Bitcoin Prognose: Statt Gold & BTC – das kaufen Privatanleger jetzt

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin zeigt weiter deutliche Schwäche. Der Kurs fiel heute zeitweise unter die wichtige Marke von 60.000 US-Dollar, bevor ein leichter Rebound einsetzte. Dennoch bleibt die Lage angespannt, denn mehrere Supports wurden bereits verloren. Am Markt dominiert erneut FUD, während viele Anleger in den Risk-off-Modus wechseln.

Besonders auffällig ist dabei, dass nicht nur Bitcoin unter Druck steht, sondern auch Gold zuletzt deutlich verkauft wurde. Damit geraten gleich zwei klassische Anlageklassen unter Druck, die eigentlich als Absicherung oder alternatives Wertaufbewahrungsmittel gelten.

Die große Frage lautet nun: War das bereits die Kapitulation – oder beginnt die Bodenbildung erst?

Unsere große Bitcoin Prognose für 2026

Privatanleger verkaufen Bitcoin und Gold – Kapital fließt massiv in Halbleiter

Eine aktuelle Analyse der Kobeissi Letter zeigt, dass sich am Markt eine bemerkenswerte Rotation vollzieht. Demnach ziehen sich Privatanleger zunehmend aus Bitcoin- und Gold-ETFs zurück und schichten Kapital in Halbleiter-Aktien um. Seit April verzeichneten US-Gold- und Bitcoin-ETFs zusammen rund 12 Milliarden US-Dollar an kumulierten Abflüssen. Im gleichen Zeitraum flossen rund 20 Milliarden US-Dollar in US-Halbleiter-ETFs. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass Anleger aktuell weniger auf Absicherung oder digitale Knappheit setzen, sondern auf den KI- und Chip-Hype.

Besonders spannend ist die Dynamik seit Mitte Mai. Laut der Analyse haben sich die Abflüsse aus Gold- und Bitcoin-Fonds in dieser Phase mehr als verdreifacht. Gleichzeitig verdoppelten sich die Zuflüsse in Halbleiter-ETFs. Das passt zum aktuellen Marktbild: Während Bitcoin wichtige Unterstützungen verliert und Gold ebenfalls korrigiert, bleiben Halbleiter-Aktien extrem gefragt. Die größten entsprechenden ETFs, SOXX und SMH, konnten seit Anfang April massiv zulegen. Gleichzeitig stehen GLD und IBIT deutlich unter Druck.

Für Bitcoin ist diese Entwicklung kurzfristig problematisch. Denn ETF-Zuflüsse waren in den vergangenen Monaten ein zentraler Kurstreiber. Wenn nun Kapital aus den Produkten abgezogen wird, fehlt dem Markt genau jene Nachfrage, die frühere Rallyes getragen hat. Noch stärker wirkt der psychologische Faktor: Wenn Anleger Bitcoin nicht mehr als Gewinner-Asset, sondern als Liquiditätsquelle sehen, kann Verkaufsdruck schnell zunehmen.

Ob der kurze Rebound nach dem Fall unter 60.000 US-Dollar schon eine Bodenbildung markiert, bleibt deshalb fraglich. Die Rotation zeigt eher, dass Kapital aktuell dorthin fließt, wo Momentum sichtbar ist: in Halbleiter und KI. Bitcoin muss erst wieder relative Stärke zeigen, bevor größere Käufer überzeugend zurückkehren.

Bitcoin-Bärenmarkt bleibt mild: Doch ist der Boden drin?

Damit wird die aktuelle Schwäche bei Bitcoin noch spannender. Denn obwohl der Kurs massiv unter Druck steht, ETF-Abflüsse zunehmen und Anleger Kapital in andere Momentum-Sektoren wie Halbleiter umschichten, ist dieser Bärenmarkt historisch betrachtet bislang vergleichsweise mild. Genau darauf verweist nun auch Krypto-Analyst Lark Davis mit Daten von CoinGecko. Demnach befindet sich Bitcoin aktuell seit 233 Tagen unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Das klingt lang, liegt aber noch deutlich unter früheren großen Bärenmärkten.

Zum Vergleich: Der Bärenmarkt 2014/2015 nach Mt. Gox dauerte 321 Tage. Nach der ICO-Blase 2018/2019 lag Bitcoin sogar 385 Tage unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Auch der Luna- und FTX-Crash 2022/2023 brachte eine Phase von 381 Tagen. Dagegen wirkt die aktuelle Schwächephase mit 233 Tagen noch moderat. Genau hier liegt jedoch die Unsicherheit. Entweder zeigt sich ein reiferer Markt, der durch ETFs, institutionelle Anleger und höhere Liquidität stabiler geworden ist. Oder aber der finale Boden wurde schlicht noch nicht erreicht.

Auch die Drawdown-Daten passen zu dieser vorsichtigen Einordnung. Frühere Bitcoin-Zyklen verzeichneten Rückgänge zwischen 52 und 84 Prozent. Aktuell liegt der maximale Rückgang laut Davis bei rund 51 Prozent. Damit wäre dieser Bärenmarkt ebenfalls der mildeste der bisherigen Bitcoin-Geschichte. Für eine echte Entwarnung reicht das jedoch nicht.

Entscheidend bleibt nun die Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts. Dieser liegt laut der Analyse aktuell bei rund 76.000 US-Dollar. Vom derzeitigen Niveau wäre dafür ein Anstieg von etwa 22 Prozent nötig. Historisch dauerte eine solche Erholung nach dem Boden zwischen 65 und 166 Tagen. Geduld bleibt daher zentral.

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