Die Commerzbank hat den Krypto-Wettlauf in Deutschland gestartet

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Banken, die in Deutschland mit Krypto-Assets handeln, bzw. diese für ihre Kunden verwahren möchten, benötigen eine sogenannte Kryptoverwahrlizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Dies gilt seit dem 1. Januar 2020.

Im Sommer des Vorjahres haben zahlreiche Unternehmen diese Lizenz beantragt, nun folgt auch ein traditionelles Geldinstitut. Es handelt sich dabei um die Commerzbank, die als erste Großbank in Deutschland in das Geschäft mit Krypto einsteigen wird. 

Halter der ersten Kryptoverwahrlizenz in Deutschland war übrigens die Kryptobörse Coinbase. Bisher wurde von der BaFin lediglich vier Lizenzen vergeben.

Institutionelle Kunden haben Vorrang

Die Commerzbank wird ihr neues Kryptoservice laut eigenen Angaben zunächst ihren institutionellen Anlegern anbieten, die Privatkunden müssen weiter warten. Damit reiht sich die Commerzbank in einen Wettlauf zwischen traditionellen Banken ein, die Schritte in Richtung Krypto machen oder angekündigt haben.

Wettbewerbsvorteil Kryptodienstleistungen

Mikkel Morch, Geschäftsführer des Krypto-Hedgefonds ARK36, bewertet dies in einem Kommentar als Aufbrechen traditioneller Vorbehalte. Offenbar haben die Bankenriesen die Möglichkeiten des Geschäftsmodells Krypto erkannt und starten einen Wettlauf um die beste Ausgangsposition. Das sollte die Akzeptanz von Krypto als Mainstream-Finanzdienstleistung weiter beschleunigen.

Wer diese als erster in seinem Land anbietet, verfügt über einen Wettbewerbsvorteil. Diesen möchte sich die Commerzbank offenbar jetzt sichern. Scheinbar ist die Nachfrage so stark angewachsen, dass nun auch traditionelle Banken gezwungen sind, diese Dienstleistung anzubieten.

Welche Regeln kommen?

Angesichts dieser Entwicklungen ist es kein Wunder, dass die Regulierungsbehörden in Deutschland und der EU weiter daran arbeiten, das Kryptoverse so transparent, wie nur möglich zu gestalten. 

Einerseits soll die sogenannte MiCA-Initiative dafür sorgen, dass der Geldwäsche vorgebeugt wird, andererseits versucht die EU gerade die anonymen Wallets zu verbieten. Damit nicht genug, haben die Gegner von Bitcoin noch nicht aufgegeben. Sie arbeiten offenbar im Hintergrund weiterhin an Möglichkeiten, die Kryptowährung zu verbieten.

All das zeigt, dass der Kampf um die Gestaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen von Kryptowährungen noch lange nicht ausgestanden ist.

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