Coinbase-unterstützter Clarity Act rückt vor: Tim Scott visiert den Sommer an

Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, treibt den von Coinbase unterstützten Clarity Act voran, um bis zum Sommer 2026 eine präsidiale Unterzeichnung zu erreichen. Die Ausschussberatung ist für diesen Monat fest eingeplant, wobei mittlerweile über 100 Branchenverbände öffentlich Maßnahmen fordern.
Der Digital Asset Market Clarity Act passierte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit einer parteiübergreifenden Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen. Verzögerungen im Senat bezüglich der Regulierung von Stablecoins, DeFi-Bestimmungen und ethischen Formulierungen ließen jedoch fast ein Jahr an Dynamik verstreichen, während sich das Zeitfenster für eine Verabschiedung nun schnell schließt.
Der Gesetzentwurf löst die Überschneidungen in den Zuständigkeitsbereichen von SEC und CFTC, die de facto wie eine Blockade für die institutionelle Akzeptanz von Krypto-Produkten mit Sitz in den USA gewirkt haben. Solange diese Grenze nicht sauber gezogen ist, können Banken und Unternehmen ihre Positionen nicht mit der nötigen Sicherheit festlegen.
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Die Trennung zwischen SEC und CFTC ist entscheidend
Der Clarity Act zieht eine klare Trennlinie zwischen der Autorität der SEC und der CFTC über digitale Vermögenswerte, wobei digitale Rohstoffe (Commodities) unter die Zuständigkeit der CFTC fallen. Diese einzige Aufteilung ist der zentrale Befreiungsschlag, den das Gesetz bietet. Es schafft zudem regulatorische Klarheit für den Spot-Handel, Verwahrungsgeschäfte, DeFi-Protokolle und Entwickler, die keine Kundenvermögenswerte halten.
Speziell für die Stablecoin-Regulierung verlangt das Gesetz eine 1:1-Absicherung durch hochwertige liquide Vermögenswerte und legt einen bundesweiten Mindeststandard fest, den staatlich regulierte Emittenten erfüllen müssen. Der Großteil des Widerstands bei den Verhandlungen über Stablecoin-Renditen ist laut Senatorin Cynthia Lummis, die die Ausschussprüfung im Mai bestätigte, mittlerweile beigelegt.
Finanzminister Scott Bessent, der SEC-Vorsitzende Paul Atkins und der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt, unterstützen die Verabschiedung aktiv. Eine solche Abstimmung innerhalb der Exekutive ist ungewöhnlich und verleiht dem Entwurf eine institutionelle Absicherung, die früheren Versionen fehlte. Die breitere legislative Haltung des Weißen Hauses zu Krypto signalisiert, dass es sich um eine koordinierte Politik handelt und nicht um einen isolierten Vorstoß im Senat.
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Verabschiedung des Coinbase Clarity Act öffnet Türen für institutionelle Kapitalströme
Sollte der Clarity Act diesen Sommer den Senat passieren, wäre der direkte Markteffekt ein Abbau der regulatorischen Risikoprämie, die derzeit in US-exponierten Krypto-Assets enthalten ist.
On-Chain-Daten aus früheren Phasen legislativer Fortschritte zeigten eine Beschleunigung der USDC-Prägung um 5–10 % in Erwartung reibungsloserer On- und Off-Ramps. Das allein ist ein Signal dafür, dass die institutionelle Positionierung beginnt, noch bevor die Tinte trocken ist.
Sollte das Gesetz über das Zeitfenster der Ausschussberatung im Mai hinaus ins Stocken geraten, kehrt sich die Rechnung um. Senator Bernie Moreno warnte direkt davor, dass ein Verpassen des Mai-Termins den Fortschritt für Jahre, nicht nur für Monate, einfrieren könnte. Die Dynamik der Zwischenwahlen würde dann übernehmen, und jeder Gesetzentwurf, der DeFi oder Stablecoin-Renditen betrifft, würde im Vorfeld der Wahlkampfsaison 2026 politisch hochriskant werden.

Die Polymarket-Odds für eine Verabschiedung im Jahr 2026 sind bereits seit Januar von 65 % auf 46 % gesunken, was die wachsende Frustration über versäumte Fristen widerspiegelt.
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