Darum gewinnen Bitcoin-Bullen immer

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Mar 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin-Anleger haben es derzeit alles andere als leicht. Während die Aktienmärkte zuletzt neue Rekordstände markieren und große Indizes auf Allzeithochs notieren, kämpft Bitcoin weiterhin mit einem massiven Bewertungsabschlag. Vom Höchststand ist die Kryptowährung rund 50 Prozent entfernt, die Dynamik fehlt, das Momentum bleibt schwach und viele Altcoins befinden sich sogar 70 bis 90 Prozent unter ihren früheren Rekordwerten. Entsprechend pessimistisch ist die Stimmung im Markt.

Zahlreiche Investoren stellen die langfristige Investmentthese infrage und warten auf noch tiefere Kurse. Doch genau in solchen Phasen entstehen historisch oft die besten Chancen. Ein bekannter Analyst argumentiert nun, dass Bitcoin-Bullen langfristig praktisch immer auf der Gewinnerseite stehen – selbst wenn die kurzfristige Entwicklung aktuell das Gegenteil vermuten lässt.

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Bitcoin-Bullen werden langfristig immer gewinnen

Die aktuelle Einschätzung basiert auf einem Signal, das in der Geschichte von Bitcoin nur äußerst selten aufgetreten ist. Der Analyst James Easton kombiniert dabei den bekannten Bitcoin Rainbow Chart mit einem eigenen Momentum-Indikator. Auffällig ist, dass dieser Indikator bislang ausschließlich während großer Bärenmarkt-Tiefs in den Jahren 2012, 2015, 2019, 2023 und nun erneut 2026 in den Extrembereich gefallen ist.

Historisch betrachtet markierten genau diese Phasen die Zeitpunkte maximaler Unsicherheit. Die Stimmung war negativ, Anleger erwarteten weitere Verluste und viele Marktteilnehmer hatten bereits kapituliert. Dennoch folgten auf diese Signalzonen später die größten Aufwärtsbewegungen der jeweiligen Marktzyklen.

Der zentrale Gedanke dahinter ist einfach: Langfristige Investoren profitieren nicht dadurch, dass sie den exakten Tiefpunkt treffen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie in Phasen extremer Angst akkumulieren, während die Mehrheit auf weitere Kursverluste wartet. Selbst wenn Bitcoin nach dem Einstieg nochmals 10 oder 20 Prozent fallen sollte, wäre dieser Unterschied langfristig oft kaum relevant.

Genau darauf verweist auch Michaël van de Poppe. Seiner Ansicht nach konzentrieren sich viele Anleger zu stark auf kurzfristige Risiken und verpassen dadurch die wirklich großen Bewegungen. Wer ausschließlich auf den perfekten Einstieg wartet, investiert häufig erst dann, wenn die Rally bereits weit fortgeschritten ist.

Die historische Entwicklung unterstützt diese Sichtweise. Nach früheren Bärenmärkten stieg Bitcoin regelmäßig um ein Vielfaches der damaligen Tiefststände. Deshalb argumentieren die Analysten, dass die entscheidende Frage nicht lautet, ob Bitcoin kurzfristig noch etwas tiefer fallen kann. Viel wichtiger sei, ob das langfristige Chance-Risiko-Verhältnis aktuell attraktiv erscheint. Und genau dieses Verhältnis könnte laut den vorliegenden Daten heute wieder auf einem Niveau liegen, das in der Vergangenheit außergewöhnliche Renditechancen bot.

Bitcoin-Metrik signalisiert Unterbewertung: Warum Bullen jetzt genauer hinsehen

Der MVRV Z-Score gehört zu den bekanntesten Bewertungsindikatoren im Bitcoin-Markt. Vereinfacht gesagt vergleicht die Kennzahl den aktuellen Marktwert von Bitcoin mit dem sogenannten Realized Value – also dem Wert, zu dem die Coins zuletzt tatsächlich bewegt wurden. Dadurch lässt sich abschätzen, ob Bitcoin historisch eher über- oder unterbewertet ist.

Besonders interessant sind die Extremzonen. Hohe Werte im roten Bereich traten in der Vergangenheit regelmäßig nahe wichtiger Zyklushochs auf, während niedrige Werte im grünen Bereich häufig mit Bärenmarkt-Tiefs zusammenfielen. Aktuell notiert der MVRV Z-Score deutlich näher an diesen historischen Unterbewertungszonen als an den euphorischen Übertreibungsphasen vergangener Hausse-Märkte.

Zwar befindet sich die Kennzahl noch nicht auf den Extremständen der Bodenbildungen aus den Jahren 2015, 2019 oder 2022. Dennoch zeigt der Trend klar in Richtung einer attraktiveren Bewertung. Während Bitcoin rund 50 Prozent unter seinem Allzeithoch handelt, wurde bereits ein großer Teil der spekulativen Übertreibung aus dem Markt gespült.

Für antizyklische Anleger ist genau das der entscheidende Punkt. Historisch entstanden die besten langfristigen Renditen nicht während euphorischer Phasen nahe neuer Höchststände, sondern in Zeiten, in denen die Stimmung besonders negativ war und die Bewertung zunehmend attraktiv wurde. Je näher sich der MVRV Z-Score den Unterbewertungszonen annähert, desto interessanter wird das Chance-Risiko-Verhältnis für langfristig orientierte Bullen. Kurzfristig sind weitere Rückschläge zwar möglich, doch aus historischer Perspektive wächst mit fallenden Bewertungen die Wahrscheinlichkeit, dass sich für geduldige Investoren erneut eine attraktive Einstiegsgelegenheit entwickelt.

Bitwise-Prognose: Nicht der Boden zählt, sondern das nächste Zyklushoch

Auch Bitwise-CIO Matt Hougan argumentiert in diese Richtung. Seine Kernaussage: Langfristige Anleger sollten sich weniger darauf fokussieren, ob Bitcoin den exakten Boden bereits erreicht hat. Entscheidend sei vielmehr, wo der nächste Zyklus sein Hoch ausbilden könnte.

Damit verschiebt Bitwise die Perspektive. Wer bei Bitcoin ein langfristiges Aufwärtspotenzial sieht, muss nicht zwangsläufig den perfekten Einstieg treffen. Selbst wenn der Kurs kurzfristig nochmals fällt, könnte das aktuelle Niveau im Verhältnis zu möglichen späteren Zyklushochs attraktiv sein.

Gerade in Bärenmärkten neigen Anleger dazu, nur noch auf Risiken zu schauen. Doch historisch wurden große Renditen meist dann vorbereitet, wenn die Stimmung schwach war, die Bewertung gefallen ist und kaum jemand an neue Höchststände glaubte.

Für Bullen ist die Bitwise-Prognose deshalb ein wichtiges Signal: Die zentrale Frage lautet nicht, ob Bitcoin noch 10 Prozent tiefer fällt, sondern ob das langfristige Chance-Risiko-Verhältnis bereits wieder klar nach oben zeigt.

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