Bitcoin News: Investor erhält 61 BTC nach 12 Jahren zurück

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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

In den heutigen Bitcoin News gibt es eine Erfolgsmeldung für einen britischen Investor namens Chris: Er konnte den Zugriff auf alle 61 Bitcoin wiedererlangen, die er vor mehr als 12 Jahren nach dem Zusammenbruch der frühen britischen Börse Intersango verloren hatte.

Die Bestände haben einen Wert von rund 3,3 Millionen Pfund. Sein individueller Anspruch wurde eher durch Verhandlungen als durch ein Gerichtsurteil geklärt, nachdem Anwälte Unterlagen zusammengetragen hatten, um nachzuweisen, dass die Coins rechtmäßig ihm gehörten.

Chris investierte im Jahr 2011 etwa 1.500 Pfund in Bitcoin, als die Kryptowährung bei rund 2,94 Pfund pro Coin notierte. Er kaufte über Britcoin, das später in Intersango umbenannt wurde. Laut CEL Solicitors, der Kanzlei, die den Fall bearbeitete, beauftragte er die Kanzlei im Januar 2026. Der Fall wurde am 28. Mai, also rund vier Monate später, beigelegt.

Um das Eigentum nachzuweisen, waren historische Kontoauszüge, E-Mails, Börsenprotokolle und Dokumente erforderlich, die für Verfahren vor US-Gerichten vorbereitet worden waren. CEL Solicitors gab an, dass mehr als 5.500 BTC, die mit ehemaligen Intersango-Nutzern in Verbindung stehen, aufgespürt wurden, wobei jeder Antragsteller das Eigentum an bestimmten Beständen individuell nachweisen muss.

Bitcoin News heute: Vom eingefrorenen Konto zum Vergleich

Intersango zog in den Anfangsjahren von Bitcoin Tausende von Nutzern an, bevor die Plattform Ende 2012 in Schwierigkeiten geriet. Die Website ging Anfang 2014 offline, und Kunden, die Auszahlungen versuchten, erhielten keine Antwort. Chris stellte fest, dass sein Konto eingefroren war, als er versuchte, seine Coins zu transferieren, die damals etwa 4.000 Pfund wert waren.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Unternehmen zu kontaktieren, schrieb Chris die Bestände schließlich als verloren ab. Während der Wert von Bitcoin in den folgenden Jahren stieg, erklärte er gegenüber LBC, dass es schwierig war, den Preisanstieg zu beobachten, nachdem er die Coins bereits aufgegeben hatte. Anfang 2026 unternahm er einen erneuten Versuch, die Vermögenswerte zurückzuerhalten, nachdem seine Frau ihn ermutigt hatte, CEL Solicitors zu kontaktieren.

Ryan Sweetnam, Direktor für Finanzstreitigkeiten bei CEL Solicitors, erklärte, dass die Kanzlei Dokumentationen für US-Gerichtsverfahren vorbereiten musste, bevor der Anspruch geklärt werden konnte.

Der Prozess nahm Zeit in Anspruch, aber Chris‘ individuelle Angelegenheit endete letztlich durch eine Verhandlung, ohne dass ein Richter über den Anspruch entscheiden musste. Die Kanzlei teilte mit, dass die 61 BTC später in eine Wallet gelangten, die Chris kontrolliert.

Chris hat die zurückerhaltenen Bestände inzwischen auf eine von der FCA regulierte Plattform transferiert. Er gab an, einen Teil des Betrags in Krypto behalten und einen Teil in Bargeld umwandeln zu wollen.

Ein größerer Pool an gestrandeten Coins

Intersango wurde nicht von der Financial Conduct Authority (FCA) reguliert, was Chris nur begrenzte Möglichkeiten ließ, als die Börse den Betrieb einstellte.

Sein Fall unterscheidet sich von der Wiederherstellung einer verlorenen Wallet, bei der ein privater Schlüssel oder ein Passwort vergessen wurde. Die Coins blieben unzugänglich, weil eine Börse, die Kundenvermögen verwaltete, den Betrieb einstellte.

Die drei Mitbegründer von Intersango waren in Rechtsstreitigkeiten über die Schließung der Plattform verwickelt. Während dieser Verfahren wurde behauptet, dass ein Gründer etwa 5.500 BTC hält, was einem Wert von rund 500 Millionen Pfund entspricht, wobei zumindest ein Teil der Bestände potenziell ehemaligen Kunden gehört. Sweetnam sagte, dass der Rechtsstreit anerkannte, dass Vermögenswerte, die mit ehemaligen Intersango-Nutzern in Verbindung stehen, immer noch existieren.

Ehemalige Nutzer, die ähnliche Krypto-Rückforderungsansprüche verfolgen, benötigen möglicherweise alte Kontoauszüge, E-Mails der Börse und andere Aufzeichnungen, um ihre Fälle zu stützen. Eine E-Mail-Adresse, die ursprünglich zur Registrierung eines Intersango-Kontos verwendet wurde, kann ebenfalls ein Ausgangspunkt für die Rückverfolgung eines Kontos sein.

Wie es für andere Kläger weitergeht

In weiteren Bitcoin News könnten andere ehemalige Intersango-Kunden individuelle Ansprüche geltend machen, aber jeder muss nachweisen, dass die geforderten spezifischen Vermögenswerte ihm gehören. Sweetnam betonte, dass der Prozess Zeit in Anspruch nehmen könne, selbst wenn eine Schuld anerkannt werde und Bemühungen zur Rückgabe der Vermögenswerte bestünden.

Das regulatorische Umfeld im Vereinigten Königreich für Krypto-Unternehmen hat sich seit der Einstellung des Betriebs von Intersango erheblich verändert, obwohl das vollständige Genehmigungssystem noch nicht in Kraft getreten ist. Die Antragsfrist der FCA für das neue System läuft vom 30. September 2026 bis zum 28. Februar 2027.

Das System soll am 25. Oktober 2027 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt benötigen Handelsplattformen, Verwahrer, Emittenten von Stablecoins und andere betroffene Unternehmen eine Genehmigung, um regulierte Krypto-Aktivitäten im Land durchzuführen.

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