Krypto-Analyst verrät: So geht es mit Bitcoin weiter

Während sich viele Anleger bereits auf die nächste Aufwärtsbewegung von Bitcoin einstellen, sieht ein bekannter Krypto-Analyst die Situation deutlich kritischer. Seiner Einschätzung nach befindet sich der Markt noch nicht am endgültigen Tiefpunkt. Stattdessen könnte Bitcoin vor einer weiteren Abwärtswelle stehen, bevor ein nachhaltiger Boden erreicht wird.
Der Analyst argumentiert, dass viele Investoren aktuell denselben Fehler machen würden: Sie gehen davon aus, dass die Korrektur bereits abgeschlossen sei und kaufen Bitcoin für den langfristigen Vermögensaufbau. Aus seiner Sicht fließt dadurch jedoch lediglich neue Liquidität in ein Marktumfeld, das weiterhin unter erheblichem Druck steht.
Fehlt noch die große Kapitulation?
Ein zentraler Bestandteil seiner Analyse ist die sogenannte Kapitulation. Historisch betrachtet entstanden große Bitcoin-Tiefs häufig erst dann, wenn Marktteilnehmer in Panik ihre Bestände verkauften und größere Unternehmen oder Marktakteure scheiterten.
Als Beispiele nennt er die Ereignisse rund um FTX, Three Arrows Capital, Celsius, BlockFi, Voyager und weitere Unternehmen während des Bärenmarktes 2022. Damals sorgten Insolvenzen und massive Liquidationen für einen endgültigen Ausverkauf am Markt. Genau ein solches Ereignis fehle bislang im aktuellen Zyklus.
Nach Ansicht des Analysten habe Bitcoin historisch noch nie einen nachhaltigen Boden gebildet, ohne dass zuvor auch Miner erheblich unter Druck geraten seien. Eine sogenannte Miner-Kapitulation sei bislang jedoch nicht erkennbar.
Warnungen aus dem Ethereum-Ökosystem
Zusätzliche Risiken sieht der Analyst im Ethereum-Sektor.
Er verweist auf Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters der Ethereum Foundation, der vor möglichen Finanzierungsproblemen gewarnt habe. Demnach könnte die Finanzierung wichtiger Entwicklungsarbeiten in den kommenden Monaten schwieriger werden, falls keine neuen Einnahmequellen erschlossen werden.
Aus Sicht des Analysten zeigt dies, dass selbst etablierte Projekte nicht immun gegen finanzielle Belastungen seien. Er interpretiert dies als weiteres Signal dafür, dass sich der Kryptomarkt noch nicht vollständig bereinigt habe.
Allerdings handelt es sich hierbei um eine persönliche Einschätzung. Die Ethereum Foundation arbeitet weiterhin aktiv an der Entwicklung des Netzwerks und verfügt nach wie vor über erhebliche Ressourcen.
Bärische Flagge im Chart
Auch charttechnisch bleibt der Analyst skeptisch.
Seiner Meinung nach bildet Bitcoin aktuell eine große bärische Flaggenformation auf dem Tageschart. Gleichzeitig beobachte er eine zunehmende Marktoptimismus, obwohl wichtige Fundamentaldaten und On-Chain-Indikatoren seiner Ansicht nach weiterhin Schwäche signalisieren.
Besonders auffällig sei für ihn der Aufbau von Liquidität unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Solche Bereiche würden von Märkten häufig angesteuert, bevor größere Richtungsentscheidungen getroffen werden.
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Zielbereich zwischen 40.000 und 50.000 Dollar
Für die kommenden Monate erwartet der Analyst zunächst einen Rückgang in den Bereich zwischen 54.000 und 56.000 US-Dollar.
Anschließend könnte sich Bitcoin seiner Einschätzung nach vorübergehend stabilisieren, bevor eine weitere Abwärtsbewegung folgt. Das endgültige Tief des Zyklus sieht er aktuell im Bereich zwischen 40.000 und 50.000 US-Dollar.
Gleichzeitig betont er, dass dies lediglich sein bevorzugtes Szenario sei und keine Garantie darstelle. Sollte sich der Markt anders entwickeln, müsse auch die Analyse entsprechend angepasst werden.
Langfristig weiterhin optimistisch
Trotz seiner kurzfristig negativen Einschätzung bleibt der Analyst langfristig bullish für Bitcoin.
Er betont ausdrücklich, dass er die Kryptowährung nicht grundsätzlich ablehnt. Vielmehr gehe es ihm um das Timing eines möglichen Einstiegs. Aus seiner Sicht sei Geduld derzeit die bessere Strategie, während er auf Anzeichen einer echten Kapitulation wartet.
Ob sich dieses Szenario tatsächlich bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Meinungen am Markt derzeit weit auseinandergehen. Während einige Anleger bereits den Beginn einer neuen Aufwärtsphase sehen, rechnen andere weiterhin mit einer letzten großen Bereinigung, bevor der nächste langfristige Bullenmarkt starten kann.
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