XRP Prognose: Das nächste Tesla?

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

In den sozialen Netzwerken macht aktuell ein spannender Vergleich die Runde: XRP könnte heute dort stehen, wo Tesla im Jahr 2019 vor seiner gigantischen Rallye stand. Der Grund dafür liegt in den Charts. Sowohl Tesla damals als auch XRP heute zeigen eine ungewöhnlich lange Phase der Seitwärtsbewegung – gefolgt von der Hoffnung auf einen explosiven Ausbruch.

Doch reicht ein ähnliches Chartbild wirklich aus, um Kursziele von 20, 50 oder gar 80 Dollar zu rechtfertigen?

Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeichnet ein deutlich differenzierteres Bild.

XRP wie Tesla 2019? Warum der Chartvergleich allein nicht reicht

Die Theorie basiert auf einem simplen Vergleich: Tesla bewegte sich zwischen 2013 und 2019 über Jahre hinweg in einer breiten Seitwärtszone, bevor die Aktie schließlich massiv ausbrach und sich im Anschluss vervielfachte.

Genau diese Parallele sehen einige Marktbeobachter nun auch bei XRP.

Tatsächlich befindet sich XRP ebenfalls seit langer Zeit in einer ausgedehnten Konsolidierungsphase. Doch allein aus einem ähnlichen Kursmuster eine identische Zukunft abzuleiten, wäre riskant.

Denn bei ausreichend vielen Assets lassen sich fast immer optische Ähnlichkeiten im Chart finden.

Die entscheidendere Frage lautet daher: Verbessern sich die Fundamentaldaten tatsächlich? Und hier gibt es bei XRP durchaus Entwicklungen, die Aufmerksamkeit verdienen.

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XRP Ledger wächst – ETFs zeigen überraschende Stärke

Eine der wichtigsten Entwicklungen findet aktuell direkt auf dem XRP Ledger statt.

Vor allem im Bereich der Tokenisierung von Real World Assets (RWA) scheint das Netzwerk zunehmend Aktivität zu verzeichnen. Gleichzeitig wächst auch Ripples Stablecoin-Ökosystem weiter, was mittelbar für zusätzliche Nutzung des Ledgers sorgen könnte. Mehr Netzwerkaktivität bedeutet langfristig potenziell stärkere Fundamentaldaten – und genau diese werden letztlich für nachhaltige Kapitalzuflüsse benötigt.

Besonders interessant ist derzeit zudem die Entwicklung rund um die XRP-ETFs.

Während bei Bitcoin- und Ethereum-ETFs zuletzt teils erhebliche Kapitalabflüsse zu beobachten waren, zeigt XRP relative Stärke. Laut den im Transkript genannten Daten flossen zuletzt erneut fast 12 Millionen Dollar in entsprechende Produkte, womit inzwischen rund 1,12 Milliarden Dollar Nettovermögen in den Fonds gebunden seien.

Auffällig: Im gesamten Mai gab es demnach keinen einzigen Tag mit Kapitalabflüssen.

Natürlich lässt sich XRP aufgrund der deutlich geringeren Fondsgröße nicht eins zu eins mit Bitcoin oder Ethereum vergleichen. Dennoch signalisiert die Entwicklung, dass zumindest ein Teil des Kapitals weiterhin Vertrauen in das Asset zeigt.

Auch kurzfristig wirkt sich das auf die relative Kursentwicklung aus: Während Bitcoin zuletzt schwächer tendierte, konnte XRP zumindest leichte Stärke zeigen.

Die vielleicht wichtigste Kennzahl bleibt fast unbeachtet

Noch spannender als der Kurs selbst könnte jedoch eine Kennzahl sein, die von vielen Anlegern kaum verfolgt wird: die täglich verbrannten XRP-Token.

Durch Transaktionen auf dem Netzwerk werden XRP dauerhaft vernichtet – der sogenannte Burn-Mechanismus. Langfristig hoffen viele Anleger darauf, dass diese verbrannten Token einen Teil der zusätzlichen XRP kompensieren können, die Ripple regelmäßig in Umlauf bringt.

Von diesem Punkt ist der Markt zwar noch weit entfernt.

Allerdings zeigen die Daten laut Transkript zumindest eine mögliche Bodenbildung. Die täglich verbrannte Menge scheint sich in den vergangenen Monaten im Bereich von rund 300 bis 350 XRP pro Tag stabilisiert zu haben – inklusive einzelner Ausreißer nach oben.

Das Niveau bleibt historisch betrachtet niedrig. In früheren Phasen lagen die Burn-Raten deutlich höher.

Trotzdem könnte eine Stabilisierung ein erstes Zeichen dafür sein, dass die Netzwerkaktivität nicht weiter zurückgeht, sondern möglicherweise langsam wieder anzieht.

Unterm Strich bedeutet das: XRP wird nicht automatisch „das nächste Tesla“, nur weil sich zwei Charts ähneln.

Die Fundamentaldaten liefern jedoch durchaus Argumente dafür, dass sich der Bereich um die aktuellen Kursniveaus eher als Bodenbildung denn als finales Hoch herausstellen könnte – vorausgesetzt, der Gesamtmarkt stabilisiert sich und regulatorische Themen wie der CLARITY Act sowie ETF-Zuflüsse entwickeln sich weiter positiv.

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