CLARITY Act: Chancen auf Verabschiedung sinken auf 37%


Polymarket-Trader haben die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act 2026 Gesetz wird, heute auf 37 % gesenkt. Der Prognosemarkt zeigt sich zunehmend vorsichtig, da die Verhandlungen im Senat über Ethikbestimmungen im Zusammenhang mit den Krypto-Geschäftsinteressen von Präsident Donald Trump festgefahren sind. Obwohl das Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf bereits verabschiedet und der Bankenausschuss des Senats ihm zugestimmt hat, steht eine Abstimmung im Plenum des Senats noch aus.
Die Verzögerung schürt die Sorge, dass der Gesetzentwurf seine beste Chance verpassen könnte, bevor die Gesetzgeber Washington für die Sommerpause im August verlassen. Jede Woche ohne Fortschritt bedeutet weniger verbleibende Sitzungstage im Kalender. Infolgedessen werden die Trader immer skeptischer, ob die Gesetzgebung den Senat in diesem Jahr noch passieren kann.
Das größte Hindernis ist nicht mehr der Rahmen für die Marktstruktur des Gesetzentwurfs. Stattdessen konzentrieren sich die Verhandlungen auf einen Zusatzartikel zur Ethik. Die Demokraten im Senat, angeführt von Elizabeth Warren, fordern durchsetzbare Beschränkungen, um zu verhindern, dass hochrangige Regierungsbeamte – einschließlich des Präsidenten – finanziell von der Digital-Asset-Industrie profitieren, die sie beaufsichtigen.
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CLARITY Act stagniert wegen vertieftem Ethik-Streit
Die Republikaner wehren sich gegen Formulierungen, die gezielt auf die Krypto-Interessen des Präsidenten abzielen. Sie argumentieren, dass solche Bestimmungen die parteiübergreifende Unterstützung für die umfassendere Gesetzgebung untergraben könnten. Ohne einen Kompromiss zeigen die Demokraten wenig Bereitschaft, die Stimmen zu liefern, die die Republikaner benötigen, um den Gesetzentwurf voranzubringen.
Die Debatte verschärfte sich, nachdem Trumps jüngste jährliche Finanzoffenlegung Krypto-bezogene Einnahmen in Höhe von rund 1,4 Milliarden Dollar enthüllte. Die Einreichung enthielt etwa 594 Millionen Dollar im Zusammenhang mit World Liberty Financial sowie rund 635 Millionen Dollar, die mit dem TRUMP-Meme-Coin-Projekt verknüpft sind.
Demokraten argumentieren, dass diese finanziellen Interessen einen offensichtlichen Konflikt erzeugen, wenn der Präsident Gesetze unterzeichnet, die dieselbe Branche betreffen. Sie fordern, dass jede Reform der Marktstruktur mit Ethik-Schutzmaßnahmen einhergehen muss. Damit ist die Offenlegung zum zentralen Thema der Senatsverhandlungen geworden und nicht mehr nur ein nebensächlicher politischer Streitpunkt.
Die Arithmetik im Senat lässt kaum Spielraum für Fehler. Die meisten Gesetzentwürfe benötigen 60 Stimmen, um einen Filibuster zu überwinden, was bedeutet, dass die Republikaner den CLARITY Act nicht im Alleingang verabschieden können. Sie müssen die Unterstützung mehrerer Demokraten gewinnen, um das Gesetz voranzubringen.
Mehrere Demokraten, die zuvor offen für die Gesetzgebung schienen, bestehen nun auf durchsetzbaren Ethik-Garantien, bevor sie ihre Zustimmung geben. Bis die parteiübergreifenden Unterhändler diese Kluft überbrücken, wird erwartet, dass der Entwurf trotz der anhaltenden Unterstützung durch weite Teile der Krypto-Branche in der prozeduralen Schwebe bleibt.
Senatskalender lässt wenig Zeit für Verzögerungen
Auch der Zeitfaktor bereitet wachsende Sorge. Den Senatsführern steht vor der August-Pause nur eine begrenzte Anzahl von Sitzungstagen zur Verfügung. Haushaltsgesetze, Nominierungen und andere Prioritäten konkurrieren weiterhin um die wertvolle Zeit im Plenum.
Sollte der CLARITY Act dieses Zeitfenster verpassen, könnte sein Weg im weiteren Jahresverlauf noch schwieriger werden. Der Kongress wird seinen Fokus bald auf Fristen für die Regierungsfinanzierung und andere legislative Prioritäten verlagern. Befürworter räumen ein, dass jede Verzögerung die politische Herausforderung vergrößert.
Vorerst scheinen die Polymarket-Trader eher Unsicherheit als ein endgültiges Scheitern einzupreisen. Die Chancen könnten sich verbessern, wenn die Gesetzgeber eine parteiübergreifende Einigung über die Ethik-Formulierung erzielen oder wenn die Senatsführung eine Abstimmung ansetzt. Bis dahin bleibt der CLARITY Act blockiert und sein Weg zum Gesetz ungewiss.
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