Dieser Bitcoin-Trend ist seit 2024 bullisch

Bitcoin steht weiter massiv unter Druck. Zuletzt testete BTC erneut den Bereich um 60.000 US-Dollar, nachdem der Kurs innerhalb einer Woche zeitweise rund 15 Prozent verlor. Auch aktuelle Marktdaten zeigen Bitcoin nur knapp oberhalb dieser Zone, während der Abstand zum Allzeithoch bei über 50 Prozent liegt.
Momentum fehlt damit weiterhin fast vollständig. Das Chartbild bleibt angeschlagen, die Stimmung ist schwach und viele Marktteilnehmer agieren defensiv. Reuters verwies zuletzt ebenfalls darauf, dass Kapital verstärkt in AI-Aktien und große IPO-Fantasien fließt, während Bitcoin 2026 deutlich an Glanz verloren hat. Dennoch ist nicht alles negativ. Ein On-Chain-Trend wirkt übergeordnet konstruktiv und könnte zeigen, dass die nächste große Bewegung vorbereitet wird.
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Bitcoin: Neue Wale akkumulieren weiter
Besonders spannend ist aktuell der Blick auf die Zuflüsse zu sogenannten Accumulation Addresses. Dabei handelt es sich um Adressen, die historisch eher durch Kaufen und Halten auffallen, also nicht primär durch kurzfristiges Trading. Die von CryptoQuant gezeigte Metrik deutet darauf hin, dass seit Ende 2024 auffällig starke Zuflüsse in diese Adressen stattfinden. Genau dieser Trend sticht im historischen Vergleich heraus.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen alten und neuen Walen. Während ältere Großinvestoren ihre Akkumulation offenbar bereits abgeschlossen haben, scheint die Nachfrage neuer großer Marktteilnehmer weiterhin aktiv zu sein. Das ist trotz des schwachen Kursverlaufs konstruktiv: Denn starke Hände bauen Positionen häufig nicht während offensichtlicher Euphorie auf, sondern in Phasen von Angst, Seitwärtsbewegungen und fallenden Kursen.
Kurzfristig ändert das nichts daran, dass Bitcoin technisch schwach bleibt. Ein erneuter Test tieferer Bereiche ist möglich, solange Momentum und ETF-Nachfrage fehlen. Doch mittel- bis langfristig kann genau diese Akkumulation ein wichtiger Vorläufer für eine neue Aufwärtsphase sein. In früheren Zyklen begann der eigentliche Bullenmarkt oft erst, nachdem große Käufer ihre Positionierung abgeschlossen hatten. Sollte sich dieses Muster wiederholen, wäre die aktuelle Schwäche weniger ein finales Warnsignal, sondern eher Teil einer längeren Bodenbildungsphase.
Damit bleibt das Bild zweigeteilt: kurzfristig klar bärisch, übergeordnet aber zunehmend interessant. Die Tiefs liegen möglicherweise noch nahe am aktuellen Kurs – doch die strukturelle Nachfrage großer Adressen macht Hoffnung.
Bitcoin-Bodenbildung: Supply in Profit fällt unter 50 Prozent
Eine weitere wichtige Metrik ist der „Percent Supply in Profit“. Sie zeigt, welcher Anteil des Bitcoin-Angebots aktuell im Gewinn liegt. Rund um das Allzeithoch im Oktober 2025 lag dieser Wert noch nahe der oberen Extremzone. Damals waren fast alle BTC-Bestände profitabel – historisch häufig ein Hinweis auf Überhitzung und erhöhte Gewinnmitnahmen.
Inzwischen hat sich das Bild stark verändert. Durch den massiven Kursrückgang ist der Anteil der profitablen Bitcoin-Bestände zuletzt unter 50 Prozent gefallen. Damit befindet sich mehr als die Hälfte des Angebots rechnerisch im Verlust. Genau solche Phasen traten in früheren Zyklen häufig in der Nähe größerer Bodenbildungsbereiche auf.

Das bedeutet nicht, dass Bitcoin sofort drehen muss. Solche Unterbewertungsphasen können sich über Wochen oder sogar Monate hinziehen. Auch weiterer Druck bleibt kurzfristig möglich. Dennoch wirkt die Metrik zunehmend konstruktiv.
Je mehr Marktteilnehmer bereits Verluste tragen, desto näher rückt oft der Punkt, an dem schwache Hände kapitulieren und langfristige Käufer wieder dominieren.
Laut CryptoQuant ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt des im Verlust befindlichen Bitcoin-Angebots zuletzt auf über 50 Prozent gestiegen – ein neues Hoch im Jahr 2026. Historisch traten solche Werte häufig in Phasen starker Kapitulation auf und markierten die späte Phase eines Bärenmarkts.
Zwar ist damit kein sofortiger Boden garantiert, doch die Daten sprechen dafür, dass sich Bitcoin zunehmend einer langfristig attraktiven Akkumulationszone nähert.
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