Krypto-Aktien vor Bodenbildung: Bernstein sieht Kaufgelegenheiten vor Q1-Zahlen
Am Montag, dem 30. März 2026, hat das Analysehaus Bernstein eine neue Bewertung für führende krypto-affine Aktien veröffentlicht. Trotz der massiven Kursverluste der letzten Monate – Coinbase (COIN), Robinhood (HOOD) und Figure (FIGR) notieren derzeit zwischen 57 % und 62 % unter ihren Höchstständen von 2025 – bleiben die Analysten langfristig optimistisch. Bernstein sieht in dem aktuellen Ausverkauf einen attraktiven Einstiegspunkt für die Themen Tokenisierung und On-Chain-Finanzen.
Kurszielanpassungen und „Outperform“-Rating
Obwohl die Kursziele aufgrund des kurzfristigen Marktdrucks und erwarteter schwächerer Ergebnisse für das erste Quartal gesenkt wurden, behält Bernstein für alle drei Unternehmen ein „Outperform“-Rating bei.
| Unternehmen | Neues Kursziel | Altes Kursziel | Peak-Rückgang |
| Coinbase (COIN) | 330 $ | 440 $ | -57 % |
| Robinhood (HOOD) | 130 $ | 160 $ | -62 % |
| Figure (FIGR) | 67 $ | 72 $ | -58 % |
Die drei Säulen der Bernstein-These
Bernstein stützt seine optimistische Prognose bis 2027 auf drei spezifische Wachstumsbereiche innerhalb dieser Unternehmen:
1. Figure: Der Spezialist für Tokenisierung
Figure wird als der reinste „Tokenisierungs-Play“ eingestuft. Das Unternehmen expandiert über Immobilienkredite (HELOC) hinaus in die Bereiche Auto- und Kleingewerbekredite. Bernstein prognostiziert für das Marktplatz-Volumen von Figure einen Anstieg auf 12,8 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr und bis zu 16,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027.
2. Robinhood: Prognosemärkte als neuer Umsatzbringer
Für Robinhood sieht Bernstein großes Potenzial in On-Chain-Prognosemärkten (Prediction Markets). Die Analysten erwarten, dass diese Branche zu einem 240-Milliarden-Dollar-Markt heranwächst. Event-Kontrakte könnten bereits im nächsten Jahr rund 10 % des Gesamtumsatzes von Robinhood ausmachen.
3. Coinbase: Fokus auf Derivate und Stablecoins
Das Geschäftsmodell von Coinbase verschiebt sich weg vom reinen Spot-Handel. Bernstein schätzt, dass Derivate bis 2027 etwa 14 % der Handelsumsätze generieren werden. Ein weiterer wichtiger Pfeiler sind Stablecoin-Einnahmen (insbesondere durch die Partnerschaft mit Circle / USDC), die im nächsten Jahr fast 20 % des Gesamtumsatzes ausmachen könnten.
Marktreaktion und Ausblick
In den vorbörslichen Kursen am Montag zeigten sich erste Anzeichen einer Stabilisierung: Coinbase legte um 2,5 % zu, Robinhood um 2 % und Figure um 1,7 %. Bernstein argumentiert, dass das Chance-Risiko-Verhältnis nun deutlich verbessert sei, da die fundamentale Entwicklung der Unternehmen – wie das Wachstum bei Margin-Lending und Abonnements – trotz der Krypto-Preisschwankungen intakt bleibe.
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