XRP Analyse: Trader legt sich fest – Kursanstieg auf mindestens 7,58 Dollar

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

XRP zeigt sich am Kryptomarkt aktuell ausgesprochen träge. Seit Tagen dominiert eine Seitwärtsbewegung, echte Impulse fehlen. Mit einem Kurs von rund 1,30 US-Dollar tritt der Ripple-Coin auf Wochensicht nahezu auf der Stelle. Weder Bullen noch Bären konnten zuletzt einen klaren Ausbruch erzwingen.

Langfristig bleibt das Chartbild ohnehin angeschlagen, denn XRP notiert weiter mehr als 65 Prozent unter seinem Allzeithoch. Dennoch bleibt der Coin gerade bei Privatanlegern beliebt, weil viele auf eine späte Aufholbewegung spekulieren. Nun sorgt ein neuer Chart-Call für Aufmerksamkeit: Ein Trader hält einen Anstieg auf mindestens 7,58 US-Dollar für möglich. Ausgehend vom aktuellen Niveau entspräche das einem Kurspotenzial von rund 483 Prozent.

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XRP-Trader sieht gesunde Korrektur vor Kursexplosion

Der hiesige Trader argumentiert aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie und bewertet die bisherige XRP-Struktur als noch nicht abgeschlossen. Seine Kernaussage: Der massive Anstieg seit dem Bereich um 0,60 US-Dollar sei keine zufällige Gegenbewegung gewesen, sondern eine vollständige fünfteilige Aufwärtsstruktur. Damit, so die Lesart, habe XRP eine übergeordnete primäre Welle 1 vom Tief im Juli 2024 bis zum Hoch im Juli 2025 abgeschlossen. Die aktuelle Schwächephase interpretiert er folglich nicht als Kollaps des Trends, sondern als primäre Welle 2 – also als klassische Korrektur nach einem ersten starken Impuls.

Besonders wichtig sind für ihn dabei die Fibonacci-Zonen. Das 0,5-Retracement bei 1,21 US-Dollar wurde laut seiner Analyse bereits angelaufen. Noch spannender sei jedoch der Bereich zwischen dem 0,618- und 0,65-Fibonacci-Level, also ungefähr 0,92 bis 0,86 US-Dollar. Diese Zone bezeichnet er als „Golden Pocket“ und zugleich als möglichen Retest der langfristigen Trendlinie. Genau dort würde er laut eigener Aussage bevorzugt nach Einstiegschancen suchen. Ein noch tieferer Rücksetzer bis 0,62 US-Dollar entspräche dem 0,786-Retracement, wird von ihm aber eher als weniger wahrscheinliches Extremszenario gesehen.

Aus dieser Struktur leitet er dann die Kursziele für eine potenzielle primäre Welle 3 ab. Das Mindestziel verortet er bei 7,58 US-Dollar. Sollte XRP zuvor tiefer in die Zone zwischen 0,92 und 0,86 US-Dollar fallen und erst dann sauber drehen, sieht er sogar rund 9 US-Dollar als realistisches Mindestziel. Im bullischsten Fall nennt er 24,75 US-Dollar, bei tieferem Rücklauf sogar 37 US-Dollar. Entscheidend bleibt für ihn aber die Marke von 0,86 US-Dollar: Ein Monatsschluss darunter wäre für seine persönliche These ein klares Warnsignal.

Schwache Daten belasten XRP zusätzlich

Trotz einzelner bullischer Stimmen bleibt die aktuelle Datenlage für XRP klar belastend. Besonders auffällig ist die längste monatliche Verlustserie seit über einem Jahrzehnt. Seit Oktober 2025 fiel XRP sechs Monate in Folge – ein Negativrekord, den es zuletzt nur 2013/2014 gab. In diesem Zeitraum summiert sich das Minus auf über 55 Prozent, im Schnitt verlor der Coin rund 10 Prozent pro Monat. Das signalisiert eine anhaltende strukturelle Schwäche und zeigt, dass Erholungen bislang konsequent abverkauft werden.

Noch kritischer ist die Entwicklung beim Handelsvolumen. Während der Kurs zuletzt seitwärts tendierte, ist das Interesse der Marktteilnehmer deutlich zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden brach das Trading-Volumen laut Daten um rund 50 Prozent ein. Ein solcher Rückgang gilt als klares Warnsignal, denn fehlende Liquidität erschwert nachhaltige Aufwärtsbewegungen erheblich.

Damit ergibt sich ein gemischtes Bild: Während technische Analysten auf eine mögliche Bodenbildung und neue Impulswellen hoffen, sprechen die aktuellen Marktdaten eher für Zurückhaltung. Besonders die Kombination aus schwacher Performance über Monate hinweg und sinkendem Interesse könnte kurzfristig weiter Druck auf XRP ausüben.

Kaum Dynamik: On-Chain-Daten zeigen unentschlossenen Markt

Auch ein Blick auf die On-Chain-Daten bestätigt die aktuelle Lethargie bei XRP. Die Metrik „Exchange Net Position Change“ misst, ob mehr Coins auf Börsen ein- oder ausgezahlt werden. Positive Werte deuten auf Zuflüsse hin – also potenziellen Verkaufsdruck. Negative Werte zeigen Abflüsse, was oft als bullisches Signal in der Ripple Prognose gewertet wird, da Investoren Coins von Börsen abziehen.

xrp

Aktuell ist jedoch kein klarer Trend erkennbar. Die Bewegungen bleiben vergleichsweise flach, größere Ausschläge fehlen. Das signalisiert: Weder Käufer noch Verkäufer dominieren den Markt. Es gibt kaum Kapitalrotation, keine starken Akkumulationsphasen, aber auch keine Panikverkäufe.

Genau diese fehlende Dynamik passt zur Seitwärtsbewegung im Kurs. XRP befindet sich damit in einer klassischen Übergangsphase – ein Gleichgewichtszustand, der häufig vor einer größeren Bewegung entsteht, deren Richtung aktuell jedoch völlig offen bleibt.

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