Bitcoin Prognose: 65.000 Dollar – Trumps Lob kurbelt an

Bitcoin hat sich zuletzt wieder etwas stabilisiert. Nach den jüngsten Verlaufstiefs konnte sich die größte Kryptowährung bereits um rund zehn Prozent erholen und zeitweise die Marke von 65.000 US-Dollar zurückerobern. Von einer echten Trendwende kann zwar noch keine Rede sein: Der übergeordnete Bärenmarkt bleibt intakt, das Handelsvolumen überschaubar und die Dynamik vergleichsweise gering.
Dennoch verbessert sich das kurzfristige Bild. Auffällig ist insbesondere, dass neue negative Nachrichten zuletzt kaum noch zusätzlichen Verkaufsdruck ausgelöst haben. Eine solche relative Stärke kann auf eine zunehmende Erschöpfung der Verkäufer hindeuten. Nun erhält Bitcoin zusätzlich erneut politische Rückendeckung aus Washington.
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Trump lobt Bitcoin erneut – politische Unterstützung bleibt erhalten
Für positive Schlagzeilen sorgt erneut US-Präsident Donald Trump. In seinen jüngsten Äußerungen bezeichnete er Kryptowährungen ausdrücklich als ein bedeutendes Thema und machte deutlich, dass die USA seiner Ansicht nach ihre führende Rolle in diesem Bereich verteidigen müssen. Insbesondere China dürfe beim Thema Krypto keinen strategischen Vorsprung aufbauen. Damit setzt Trump seine grundsätzlich kryptofreundliche Linie der vergangenen Jahre fort.
Bemerkenswert war dabei auch sein direkter Bezug auf Bitcoin als Zahlungsmittel. Trump erklärte sinngemäß, dass er zunehmend beobachte, wie Menschen mit Bitcoin bezahlen und Bargeld dabei teilweise an Bedeutung verliere. Gleichzeitig vertrat er die These, dass eine stärkere Nutzung digitaler Vermögenswerte sogar Druck vom US-Dollar nehmen könne. Für die Vereinigten Staaten sei diese Entwicklung grundsätzlich positiv.
Für den Bitcoin-Markt sind solche Aussagen weniger wegen eines unmittelbaren fundamentalen Effekts relevant. Entscheidend ist vielmehr das politische Signal. Kryptowährungen werden von der US-Regierung weiterhin nicht nur toleriert, sondern zunehmend als strategisch relevanter Wirtschafts- und Technologiebereich betrachtet.
Damit bleibt eine wichtige Säule der langfristigen Bitcoin-Story bestehen. Regulierung, institutionelle Adoption und politische Unterstützung haben sich in den USA deutlich verändert.
Gerade während eines Bärenmarktes dürfte dies zwar nicht automatisch eine neue Rallye auslösen. Dennoch schafft der politische Rückenwind ein deutlich freundlicheres Umfeld für Unternehmen, Investoren und die gesamte Kryptoindustrie. Sollte sich parallel auch die Marktstimmung wieder aufhellen, könnte diese Unterstützung entsprechend stärker in den Fokus rücken.
CLARITY Act stockt – doch im September könnte die Entscheidung fallen
Neben Trumps öffentlichen Äußerungen bleibt vor allem der CLARITY Act ein wichtiger Bestandteil seiner kryptofreundlichen Agenda. Das Gesetz soll erstmals einen umfassenderen regulatorischen Rahmen für den US-Kryptomarkt schaffen. Im Kern geht es darum, klarer festzulegen, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere und welche als Rohstoffe behandelt werden und damit, wann die SEC beziehungsweise die CFTC zuständig ist. Zugleich sollen Verbraucher besser geschützt und Unternehmen mehr Rechtssicherheit erhalten. Genau diese fehlende Klarheit galt jahrelang als eines der größten Hindernisse für die US-Kryptoindustrie.
Doch der politische Prozess stockt weiterhin. Zwar wurde in den vergangenen Monaten intensiv an einem Kompromiss gearbeitet, doch insbesondere zwei Streitpunkte verhindern bislang eine schnelle Einigung. Einerseits gibt es Diskussionen darüber, in welchem Umfang Stablecoin-Anbieter beziehungsweise Plattformen Renditen oder Rewards anbieten dürfen. Banken drängen hier auf strengere Regeln. Andererseits sorgen mögliche Ethikvorschriften für Politiker und Regierungsvertreter weiterhin für Konflikte. Demokraten fordern dabei stärkere Schutzmechanismen gegen Interessenkonflikte, wobei auch Trumps eigene Verbindungen zur Kryptoindustrie eine Rolle spielen.
Nun gibt es allerdings wieder Bewegung. Nach Informationen der Journalistin Eleanor Terrett hat das Büro des republikanischen Mehrheitsführers John Thune Branchenvertretern mitgeteilt, dass weiterhin geplant sei, noch vor der Augustpause ein sogenanntes Cloture-Verfahren einzuleiten. Damit würde die Grundlage geschaffen, den CLARITY Act nach der Rückkehr des Senats im September zur Abstimmung zu bringen.
Eine Verabschiedung ist damit keineswegs sicher, denn für den entscheidenden Verfahrensschritt müssen noch genügend Stimmen gewonnen werden. Dennoch ist der Vorstoß ein positives Signal: Die republikanische Führung scheint das Gesetz weiterhin prioritär behandeln zu wollen. Gelingt schließlich ein parteiübergreifender Kompromiss, könnte 2026 damit eines der wichtigsten US-Kryptogesetze überhaupt Realität werden.
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