Bitmine hält 5,27 Millionen ETH – und kontrolliert bereits 4,37 Prozent aller Ether
Bitmine baut seine Ethereum-Position weiter aus und nähert sich dem Ziel von fünf Prozent des gesamten ETH-Angebots. Der Aktienmarkt reagiert jedoch mit Skepsis – die BMNR-Aktie verliert zum Wochenschluss knapp zehn Prozent.
Bitmine Immersion Technologies setzt seinen beispiellosen Ethereum-Akkumulationskurs fort. Das Unternehmen hält inzwischen mehr als 5,27 Millionen ETH im Gesamtwert von rund 11,6 Milliarden US-Dollar – entsprechend 4,37 Prozent des gesamten zirkulierenden Ether-Angebots. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden weitere 71.000 ETH erworben. Das erklärte Langfristziel bleibt unverändert: fünf Prozent aller existierenden ETH unter Kontrolle zu bringen.
Staking als Ertragssäule – 289 Millionen Dollar jährlich
Der Großteil der Bestände wird aktiv für das Ethereum-Netzwerk eingesetzt. Rund 4,71 Millionen ETH befinden sich derzeit im Staking und generieren daraus jährliche Einnahmen von umgerechnet etwa 289 Millionen US-Dollar. Zusätzlich verfügt Bitmine über Barreserven von rund 685 Millionen US-Dollar sowie kleinere Positionen in Bitcoin und weiteren strategischen Beteiligungen. Das Geschäftsmodell kombiniert damit langfristige Asset-Akkumulation mit laufenden Staking-Erträgen – ähnlich wie Strategy Bitcoin hält, aber mit dem Zusatz einer aktiven Renditekomponente.
Aktie verliert trotz Rekordbeständen – Markt bewertet Risiken neu
Die Rekordzahlen kommen jedoch nicht bei allen Investoren gut an. Die BMNR-Aktie verlor zum Wochenschluss knapp zehn Prozent – ein Zeichen dafür, dass der Markt zunehmend die Risiken einer hochkonzentrierten Ethereum-Strategie einpreist. Ein Unternehmen, das mehr als vier Prozent eines einzelnen Krypto-Assets hält und dessen Bilanz damit unmittelbar von Ethereum-Kursschwankungen abhängt, birgt strukturelle Klumpenrisiken, die klassische institutionelle Investoren zur Vorsicht mahnen. Tom Lees Überzeugung vom Krypto-Frühling und Ethereums Rolle als führendes DeFi- und KI-Infrastruktur-Asset bleibt der strategische Kern – doch der Aktienmarkt verlangt zunehmend Antworten auf die Frage, wie das Unternehmen mit einem möglichen ETH-Bärenmarkt umgehen würde.
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