Morgan Stanley setzt verstärkt auf Bitcoin-, Ether- und Solana-ETFs
Morgan Stanley hat seine gemeldete Beteiligung am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock im zweiten Quartal um 23 Prozent auf rund 16,5 Millionen Anteile erhöht. Die Aufstockung dokumentiert eine konkrete institutionelle Nachfrage nach dem größten US-Spot-Bitcoin-ETF, auch wenn der gemeldete Positionswert wegen des Kursrückgangs von Bitcoin im Quartal parallel sank.
Q2-13F zeigt deutlichen Zukauf bei IBIT
Laut der am 11. August bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten 13F-Meldung stieg der IBIT-Bestand von etwa 13,4 Millionen auf rund 16,5 Millionen Anteile, ein Plus von etwa 3,04 Millionen Stück. Der gemeldete Wert der Position fiel dennoch von rund 667 Millionen auf 549 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von knapp 18 Prozent zum Stichtag 30. Juni. Die Bank reichte den Bericht als kombinierte Meldung mehrerer verbundener Manager ein, die Gesamtmeldung umfasste 45.905 Positionen mit einem aggregierten Wert von etwa 1,89 Billionen US-Dollar.

Eigener Bitcoin-Fonds und weitere ETF-Zukäufe
Neben der IBIT-Position wies Morgan Stanley erstmals 2,57 Millionen Anteile am eigenen Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) aus, bewertet auf rund 43,3 Millionen US-Dollar. Der Fonds war am 8. April an der NYSE Arca gestartet, mit einer Managementgebühr von 0,14 Prozent, günstiger als IBIT und der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund mit jeweils 0,25 Prozent sowie der Grayscale Bitcoin Mini Trust mit 0,15 Prozent. Trotz des eigenen Produkts blieb die IBIT-Position mehr als zwölfmal so groß wie der MSBT-Bestand. Zusätzlich erhöhte Morgan Stanley seine Bestände am Grayscale Bitcoin Mini Trust und am Bitwise Bitcoin ETF, während die Position im Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund um fast 38 Prozent zulegte. Wie crypto.news berichtete, kaufte MSBT nach Quartalsende weitere 232,5 BTC im Wert von 15,05 Millionen US-Dollar nach, wodurch der Fondsbestand laut Arkham auf 6.563 BTC stieg.
Ether und Solana ergänzen das Bild
Die Bank baute auch die Ether-Exposure deutlich aus: Der Bestand am iShares Ethereum Trust ETF stieg um rund 202 Prozent auf etwa 4,6 Millionen Anteile, die Position im Grayscale Ethereum Staking Mini ETF wuchs um etwa 26 Prozent auf 5,1 Millionen Anteile. Neu im Portfolio waren zudem Positionen im Grayscale Solana Staking ETF (rund 4,25 Millionen US-Dollar) und im Fidelity Solana Fund (rund 2,26 Millionen US-Dollar). Diese Zukäufe erfolgten vor dem eigenen Start der Morgan-Stanley-Produkte MSSE und MSOL am 28. Juli, die ebenfalls mit 0,14 Prozent Gebühr und Staking-Komponenten aufgelegt wurden.
Circle-Position verfünffacht, Coinbase und Bitfarms reduziert
Die größte relative Bewegung betraf Circle Internet Group, den Emittenten des Stablecoins USDC: Der Bestand wuchs von 1,46 Millionen auf 8,32 Millionen Anteile. Auch Mining- und Infrastrukturwerte wie Cipher Digital, Core Scientific, Hut 8 und Bitdeer Technologies wurden aufgestockt. Gegenläufig entwickelten sich Coinbase mit einem Rückgang um rund 550.000 Anteile, CleanSpark mit einem Minus von über 3,1 Millionen Anteilen sowie Bitfarms, wo Morgan Stanley eine zuvor rund 8 Millionen Anteile umfassende Position vollständig auflöste.

Was die 13F-Meldung nicht zeigt
Ein 13F-Bericht bildet lediglich den Stichtag zum Quartalsende ab, ohne Kaufkurse, Verkaufszeitpunkte oder Leerverkaufspositionen offenzulegen. Er belegt zudem nicht zwingend, dass jede gemeldete Position ein Eigenengagement der Bank darstellt, da die Meldung mehrere verbundene Manager zusammenfasst. Ergänzend hatte die Bank im Juli mit dem E*TRADE-Rollout den direkten Handel mit Bitcoin, Ether und Solana für Kunden geöffnet, über die Infrastruktur von Zerohash und zu einer Transaktionsgebühr von 0,50 Prozent.
Quelle: crypto.news