Goldman Sachs prognostiziert Bodenbildung: Analyse historischer Rückgänge
Die Investmentbank Goldman Sachs schließt sich aktuellen Marktanalysen von Fidelity und Bitwise an und sieht den Kryptomarkt am 30. März 2026 an einem potenziellen Wendepunkt. Laut Analyst James Yaro haben die Kurs- und Volumenrückgänge dieses Zyklus mittlerweile etwa 90 bis 95 Prozent der historischen Durchschnittswerte von „Spitze zu Tiefststand“ erreicht. Diese statistische Annäherung an vergangene Bärenmarkt-Böden macht den aktuellen Bereich für institutionelle Investoren zu einem zunehmend attraktiven Einstiegspunkt.
Strategische Fokus-Aktien: Coinbase, Robinhood und Figure
In einer Mitteilung an Investoren hob Goldman Sachs insbesondere drei Unternehmen hervor, die als selektive Einstiegspunkte im Bereich digitaler Vermögenswerte dienen. Trotz einer Senkung der Kursziele sieht die Bank erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber den aktuellen Marktpreisen. Coinbase (COIN) wurde im Kursziel auf 235 US-Dollar korrigiert, was beim aktuellen Stand von 173 US-Dollar ein Plus von 35 Prozent impliziert. Für Robinhood (HOOD) wurde das Ziel auf 91 US-Dollar angepasst, was eine mögliche Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Wert von rund 70 US-Dollar bedeutet. Figure Technologies (FIGR) wird ebenfalls als interessanter Titel für den Einstieg genannt.
Technische Unterstützung durch den 200-Wochen-Schnitt
Die Prognosen einer Bodenbildung werden durch technische Indikatoren gestützt. Der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Wochen (200-Weekly Moving Average) liegt derzeit bei etwa 59.000 US-Dollar. Historisch gesehen markierte diese Unterstützungslinie in fast allen vergangenen Bärenmärkten den absoluten Tiefpunkt. Da Bitcoin bereits im Februar die Marke von 60.000 US-Dollar testete und sich seitdem stabilisieren konnte, dient dieses Niveau als wichtiges Fundament für die aktuelle Einschätzung der Analysten.
Zeitfaktor der Erholung: Geduld ist gefragt
Trotz der optimistischen Einschätzung bezüglich des Bodens warnt die Research-Firma Ecoinometrics vor zu hohen Erwartungen an eine schnelle Rallye. Historische Daten zeigen, dass eine Erholung umso länger dauert, je tiefer der vorangegangene Fall war. Statistisch gesehen benötigt Bitcoin für jeden Rückgang von 10 Prozent etwa 80 Tage, um das vorherige Niveau wieder zu erreichen. Angesichts des aktuellen Drawdowns könnte es somit bis zu 300 Tage oder rund 10 Monate dauern, bis Bitcoin wieder vollständig zu alter Stärke zurückfindet.
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