Ripple-CEO Brad Garlinghouse: „Niemand wünscht sich den XRP-Sieg mehr als wir“
Am 1. Mai 2026 hat sich Ripple-CEO Brad Garlinghouse auf einer Konferenz in Las Vegas (XRP Las Vegas) direkt an die Community gewandt, um wachsende Zweifel an der langfristigen Rolle von XRP zu zerstreuen. Inmitten einer massiven Expansionswelle von Ripple Labs, die durch zahlreiche Milliardenübernahmen und den Erfolg des neuen Stablecoins Ripple USD (RLUSD) geprägt ist, stellte Garlinghouse klar: XRP bleibt der „Nordstern“ des Unternehmens.
Die Expansionsstrategie: Ripple wird zum Finanz-Hub
Kritiker aus der Community befürchteten zuletzt, dass Ripple seinen Fokus von XRP weg hin zu klassischen B2B-Finanzdienstleistungen verschiebt. Allein im Jahr 2025 investierte Ripple rund 2,45 Milliarden USD in strategische Zukäufe:
- Hidden Road (jetzt Ripple Prime): Ein Prime-Broker für institutionelle Kunden mit einem jährlichen Clearing-Volumen von über 3 Billionen USD.
- GTreasury (jetzt Ripple Treasury): Ein Anbieter für Treasury-Management, der Lösungen für Fortune-500-Unternehmen bereitstellt.
- Palisade: Ein Spezialist für Krypto-Verwahrung, der die Infrastruktur von Ripple Custody stärkt.
Garlinghouse argumentiert, dass diese Infrastruktur notwendig sei, um die „Big Player“ der Wall Street überhaupt erst in das Ökosystem zu holen, in dem XRP letztlich als Liquiditätsbrücke fungieren soll.
RLUSD: Konkurrenz oder Katalysator für XRP?
Ein besonderer Streitpunkt ist der hauseigene Stablecoin RLUSD, der seit seinem Launch im Dezember 2024 eine Marktkapitalisierung von über 1,5 Milliarden USD erreicht hat. Erst vor wenigen Tagen gab Ripple eine Partnerschaft mit der Börse OKX bekannt, um RLUSD in über 280 Handelspaaren – einschließlich XRP/RLUSD – zu integrieren.
Garlinghouse betonte in Las Vegas, dass RLUSD und XRP keine Konkurrenten seien. Während RLUSD für stabile Transaktionen und als Sicherheit (Collateral) im institutionellen Handel dient, bleibt XRP das Werkzeug für grenzüberschreitende Liquidität. Dass Ripple selbst etwa 42 Milliarden XRP (Wert ca. 57,4 Milliarden USD) hält, sei der ultimative Beweis für die Interessensgleichheit mit den Anlegern: „Es wäre schlicht unlogisch, XRP fallen zu lassen.“
Roadmap 2026: XRP wird zum „Yield Asset“
Die technische Roadmap für den XRP Ledger (XRPL) im Jahr 2026 untermauert diese Ambitionen. Mit dem neuen Protokoll XLS-66 plant Ripple die Einführung von nativem On-Chain-Lending. Dies soll es Institutionen ermöglichen, XRP in Tresoren (Single-Asset Vaults) zu hinterlegen und Renditen zu erzielen, ohne komplexe Multi-Asset-Pools nutzen zu müssen. XRP soll so von einem reinen Zahlungstoken zu einem aktiven, einkommensgenerierenden Kapitalwert für Banken und Unternehmen werden.
Realitätscheck bei den Kurszielen
Trotz des Optimismus dämpfte Ripple-Urgestein David Schwartz (ehemals CTO) überzogene Erwartungen. Er stellte klar, dass es keine „geheimen Pläne“ mit der Trump-Regierung gebe, um den XRP-Kurs künstlich auf astronomische Höhen von 100 oder 1.000 USD zu treiben. Solche Gerüchte seien reine Social-Media-Fiktion.
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