historisch waren vergleichbare Bewertungsniveaus mehrfach mit langfristig interessanten Einstiegs- und Akkumulationsphasen verbunden. Garantiert ist eine Bodenbildung dadurch jedoch keineswegs.

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Ethereum extrem überverkauft: Diese Metrik macht Anlegern Hoffnung

Im Mittelpunkt der aktuellen Analyse steht das sogenannte MVRV-Verhältnis. Die Abkürzung bedeutet „Market Value to Realized Value“ und setzt die aktuelle Marktkapitalisierung eines Netzwerks ins Verhältnis zur realisierten Kapitalisierung. Bei Letzterer werden die Coins nicht zum gegenwärtigen Kurs bewertet, sondern zu dem Preis, zu dem sie zuletzt auf der Blockchain bewegt wurden. Dadurch lässt sich vereinfacht erkennen, ob der durchschnittliche Marktteilnehmer auf nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten sitzt.

Nach der von Analyst Ali Martinez veröffentlichten Auswertung ist das MVRV-Verhältnis von Ethereum unter den kritischen Wert von 0,8 gefallen. Damit liegt der gesamte Marktwert von ETH deutlich unter dem realisierten Wert. Ein großer Teil des Angebots befindet sich folglich rechnerisch im Verlust. Glassnode bezeichnet Werte unter 0,8 als extreme Tiefstände. Seit Beginn der verfügbaren Daten befand sich Ethereum nur an ungefähr fünf Prozent aller Handelstage in diesem Bereich.

Besonders spannend ist der historische Vergleich. Ähnliche MVRV-Tiefstände entstanden unter anderem während des Bärenmarkts Ende 2018, beim Corona-Crash im März 2020 sowie nach den massiven Verwerfungen des Kryptomarkts im Jahr 2022. In allen drei Fällen bildete Ethereum anschließend einen bedeutenden langfristigen Boden aus. Die Metrik deutet somit darauf hin, dass der Verkaufsdruck weit fortgeschritten sein könnte und zunehmend Anleger kapitulieren, die erst zu höheren Kursen eingestiegen waren.

Dennoch ist ein MVRV-Wert unter 0,8 kein verlässliches Kaufsignal für das exakte Tief. Ethereum kann längere Zeit unterbewertet bleiben oder zunächst weiter fallen. Für langfristig orientierte Investoren signalisiert die Kennzahl jedoch eine seltene Bewertungszone, in der das Verhältnis zwischen möglichem Ertrag und weiterem Risiko zunehmend attraktiver erscheint. Statt eines sofortigen Comebacks spricht die Entwicklung vor allem für eine potenzielle makroökonomische Akkumulationsphase.

BitMine nutzt die Unterbewertung und kauft weiter Ethereum

Auch BitMine verweist regelmäßig auf die aus eigener Sicht attraktive Bewertung von Ethereum und nutzt schwache Marktphasen konsequent für weitere Käufe. Das Unternehmen hatte bereits im Mai erklärt, den Rückgang unter 2.200 US-Dollar als interessante Gelegenheit zu betrachten. Seitdem wurde die ETH-Position weiter ausgebaut, während der Kurs zeitweise sogar deutlich unter diese Marke fiel.

Inzwischen hält BitMine nach eigenen Angaben rund 5,74 Millionen ETH. Das entspricht ungefähr 4,8 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots. Damit nähert sich das Unternehmen seinem selbst gesteckten Ziel, langfristig fünf Prozent aller ETH zu kontrollieren. BitMine bezeichnet diese Strategie als „Alchemy of 5%“.

Die Käufe werden dabei offenbar auch während der laufenden Marktschwäche fortgesetzt. Zuletzt wurde eine Transaktion über weitere 20.500 ETH im Wert von knapp 36 Millionen US-Dollar mit BitMine in Verbindung gebracht. Die Coins wurden über Galaxy Digital erworben beziehungsweise von dort abgezogen.

Allerdings basierte die Zuordnung zunächst auf On-Chain-Analysen und bekannten Transaktionsmustern, weshalb sie nicht im gleichen Maße bestätigt ist wie die offiziell gemeldeten Bestände.

BitMine verfolgt damit keinen kurzfristigen Trading-Ansatz, sondern eine langfristige Treasury-Strategie. Ein großer Teil der Bestände wird zusätzlich gestakt, wodurch das Unternehmen laufende Erträge erzielen kann. Die fortgesetzte Akkumulation zeigt, dass BitMine die aktuelle Schwäche nicht als strukturelles Problem, sondern als günstige Phase zum Ausbau seiner Ethereum-Position interpretiert.

Bitcoin-Layer-2 als neuer Trend: Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke

Während Ethereum nach historischen Bewertungsmodellen bereits günstig erscheint, könnte der nächste große Skalierungstrend zunehmend auch Bitcoin erreichen. Layer-2-Netzwerke sollen zusätzliche Funktionen ermöglichen, ohne jede Transaktion direkt auf der vergleichsweise langsamen Bitcoin-Basisschicht ausführen zu müssen. Dadurch könnten perspektivisch schnellere Transfers, geringere Gebühren sowie Anwendungen aus den Bereichen DeFi, Staking und Web3 auf Bitcoin entstehen. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen L2-Ansätze erheblich bei Sicherheit, Dezentralisierung und technischer Reife.

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Ein Projekt, das innerhalb dieses Trends derzeit auffällt, ist Bitcoin Hyper. Nach Angaben des Projekts soll die geplante Layer-2-Lösung die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit einer leistungsfähigen Ausführungsumgebung auf Basis der Solana Virtual Machine verbinden. Nutzer sollen BTC über eine sogenannte Canonical Bridge auf die zweite Ebene übertragen können. Zusätzlich sieht das Konzept Zero-Knowledge-Technologie vor, um Transaktionen effizient zu bündeln und gegenüber der Basisschicht nachzuweisen.

Relative Stärke zeigt sich bislang vor allem beim Presale. Trotz des schwachen Kryptomarkts wurden laut veröffentlichten Angaben bereits nahezu 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der HYPER-Token soll innerhalb des Ökosystems unter anderem für Gebühren, Staking und Governance eingesetzt werden. Für frühzeitig gestakte Token wird aktuell eine variable Rendite von rund 36 Prozent APY beworben. Diese hohe Verzinsung kann zusätzliche Nachfrage erzeugen, ist allerdings nicht garantiert und dürfte mit zunehmender Zahl gestakter Token weiter sinken.

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Marktübersicht

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