Truth Social zieht Krypto-ETF-Anträge zurück – Neuausrichtung statt Aufgabe
Trump Media and Technology Group stoppt ihre geplanten Krypto-ETFs – doch das Ende der Krypto-Ambitionen der Trump-Familie ist das keineswegs. Die Rücknahme folgt einer regulatorischen Neuausrichtung.
Knapp ein Jahr nach Einreichung der Anträge zieht Trump Media and Technology Group, das Unternehmen hinter der Plattform Truth Social, seine geplanten Krypto-ETFs zurück. Betroffen sind der Truth Social Bitcoin ETF sowie der Truth Social Bitcoin and Ethereum ETF, die im Juni 2025 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht worden waren. Beide Produkte sollten Anlegern direkten Zugang zu Bitcoin und Ethereum ermöglichen. Die Rücknahme erfolgte, bevor die Fonds genehmigt oder öffentlich angeboten wurden.
Regulatorische Neuausrichtung statt Aufgabe
Der Rückzug ist keine Abkehr von der Krypto-Strategie, sondern eine bewusste Umstrukturierung. Yorkville America, der Sponsor und Anlageberater der geplanten Fonds, begründet die Entscheidung mit regulatorischen Vorteilen: Der Investment Company Act von 1940 biete die Möglichkeit, Anlegern differenziertere Strategien anzubieten als der ursprünglich gewählte Rahmen des Securities Act von 1933. Während der Securities Act von 1933 primär die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren regelt, fokussiert sich der Investment Company Act von 1940 auf den laufenden Betrieb von Investmentgesellschaften – und eröffnet damit flexiblere Produktstrukturen.
Trump-Familie bleibt aktiv im Krypto-Sektor
Die Rücknahme der ETF-Anträge ändert nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung der Trump-Familie gegenüber digitalen Vermögenswerten. Donald Trump hatte im Wahlkampf mehrfach angekündigt, die USA zur Krypto-Hauptstadt der Welt zu machen, und entsprechende regulatorische Weichenstellungen eingeleitet. Eric Trump ist unterdessen mit dem Unternehmen American Bitcoin im Bitcoin-Mining aktiv. Das Krypto-Engagement der Familie wächst weiter – lediglich der gewählte Weg für die ETF-Produkte von Truth Social wird neu justiert.
