ChatGPT-Trading, private Zahlungen, Gasfrei-Transfers: DeFi legt nach
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Der Kryptomarkt bleibt unter Druck. Bitcoin hat auf Wochensicht erneut deutlich nachgegeben und zwischenzeitlich wieder die Marke von 72.000 US-Dollar getestet. Insgesamt steht ein Minus von mehr als sechs Prozent zu Buche, während auch viele Altcoins weiter an Boden verlieren. Das Sentiment bleibt schwach, die Risikobereitschaft sinkt und Anleger agieren zunehmend defensiv.
Dennoch gab es in den vergangenen Tagen mehrere spannende Entwicklungen im DeFi-Sektor. Vor allem die Bereiche Privacy, KI-gestütztes Trading und Stablecoin-Infrastruktur standen im Fokus und zeigen, wie schnell sich die fundamentale Entwicklung vieler Protokolle weiterhin vorantreibt.
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NEAR startet vertrauliche On-Chain-Zahlungen
Das Layer-1-Netzwerk NEAR Protocol hat in dieser Woche die Einführung von „Confidential Payments“ bekanntgegeben. Die neue Funktion wurde über die Intents-Infrastruktur integriert und ermöglicht private Cross-Chain-Transaktionen zwischen verschiedenen Netzwerken. Nutzer können dabei Vermögenswerte transferieren, ohne dass sämtliche Transaktionsdetails öffentlich auf der Blockchain sichtbar werden.
Konkret setzt NEAR dabei auf sogenannte Confidential Intents. Die Technologie erlaubt es, Transaktionen auszuführen, während Sender, Empfänger oder Beträge teilweise verborgen bleiben. Laut den Entwicklern soll dies insbesondere für Gehaltszahlungen, Unternehmensüberweisungen und größere Kapitalbewegungen relevant werden. Gleichzeitig wird weiterhin eine Blockchain-Abwicklung genutzt, wodurch Transparenz und Nachvollziehbarkeit auf Protokollebene erhalten bleiben.
Die Einführung passt zur aktuellen Strategie von NEAR, sich stärker als Infrastruktur für KI-Agenten und Cross-Chain-Anwendungen zu positionieren. Bereits in den vergangenen Monaten hatte das Netzwerk verstärkt auf Intents, Privacy-Lösungen und automatisierte Ausführungsmodelle gesetzt. Mit den vertraulichen Zahlungen wird nun ein weiterer Baustein dieser Strategie live auf Mainnet verfügbar.
Liquid bringt Trading direkt in ChatGPT und Claude
Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem das Unternehmen Liquid mit dem Launch von „Co-Invest“. Die Anwendung ermöglicht es Nutzern erstmals, Märkte direkt innerhalb von ChatGPT oder Claude zu analysieren und anschließend echte Trades auszuführen, ohne die KI-Oberfläche verlassen zu müssen. Die Handelsabwicklung erfolgt über die Infrastruktur von Hyperliquid.
Nach Angaben des Unternehmens können Nutzer Fragen zu Märkten stellen, Strategien diskutieren und daraus unmittelbar Orders generieren. Damit wird die gesamte Prozesskette aus Analyse, Entscheidungsfindung und Ausführung in einer einzigen Oberfläche gebündelt. Laut Liquid lassen sich darüber Kryptowährungen, Aktien, Devisen und weitere Märkte handeln.
Die Entwicklung zeigt einen neuen Trend im DeFi- und Trading-Sektor: KI-Assistenten werden zunehmend zu direkten Interfaces für Finanzanwendungen. Besonders interessant ist dabei die Verbindung mit Hyperliquid, dessen Infrastruktur zuletzt starkes Wachstum bei Perpetual Futures und On-Chain-Handelsvolumen verzeichnete. Co-Invest stellt damit einen weiteren Schritt dar, um Trading-Funktionen direkt in KI-Anwendungen zu integrieren und klassische Broker-Oberflächen teilweise zu ersetzen.
Sui führt gaslose Stablecoin-Transfers ein
Auch das Layer-1-Netzwerk Sui veröffentlichte in dieser Woche ein bedeutendes Infrastruktur-Update. Seit dem 20. Mai unterstützt das Netzwerk sogenannte gaslose Stablecoin-Transfers. Nutzer können unterstützte Stablecoins nun versenden, ohne dafür SUI-Tokens als Gasgebühr halten zu müssen. Die Gebühren für entsprechende Transaktionen wurden auf 0,00 US-Dollar reduziert.
Die Funktion ist direkt auf Protokollebene integriert und unterscheidet sich damit von temporären Gebührenrabatten oder durch Projekte subventionierten Transaktionen. Unterstützt werden mehrere Stablecoins, darunter USDC sowie weitere Dollar-gebundene Assets. Für Unternehmen und Zahlungsdienstleister soll dadurch eine deutlich einfachere Nutzererfahrung entstehen.
Besonders relevant ist dabei die Kooperation mit Fireblocks. Die institutionelle Infrastrukturplattform unterstützt die neue Funktion bereits und könnte die Integration in professionelle Zahlungsanwendungen beschleunigen. Sui verfolgt damit klar das Ziel, sich stärker als Blockchain für Stablecoin-Zahlungen und globale Zahlungsnetzwerke zu positionieren. Nachdem das Netzwerk laut eigenen Angaben bereits ein Stablecoin-Transfervolumen von über einer Billion US-Dollar verarbeitet hat, soll die neue Funktion die Nutzung weiter vereinfachen.
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Bitcoin-L2 als neuer Kurstreiber? Bitcoin Hyper gewinnt Aufmerksamkeit
Während viele Altcoins zuletzt deutlich unter Druck geraten sind, rückt ein anderer Trend zunehmend in den Fokus: Bitcoin-Layer-2-Netzwerke. Die Grundidee dahinter ist, Bitcoin um zusätzliche Funktionen zu erweitern und gleichzeitig die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks zu nutzen. Gelingt es, Anwendungen für DeFi, Stablecoins oder KI-Anwendungen direkt rund um Bitcoin aufzubauen, könnte dies langfristig auch die Nachfrage nach nativen BTC erhöhen.

Ein Projekt, das aktuell besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Das Netzwerk setzt auf eine Layer-2-Architektur, die die Sicherheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Blockchains verbinden soll. Nach Angaben der Entwickler kommt dabei die Solana Virtual Machine (SVM) zum Einsatz, wodurch schnelle und kostengünstige Anwendungen möglich werden sollen. Gleichzeitig verbindet eine Zero-Knowledge-Bridge die Layer-2 mit der Bitcoin-Blockchain.
Auch bei Investoren stößt das Konzept bislang auf Interesse. Trotz des schwachen Marktumfelds und der anhaltenden Korrektur im Kryptosektor wurden im laufenden Presale bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zusätzlich bietet das Netzwerk aktuell Staking-Renditen von bis zu 36 Prozent APY für frühe Teilnehmer.
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