XRP News: Die Chancen scheinen attraktiv

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Der Kryptomarkt zeigt nach den jüngsten Verlusten wieder erste Erholungszeichen. Bitcoin notiert deutlich fester, während einige Altcoins sogar stärker zulegen können. XRP bleibt im relativen Vergleich zwar etwas zurück, konnte auf Wochensicht aber rund 7 Prozent gewinnen und sich wieder über 1,10 US-Dollar schieben.

Wichtig ist dabei: Der erste Versuch der Bären, XRP nachhaltig unter 1 US-Dollar zu drücken, ist gescheitert. Genau in dieser Marktphase deuten On-Chain-Daten nun auf eine antizyklisch attraktive Chance hin.

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XRP-Anleger historisch stark unter Druck

Die aktuellen Daten von Santiment zeigen ein auffälliges Extrem im XRP-Markt. Im Fokus stehen dabei der 30-Tage- und der 365-Tage-MVRV. Diese Kennzahl vergleicht vereinfacht gesagt den aktuellen Marktwert eines Coins mit dem durchschnittlichen Einstandswert der Anleger. Liegt der MVRV deutlich im negativen Bereich, bedeutet das: Viele Marktteilnehmer sitzen auf Buchverlusten. Genau das ist bei XRP derzeit der Fall.

Laut Santiment liegt der 30-Tage-MVRV bei rund minus 45 Prozent, der 365-Tage-MVRV sogar bei rund minus 47 Prozent. Damit befinden sich sowohl kurzfristige Trader als auch längerfristige Halter tief im Verlust. Besonders spannend ist die historische Einordnung: Santiment verweist darauf, dass XRP über diese beiden Zeitfenster hinweg noch nie niedrigere durchschnittliche Handelsrenditen gezeigt habe.

Anders formuliert: Der Schmerz im Markt ist extrem, die Stimmung dürfte entsprechend angespannt sein.

Für antizyklische Anleger kann genau das interessant sein. Denn starke MVRV-Rückgänge markieren häufig Phasen, in denen bereits viel Verkaufsdruck verarbeitet wurde. Natürlich garantiert das keine sofortige Trendwende. XRP kann weiter fallen, wenn der Gesamtmarkt erneut schwächelt oder Bitcoin neue Tiefs testet. Doch aus Chance-Risiko-Sicht wird die Lage spannender, weil viele schwache Hände bereits verkauft haben und die verbleibenden Anleger weniger spekulativ positioniert sein könnten.

Historisch entstehen attraktive Setups im Kryptomarkt oft nicht dann, wenn Euphorie herrscht, sondern wenn Angst, Frustration und Kapitulation dominieren. Genau darauf deuten die Santiment-Daten nun hin. XRP wirkt damit kurzfristig angeschlagen, aber zugleich zunehmend überverkauft. Sollte sich der Kryptomarkt weiter stabilisieren und XRP die Zone über 1 US-Dollar verteidigen, könnte daraus eine technische Erholungsbewegung entstehen. Entscheidend bleibt jedoch, ob Käufer jetzt Anschluss finden und der Rebound nicht nur ein kurzer Short-Squeeze bleibt.

Glassnode-Metrik: Nur noch rund 50 Prozent der XRP-Adressen im Gewinn

Die Glassnode-Daten zeigen, wie viele XRP-Adressen aktuell noch im Gewinn liegen. Gemeint ist dabei: Der aktuelle XRP-Kurs wird mit dem durchschnittlichen Einstandspreis der jeweiligen Adressen verglichen. Liegt der Kurs darüber, gilt die Adresse als „in Profit“. Aktuell befinden sich nur noch rund 50 Prozent aller XRP-Adressen im Gewinn. Das zeigt, dass die jüngste Korrektur bereits deutliche Spuren hinterlassen hat. Viele Anleger, die in den vergangenen Monaten gekauft haben, sitzen inzwischen auf Buchverlusten.

Auf den ersten Blick wirkt das antizyklisch spannend. Denn je weniger Adressen im Gewinn sind, desto stärker ist der Schmerz im Markt. Genau solche Phasen können später Bodenbildungen begünstigen, weil Verkaufsdruck bereits abgebaut wurde. Allerdings mahnt der historische Vergleich zur Vorsicht. In früheren XRP-Bärenmärkten fiel der Anteil profitabler Adressen teilweise deutlich tiefer. Rund um ausgeprägte Tiefpunkte lagen mitunter nur noch etwa 20 Prozent der Adressen im Gewinn.

Damit ist XRP zwar klar abgekühlt, aber noch nicht zwingend in einer klassischen Kapitulationszone angekommen. Sollte der Gesamtmarkt erneut schwächeln oder XRP die Marke von 1 US-Dollar verlieren, wäre aus dieser Perspektive noch eine weitere Bereinigung möglich.

Die Metrik liefert also ein gemischtes Signal: XRP ist deutlich günstiger bewertet als zuvor, doch ein finaler Bärenmarkt-Boden muss daraus noch nicht automatisch folgen.

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