Bitcoin Prognose: Bullen geben dieses Signal

Bitcoin zeigt sich zum Wochenende wieder etwas stabiler und notiert mit rund 64.000 US-Dollar etwa ein Prozent über dem Niveau des Vortags. Damit setzt sich die vorsichtige Erholung nach dem jüngsten Rücksetzer fort, während Käufer im Bereich um 60.000 US-Dollar zuletzt wiederholt aktiv wurden.
Vom Rekordhoch bei rund 126.200 US-Dollar bleibt BTC allerdings weiterhin fast 50 Prozent entfernt – der übergeordnete Bärenmarkt ist somit noch keineswegs überwunden. Dennoch liefert eine wichtige On-Chain-Metrik nun ein erstes positives Signal. Laut Swissblock beginnt der Indikator für einen bullischen Marktübergang zu blinken. Entscheidend ist jetzt, ob auch das Preismomentum folgt.
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Bitcoin-Indikator flippt bullisch – doch die Bestätigung fehlt noch
Die aktuelle Analyse von Swissblock kombiniert den Bitcoin-Kurs mit der kurzfristigen Kostenbasis verschiedener Anlegergruppen. Im Fokus stehen dabei die durchschnittlichen Einstiegspreise der Käufer aus den vergangenen sieben und 30 Tagen. Diese sogenannten Cost-Basis-Linien helfen dabei, Unterstützungs- und Widerstandsbereiche zu erkennen: Notiert Bitcoin oberhalb der jeweiligen Kostenbasis, befinden sich die entsprechenden Marktteilnehmer durchschnittlich im Gewinn. Unterhalb davon wächst dagegen der Verkaufsdruck, weil viele kurzfristige Käufer Verluste halten.
Aktuell bewegt sich der Bitcoin-Kurs zwischen der siebentägigen und der 30-tägigen Kostenbasis. Beide Linien laufen immer enger zusammen. Eine solche Kompression signalisiert, dass sich der Markt einem Entscheidungspunkt nähert. Gleichzeitig hat das von Swissblock beobachtete bullische Übergangssignal bereits angeschlagen. Historisch kann ein solcher Wechsel darauf hindeuten, dass die vorherige Abwärtsphase an Dynamik verliert und sich eine neue Akkumulations- oder Erholungsphase vorbereitet.
Eine vollständige Trendwende ist damit jedoch noch nicht bestätigt. Der separate Momentum-Indikator befindet sich weiterhin im negativen Bereich und ist noch nicht zurück in die sogenannte Übergangszone gestiegen. Genau dieser Schritt wäre wichtig: Verbessert sich das Momentum weiter und löst sich der Kurs oberhalb der komprimierten Kostenbasis, würde dies darauf hindeuten, dass Käufer das vorhandene Verkaufsangebot zunehmend absorbieren.
Bleibt die Dynamik dagegen schwach, könnte Bitcoin zunächst in seiner Seitwärtsphase gefangen bleiben. Im ungünstigeren Szenario bricht die Kostenbasis-Kompression nach unten auf, wodurch erneut Druck auf den Bereich um 60.000 US-Dollar entstehen könnte. Das Signal ist deshalb vor allem als Frühwarnindikator zu verstehen: Der Marktaufbau wird bullischer, doch erst stärkeres Momentum und ein nachhaltiger Ausbruch würden aus dem frühen Signal eine belastbare Erholung machen.
Bitcoin gegenüber Gold historisch überverkauft – folgt die nächste Rallye?
Ein weiterer Indikator liefert derzeit ein außergewöhnlich bullisches Signal. Der sogenannte Bitcoin-Gold-Oszillator vergleicht die Wertentwicklung von BTC mit Gold und misst, wie weit dieses Verhältnis von seinem langfristigen Trend abweicht. Nach der dargestellten Analyse notiert Bitcoin gegenüber dem Edelmetall aktuell so stark überverkauft wie nie zuvor. Auch auf Monatsbasis soll lediglich ein früherer Zeitpunkt eine noch extremere Schwäche gezeigt haben.
