Streit um MicroStrategy: Peter Schiff prophezeit Bitcoin-Sturz unter 60.000 USD

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Die gigantische Bitcoin-Akkumulation von Strategy (ehemals MicroStrategy) sorgt am 1. Mai 2026 für hitzige Debatten in der Finanzwelt. Während Firmengründer Michael Saylor sein Ziel, einen „ganzen Nakamoto“ (1.000.000 BTC) zu besitzen, konsequent verfolgt, meldet sich der prominente Bitcoin-Skeptiker Peter Schiff mit einer düsteren Prognose zu Wort. Er behauptet, dass der Bitcoin-Kurs unter 60.000 USD fallen wird, wenn Saylor seine Mission, 5 % des zirkulierenden Angebots zu kontrollieren, endgültig erfüllt hat.

Saylors Vision gegen Schiffs Realitätscheck

Michael Saylor hält an seiner Prognose fest: Sobald Strategy 1.000.000 BTC kontrolliert, werde der Kurs bei 1.000.000 USD pro Coin stehen. Aktuell besitzt das Unternehmen bereits 818.334 BTC im Wert von etwa 62 Milliarden USD. Peter Schiff hingegen argumentiert mit der Marktdynamik der Vergangenheit. Er rechnet vor, dass der Einfluss der Käufe auf den Preis abnehme. Sollten die nächsten Käufe denselben Effekt erzielen wie die letzten Tranchen, würde dies laut Schiff mathematisch zu einem Kurs unter 60.000 USD führen. Er bezeichnet das gesamte Geschäftsmodell von Strategy sogar als „Betrug“ und prophezeit dem Unternehmen den Bankrott.

Die „Stretch“-Aktie (STRC): Geniestreich oder Verzweiflung?

Ein zentraler Streitpunkt ist das aktuelle Finanzierungsinstrument von Strategy: die Vorzugsaktie Stretch (STRC). Mit einer Dividendenrendite von 11,5 % lockt sie Anleger an, die stabilen Cashflow suchen.

  • Peter Schiffs Kritik: Er sieht darin ein Zeichen von Schwäche. Während Saylor 2021 noch Wandelanleihen mit 0 % Zinsen ausgeben konnte, müsse er nun horrende 11,5 % bieten, weil Anleger das Vertrauen in das Aufwärtspotenzial von Bitcoin verloren hätten.
  • Die Gegenrede: Marktanalysten wie Richard Byworth werfen Schiff Unaufrichtigkeit vor. Wandelanleihen und Vorzugsaktien seien völlig unterschiedliche Instrumente innerhalb der Kapitalstruktur. Während Anleihen zurückgezahlt werden müssen, stellen Vorzugsaktien Eigenkapital dar. Der Zinsanstieg sei zudem ein Resultat des allgemeinen Marktumfelds und nicht spezifisch auf ein mangelndes Interesse an Bitcoin zurückzuführen.

Bitcoin am Scheideweg

Der aktuelle Bitcoin-Kurs von rund 78.150 USD zeigt, dass der Markt Schiffs Pessimismus bisher nicht teilt. Dennoch bleibt die Frage der Nachhaltigkeit von Saylors Strategie bestehen. Wenn Strategy bis 2027 tatsächlich 5 % aller Bitcoins hält, wird das Unternehmen zum mit Abstand mächtigsten Akteur im Netzwerk. Ob dies den Kurs wie von Saylor erhofft in siebenstellige Regionen katapultiert oder ob die Konzentration zu einem systemischen Risiko führt, das den Preis drückt, bleibt die zentrale Wette dieses Jahrzehnts.

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