Solana vor dem Wendepunkt: FTX-Verkäufe nähern sich dem Ende

Solana könnte vor einer der wichtigsten Phasen seiner jüngeren Geschichte stehen. Seit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 lastet ein konstanter Verkaufsdruck auf dem Markt – ausgelöst durch die gerichtlichen Liquidationen von Alameda Research. Diese Abverkäufe haben den Kurs über Jahre hinweg gedämpft, doch genau dieser Effekt könnte nun langsam auslaufen.
Dauerbelastung durch FTX-Liquidationen
Kaum ein anderer Coin musste jemals eine vergleichbare Situation durchstehen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden große Mengen an SOL schrittweise verkauft, um Gläubiger zu entschädigen. Diese Verkäufe erfolgten jedoch nicht abrupt, sondern kontrolliert in kleineren Tranchen.
Ein Großteil der freigesetzten Token gelangte dabei nicht direkt auf den offenen Markt. Stattdessen wurden viele Transaktionen über OTC-Deals oder Market Maker abgewickelt, um größere Kurseinbrüche zu vermeiden. Dennoch blieb über die gesamte Zeit ein spürbarer Angebotsüberhang bestehen.
Aktuelle Zahlen zeigen: Das Ende rückt näher
Mit Stand Mitte April 2026 hält die Insolvenzmasse von Alameda Research noch rund 3,5 bis 3,57 Millionen SOL. Beim aktuellen Kurs entspricht das einem Wert von etwa 300 Millionen US-Dollar.
Die Abwicklung erfolgt weiterhin in regelmäßigen Schritten. So wurden Mitte April rund 198.000 SOL im Wert von etwa 16 Millionen US-Dollar an Gläubiger transferiert. Bereits im März gab es eine ähnliche Bewegung mit rund 197.000 SOL.
Diese monatlichen Freigaben sind Teil eines klar strukturierten Plans. Ziel ist es, den Markt nicht zu überfluten und gleichzeitig die offenen Forderungen zu bedienen, die sich aktuell noch auf rund 5,1 Milliarden US-Dollar belaufen.
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Zeitplan: Wann ist die Belastung vorbei?
Bleibt das aktuelle Tempo bestehen, dürfte der verbleibende Bestand innerhalb der nächsten zwölf Monate vollständig abgebaut sein. Das würde bedeuten, dass dieser strukturelle Verkaufsdruck gegen Ende des Jahres 2026 weitgehend verschwindet.
Für den Markt ist das ein entscheidender Faktor. Denn ein kontinuierlicher Verkäufer, der unabhängig vom Marktumfeld agiert, wirkt wie ein Deckel auf die Preisentwicklung.
Fundamentale Stärke trotz Verkaufsdruck
Bemerkenswert ist, dass sich Solana trotz dieser jahrelangen Belastung stark entwickelt hat. Im ersten Quartal 2026 erreichte das Netzwerk ein Transaktionsvolumen von rund 1,1 Billionen US-Dollar – ein Allzeithoch, das sogar über den Werten vieler anderer großer Blockchains liegt.
Diese Entwicklung zeigt klar, dass die Nachfrage nach der Infrastruktur unabhängig von den Verkaufsbewegungen weiter gewachsen ist.
Was passiert, wenn der Verkaufsdruck verschwindet?
Ein Markt, der über Jahre hinweg künstlich gebremst wurde, reagiert oft besonders dynamisch, sobald dieser Druck nachlässt. Genau darauf spekulieren aktuell viele Anleger.
Mit dem schrittweisen Auslaufen der Liquidationen könnte sich die Preisbildung wieder stärker an fundamentalen Faktoren orientieren – also Nutzung, Kapitalzuflüssen und realer Nachfrage.
Hinzu kommt ein möglicher Vorzieheffekt: Sobald Marktteilnehmer erkennen, dass das Ende der Verkäufe näher rückt, beginnen sie häufig, diese Entwicklung vorwegzunehmen. Dieses sogenannte „Frontrunning“ kann bereits im Vorfeld für steigende Kurse sorgen.
Fazit: Ein struktureller Wendepunkt für Solana
Solana steht möglicherweise vor einem entscheidenden Übergang. Die jahrelange Phase des Verkaufsdrucks durch FTX und Alameda neigt sich dem Ende zu, während gleichzeitig die Nutzung des Netzwerks neue Höchststände erreicht.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte sich der Fokus des Marktes wieder vollständig auf die fundamentale Stärke von Solana richten. In einem solchen Szenario wäre eine deutlich dynamischere Kursentwicklung durchaus denkbar.
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