Hintergrund ist die massive Divergenz zwischen beiden Anlageklassen. Während Bitcoin seit seinem Rekordhoch stark korrigierte, entwickelte sich Gold deutlich robuster. Dadurch kann ein Bitcoin derzeit wesentlich weniger Gold kaufen als noch während früherer Hochphasen. Andere Berechnungen verorten das aktuelle Verhältnis bei ungefähr 15 bis 16 Feinunzen Gold je Bitcoin und damit deutlich unter längerfristigen Vergleichswerten.
Coin Bureau verweist darauf, dass nach einem früheren vergleichbaren Signal eine Bitcoin-Rallye von nahezu 660 Prozent folgte. Daraus lässt sich jedoch kein verlässliches Kursziel ableiten: Der historische Vergleich basiert auf sehr wenigen Beobachtungen, während sich Liquidität, Marktstruktur und makroökonomisches Umfeld inzwischen verändert haben.
Dennoch unterstreicht die Kennzahl die extreme relative Schwäche von Bitcoin. Dreht das BTC-Gold-Verhältnis nach oben, könnte dies auf eine erneute Kapitalrotation in Richtung Bitcoin hindeuten. Bis dahin bleibt der Indikator ein potenzielles Bodensignal – aber noch keine bestätigte Trendwende.
Bullische Divergenz: Bitcoin könnte Aktien künftig deutlich schlagen
Auch gegenüber dem S&P 500 zeichnet sich nach Einschätzung des Krypto-Analysten Michaël van de Poppe ein potenziell bullisches Signal ab. Im Wochenchart des Bitcoin-S&P-Verhältnisses fällt das Kursverhältnis weiter auf neue Tiefpunkte, während der begleitende Momentum-Indikator bereits höhere Tiefs ausbildet. Diese gegenläufige Entwicklung wird als bullische Divergenz bezeichnet und kann darauf hindeuten, dass der bestehende Abwärtstrend zunehmend an Kraft verliert.
Van de Poppe erwartet deshalb, dass Bitcoin die klassischen Aktienindizes in der kommenden Phase wieder deutlich übertreffen könnte. Besonders interessant ist der historische Vergleich: Eine ähnlich ausgeprägte bullische Divergenz sei zuletzt rund um den tatsächlichen Bitcoin-Boden im Jahr 2022 entstanden. Anschließend begann BTC sowohl absolut als auch relativ gegenüber dem S&P 500 eine starke Erholungsbewegung.
Eine unmittelbare Trendwende garantiert das Signal jedoch nicht. Bitcoin müsste zunächst das Verhältnis stabilisieren, wichtige gleitende Durchschnitte zurückerobern und anschließend höhere Hochs etablieren. Dennoch ergänzt die Divergenz die zuletzt wachsende Zahl möglicher Bodenindikatoren.
Fazit: Mehrere Signale machen Hoffnung auf eine Bitcoin-Trendwende
Bitcoin bleibt trotz der jüngsten Erholung klar im übergeordneten Bärenmarkt und notiert weiterhin deutlich unter seinem Allzeithoch. Gleichzeitig häufen sich jedoch Anzeichen dafür, dass die extremste Schwächephase möglicherweise ihrem Ende näherkommt. Das bullische Übergangssignal der kurzfristigen Kostenbasis, die historische Unterbewertung gegenüber Gold und die positive Divergenz relativ zum S&P 500 sprechen für ein zunehmend interessantes Chance-Risiko-Verhältnis.
Noch fehlt allerdings eine eindeutige Bestätigung durch anhaltendes Preismomentum. Erst ein Ausbruch aus der aktuellen Konsolidierung und die Rückeroberung wichtiger Widerstände würden das bullische Szenario deutlich stärken. Bis dahin bleiben die Kennzahlen frühe Signale einer möglichen Bodenbildung – und keine Garantie für eine unmittelbar bevorstehende Rallye.
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