Ethenas USDe schrumpft: Doch BlackRock & Coinbase bleiben bullisch

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

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Ethenas USDe steht derzeit unter Druck. Die umlaufende Menge ist seit dem Hoch deutlich geschrumpft, während auch ENA nahe am Allzeittief handelt. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein klares Warnsignal: weniger Nachfrage nach dem synthetischen Dollar, schwache Token-Performance und anhaltender Vertrauensverlust im Altcoin-Markt. Doch gleichzeitig baut Ethena seine institutionelle Reichweite massiv aus.

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Coinbase, BlackRock, Securitize, Anchorage Digital und Janus Henderson tauchen zuletzt immer häufiger im Ethena-Umfeld auf.

Genau daraus entsteht die spannende Investment-These: Der Markt bewertet Ethena wie ein schwaches DeFi-Projekt, während große Finanzakteure offenbar weiter an der Infrastruktur interessiert sind. USDe ist seit dem Hoch um rund 70 Prozent auf etwa 4,5 Milliarden Dollar Umlaufmenge geschrumpft.

Coinbase und Ethena: USDe kommt näher an den Massenmarkt

Die Kooperation zwischen Coinbase und Ethena ist vor allem deshalb relevant, weil sie DeFi-Rendite in eine deutlich nutzerfreundlichere Umgebung bringt. Über den Steakhouse High Yield Vault können Coinbase-Nutzer USDC verleihen, wobei die Strategie über Morpho läuft und unter anderem durch Ethena-nahe Assets beziehungsweise USDe-Nachfrage unterstützt wird. Damit muss der durchschnittliche Nutzer nicht direkt mit komplexen DeFi-Frontends, Wallet-Risiken oder einzelnen Lending-Märkten interagieren. Coinbase integriert die Struktur stattdessen in die eigene App und macht daraus ein zugänglicheres Sparprodukt.

Für Ethena ist das strategisch wichtig. Denn USDe lebt nicht nur von der technischen Konstruktion als synthetischer Dollar, sondern vor allem von Distribution, Liquidität und Nutzung. Wenn Coinbase als einer der größten Krypto-Broker weltweit Ethena-nahe Renditeprodukte anbietet, erhöht das die Sichtbarkeit massiv. Laut Crypto Briefing überschritt der Ethena-bezogene Coinbase-Vault bereits wenige Tage nach dem Start die Marke von 100 Millionen Dollar an Einlagen.

Das ändert kurzfristig noch nicht die schwache ENA-Chartstruktur. Es zeigt aber, dass Ethena trotz schrumpfender USDe-Supply nicht aus dem Markt verschwindet, sondern versucht, neue Nachfragekanäle aufzubauen.

BlackRock und Ethena: Der institutionelle Ritterschlag?

Noch größer ist die Nachricht rund um BlackRock. Ethena kündigte an, USDe in BlackRocks Aladdin-Plattform zu integrieren. Aladdin ist BlackRocks zentrale Risiko-, Portfolio- und Datenplattform, die von großen Finanzinstitutionen genutzt wird. Laut Ethena und Medienberichten geht es dabei um Zugang zu institutionellen Nutzern, BlackRocks tokenisierten Geldmarktfonds BUIDL als wichtigem Baustein für Ethena-White-Label-Produkte sowie um eine Liquiditätsfazilität für tokenisierte BlackRock-Produkte.

Besonders spannend ist BUIDL. Der Fonds gilt als einer der wichtigsten tokenisierten Treasury-Fonds am Markt und wird über Securitize abgewickelt. Wenn BUIDL als primärer Reservebaustein für Ethenas White-Label-Angebot genutzt wird, verbindet Ethena die eigene Stablecoin-Infrastruktur stärker mit realen, institutionellen Onchain-Anlagen. Securitize selbst bezeichnet BUIDL als größten und am schnellsten wachsenden tokenisierten Fonds.

Zudem soll Ethena laut The Block eine Liquiditätsfazilität über 100 Millionen Dollar für BlackRock-tokenisierte Produkte unterstützen. Das ist kein kleiner Marketing-Deal, sondern ein Hinweis darauf, dass Ethena zunehmend als Infrastrukturpartner für tokenisierte Finanzprodukte verstanden werden könnte. Für ENA ist das potenziell stark, weil die Bewertung aktuell kaum institutionellen Optimismus einpreist.

ENA und USDe: Günstige Bewertung, aber kein risikoloser Trade

Ethena bleibt ein Hochrisiko-Investment. Die stark geschrumpfte USDe-Supply, regulatorische Unsicherheit und der schwache ENA-Kurs zeigen, dass der Markt skeptisch ist. Gleichzeitig liegt genau darin die Chance. ENA handelt laut aktuellen Marktdaten mehr als 90 Prozent unter dem früheren Hoch und nahe am Allzeittief, während Coinbase und BlackRock die Ethena-Infrastruktur ausbauen.

Die bullische These lautet daher: Wenn USDe wieder wächst und institutionelle Distribution greift, könnte der Markt Ethena neu bewerten. Noch ist das keine Bestätigung, aber die Diskrepanz zwischen schwachem Kurs und starken Partnerschaften macht ENA spekulativ wieder interessant.

Stablecoins auf Bitcoin? Warum Layer-2-Lösungen neue Fantasie schaffen

Bislang spielt Bitcoin im Stablecoin-Markt kaum eine Rolle. Während USDT, USDC oder USDe vor allem auf Netzwerken wie Ethereum, Tron, Solana oder Base genutzt werden, bleibt Bitcoin primär digitales Gold und weniger eine aktive DeFi-Infrastruktur. Genau das könnte sich jedoch in den kommenden Jahren verändern. Denn wenn Bitcoin-Layer-2-Lösungen tatsächlich skalierbare Anwendungen, schnelle Transaktionen und günstige Gebühren ermöglichen, könnten Stablecoins auch auf Bitcoin deutlich relevanter werden. Der Vorteil wäre offensichtlich: Stablecoin-Nutzung trifft auf die stärkste Marke, die größte Sicherheit und die höchste Liquidität im Kryptomarkt.

Hier setzt die Fantasie rund um Bitcoin Hyper an. Das Projekt will Bitcoin nicht ersetzen, sondern funktional erweitern. Die Idee: Die Sicherheit und Kapitalbasis von Bitcoin werden mit einer schnelleren Ausführungsschicht kombiniert, die sich stärker an der Performance moderner Blockchains wie Solana orientiert. Dadurch könnten künftig Anwendungen entstehen, die heute auf Bitcoin kaum praktikabel sind – etwa DeFi, Payments, Lending oder eben Stablecoin-Transaktionen. Besonders spannend ist dabei der Ansatz über eine zk-Bridge zwischen Bitcoin-Layer-1 und der neuen Layer-2. So soll BTC in eine schnellere Umgebung gebracht werden, ohne den Bezug zur ursprünglichen Bitcoin-Sicherheit komplett zu verlieren.

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hyper

Für Anleger ist Bitcoin Hyper derzeit auch deshalb interessant, weil das Projekt im Presale relative Stärke zeigt. Während viele Altcoins schwach handeln und kaum Momentum entwickeln, sammelte Bitcoin Hyper bereits rund 33 Millionen US-Dollar ein. Zusätzlich lockt das Staking aktuell mit rund 36 Prozent APY, was die Nachfrage weiter antreibt. Natürlich bleibt ein Presale spekulativ.

Doch die Story ist stark: Wenn Stablecoins und DeFi stärker zu Bitcoin kommen, könnten Layer-2-Projekte wie Bitcoin Hyper zu den Gewinnern zählen.

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