Bitcoin: Investoren verdrängen zunehmend Wale
In seinen Anfangszeiten galt die Kryptoszene als anarchistisch. Doch aus einer Welt ohne scheinbare Regeln ist ein fixer Bestandteil der internationalen Finanzwelt geworden. Die Politik reagierte überraschend schnell auf den Aufstieg von Bitcoin und Co und begann, Regeln zu entwerfen.

Der letzte Schritt auf dem Weg zu internationaler Akzeptanz war die Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs im Januar 2024. Damit begann schnell noch mehr Kapital zu fließen, doch diesmal kam dieses nicht von Privatpersonen, sondern von institutionellen Investoren.
Bitcoin kaufen ist zur Normalität geworden
Das lenkte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit noch stärker auf Bitcoin. Banken stiegen mit ein, Donald Trumps Kehrtwende in der politischen Betrachtung der USA verpasste Bitcoin dann jenen Schub, der bis zu einem neuen Rekordhoch führte. Doch der ganz große Bullrun Crypto lässt vorerst auf sich warten.
Bitcoin kaufen ist also nicht nur mehr die Angelegenheit von Nerds, sondern längst Normalität geworden. Diese Entwicklung hat jedoch auch dazu geführt, dass sich die Szene in einem Wandel befindet.

Macht und Einfluss der Bitcoin-Wale werden zunehmend zugunsten der institutionellen Investoren zurückgedrängt. Die Wale verkaufen Teile ihrer Bestände, damit nimmt ihre Macht auf die Kursentwicklung von Bitcoin ab.
Lauert hier eine Gefahr?
Noch sind sich Beobachter nicht einig darüber, ob damit die Gefahr von Crashs steigt oder abnimmt. Bitcoin-Wale waren zumeist Hodler und tauchten auch schwierige Phasen durch. Das muss bei institutionellen Investoren nicht so bleiben.
Wie eine Analyse von Bloomberg zeigt, ziehen sich Bitcoin-Miner und frühe Investoren immer stärker aus Bitcoin zurück. Gleichzeitig steigen die ETFs immer stärker in den Bitcoin-Markt ein und gewinnen damit auch an Einfluss.
Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Kurs, sondern auch auf die Volatilität. Diese nimmt immer stärker ab. Die hohen Kursausschläge nach oben werden weniger. Bitcoin wird zu einem „gewöhnlichen“ Asset, das hauptsächlich dem Schutz vor Inflation und der Diversifizierung dient. Gleichzeitig versuchen neue Token wie Bitcoin Hyper die Blockchain von Bitcoin weiterzuentwickeln.
Damit verliert Bitcoin seine Stigmatisierung als Hochrisiko-Asset und gliedert sich stattdessen in die lange Liste von Assets ein, die am Finanzmarkt gehandelt werden. Dominatoren sind unter anderem der ETF von BlackRock, ebenso wie das Unternehmen Strategy, das unter Führung von CEO Michael Saylor massiv in Bitcoin investiert.
